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Best-of-Festival Programm 2009


Mi, 13. Mai, 20.30 h
»Deutscher Kurzfilmpreis – Programm 1«

Übersicht (alphabetisch):
1)»Our Wonderful Nature« von Tomer Eshed
2)»Auf der Strecke« von Reto Caffi
3)»Styx - Ein Animationsfilm über die Unterwelt« von Aike Arndt
4)»Der Verdacht« von Felix Hassenfratz
5)»Das Mädchen mit den gelben Strümpfen« von Grzegorz Muskala
6)»Trotzdem Danke« von Mischa Leinkauf & Matthias Wermke

Format: 35mm; 6 Kurzfilme; reine Filmlaufzeit: 83 Min

Mit den Deutschen Kurzfilmpreisen in Gold für Spielfilm, dem Short-Tiger-Gewinner und Nominierungen in den Kategorien Spiel- und Animationsfilm.


»Our Wonderful Nature«
Regie: Tomer Eshed; Produktion: HFF Potsdam
Animation, D 2008, 5’, 35mm
Gewinner Short Tiger

Das Paarungsverhalten der Spitzmaus – so wurde noch nie gezeigt, wie sich der Kampf zweier Männchen um ein Weibchen entscheidet.

Jury-Begründung: Dieser liebevolle kleine Naturfilm hält ohne jeden Zweifel dem Vergleich mit den ganz Großen des Metiers mit Bravour stand! Mit allen Mitteln der Kunst - angefangen bei der nahezu perfekten Animation über die originelle Erzählweise bis hin zur fantastischen Filmmusik, die den Esprit dieses Filmes noch unterstreicht - wird auf die gleichzeitig so komische wie wahre Pointe des Filmes hingearbeitet, und die gilt für den Film wie für die Wasserspitzmaus: So kurz das Vergnügen auch war – es war groß!

Filmseite Deutscher Kurzfilmpreis: /www.kurzfilmpreisunterwegs.org


»Auf der Strecke«
Regie: Reto Caffi; Produktion: KHM Köln
Spielfilm, D/CH 2007, 30’, 35mm
Nominiert in der Kategorie „Spielfilme mit einer Laufzeit von mehr als sieben bis 30 Minuten Laufzeit“

Kaufhausdetektiv Rolf ist heimlich in Sarah, eine Verkäuferin im hauseigenen Buchladen, verliebt. Oft passt er die Bahn ab, mit der sie nach Hause fährt. Eines Abends steigt sie mit einem Mann ein, mit dem sie sehr vertraut ist. Eifersüchtig beobachtet Rolf die beiden, bis Sarah nach einem Streit verärgert aussteigt. Als der vermeintliche Nebenbuhler auf der Weiterfahrt von drei Jugendlichen aggressiv angepöbelt wird, steigt auch Rolf aus - mit fatalen Folgen.

Anm: Dieser Film war 2008 mit mehr als 40 Preisen und Auszeichnungen der beliebteste und erfolgreichste deutsche Kurzfilm. 2009 war er für den Oscar nominiert.
Homepage des Regisseurs: www.retocaffi.com
Filmseite Deutscher Kurzfilmpreis: www.kurzfilmpreisunterwegs.org


»Styx - Ein Animationsfilm über die Unterwelt«
Regie: Aike Arndt
Animation, D 2007, 9’, 35mm
Nominiert in der Kategorie „Animations-/Experimentalfilme mit einer Laufzeit bis 30 Minuten“

Bevor wir in die Hölle kommen, müssen wir den Fährmann Charon bezahlen und - unserer irdischen Lasten entledigt - den Fluss Styx überqueren. Der schlangenköpfige Höllenhund Cerberus empfängt Jeden am Eingang zur Unterwelt. Dieser Film erzählt die alte Geschichte von der Gleichheit im Tod. Und von einer Liebe. Die kann den Tod zwar nicht besiegen, dafür aber in einem Kompromiss weiter bestehen.

