Filmkompetenz – Medienkompetenz

1. Empfehlungen/Material zum aktuellen Programm
2. Ankündigung Cinéfête
3. Sonderveranstaltungen für Schulklassen unten
4. Sonderveranstaltungen für alle Gruppen weiter unten
5. Link-Tipps für LehrerInnen weiter unten

Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Lehrer, die eine Behandlung des Unterrichtstoffs durch Anschauung ergänzen möchten. Natürlich zeigen wir auch Literaturverfilmungen und interessante Filme, die jenseits der behandelten Inhalte medienpädagogisch und künstlerisch für den Unterricht geeignet sind.



Do 5. – Mi 11. April: »Das Mädchen aus dem Norden (Sameblod)«
Spielfilm von Amanda Kernell, S/N/DK 2016, 110 Min., samisch+schwedOmU

SYNOPSIS: Im Schweden der 1930er-Jahre besucht die angehende Rentierzüchterin Elle Marja mit ihrer Schwester die Internatsschule in Lappland. Sie stammt aus einer Familie von Sámi Rentierzüchtern, deren Lebensweise von der schwedischen Mehrheitsgesellschaft abgelehnt wird. Fernab von ihrer Familie bemüht Elle Marja sich im Internat um Anpassung und die Anerkennung ihrer Lehrerin in der Hoffnung, so ihrem Traum von einem freien Leben näher zu kommen. Als an der Schule erniedrigende, rassen-biologische Untersuchungen durchgeführt werden, entscheidet sie sich für einen radikalen Schritt: Das intelligente, willensstarke und rebellische Mädchen bricht mit ihrer Familie und macht sich auf den Weg nach Uppsala, um als Schwedin akzeptiert zu werden und eines neues, unabhängiges Leben zu führen. Erst viel später kehrt sie wieder zurück.

Anhand des Films kann ethnische, kulturelle und sprachliche Vielfalt als Normalität und als Potenzial einer