Filmseite Deutscher Kurzfilmpreis: www.kurzfilmpreisunterwegs.org


»Der Verdacht«
Regie: Felix Hassenfratz; Produktion: ifs Köln
Spielfilm, D 2007, 26’, 35mm
Deutscher Kurzfilmpreis in Gold in der Kategorie „Spielfilm mit einer Laufzeit von mehr als sieben bis 30 Minuten“

Ein junges Mädchen ist tot, und der Bäcker Udo wird bei der Polizei vorgeladen. Conny, seine Frau, hat romantische Vorstellungen von Liebe und Vertrauen – jenem starken Gefühl, zueinander zu gehören. Doch nun zweifelt sie. Das Gerede im Dorf macht es ihr schwer, von Udos Unschuld überzeugt zu sein.

Jury-Begründung: Der Film ist inhaltlich wie formal von beeindruckender Qualität. Die komplexen Kompositionen von Bild, Ton, Spiel und Narration sind vor allem in ihrem (optimal abgestimmten) Zusammenspiel bestechend! Leise und mit leichter Hand wird hier von den Qualen erzählt, die es einem bereiten kann, zu zweifeln beziehungsweise zu glauben. Das Spiel von Anne Weinknecht und die handwerkliche Präzision der Filmemacher machen "Der Verdacht" zu einem vollkommenen Kinoerlebnis.

Filmseite Deutscher Kurzfilmpreis: www.kurzfilmpreisunterwegs.org


»Das Mädchen mit den gelben Strümpfen«
Regie: Grzegorz Muskala; Produktion: dffb
Spielfilm, D 2008, 6’, 35mm
Deutscher Kurzfilmpreis in Gold in der Kategorie „Spielfilm mit einer Laufzeit von mehr als sieben bis 30 Minuten“

Ein junges Paar verbringt den Tag im Bett. Er hat zwei Ringe und eine Frage – ein Heiratsantrag. Sie hat eine Antwort. Ein Machtspiel.

Jury-Begründung: Kurzfilme, die es verstehen, in wenigen Minuten ein Lebensgefühl zu erzählen, sind selten. "Das Mädchen mit den gelben Strümpfen" gehört dazu. Regisseur Grzegorz Muskala und seine beiden Hauptdarsteller Rosalie Thomass und Thomas Fränzel lassen uns miterleben, wie schwierig es in einem Zeitalter der Unverbindlichkeit ist, Liebe und Partnerschaft zu leben. Den Filmemachern gelingt dies mit großer Leichtigkeit. Eine einzige Szene genügt, um die Hin- und Hergerissenheit zwischen Einsamkeit und Zweisamkeit in einer Partnerbeziehung zu zeigen. "Das Mädchen mit den gelben Strümpfen" besticht dabei durch seine Auslassungen, den reduzierten Dialog, die gekonnte Kameraführung, vor allem aber durch den Rhythmus der Erzählung.

Filmseite Deutscher Kurzfilmpreis: www.kurzfilmpreisunterwegs.org


»Trotzdem Danke«
Regie: Mischa Leinkauf & Matthias Wermke
Dokumentarfilm, D 2006, 7’, 35mm
Nominiert in der Kategorie „Dokumentarfilme mit einer Laufzeit bis 30 Minuten“

Berlin: Einfach mal eine Scheibe putzen – als kostenlose, freundliche Dienstleistung auf dem U-Bahnhof oder beim Linienbus an der roten Ampel. Die Reaktionen darauf hält dieser Film fest: Irritation, Unverständnis, Verärgerung, aber auch mal ein Dankeschön.

Homepage der Filmemacher: www.stopmakingsense.de
Filmseite Deutscher Kurzfilmpreis: www.kurzfilmpreisunterwegs.org


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Schillerstraße 11
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Kartenreservierungen: Tel. 06131/228368

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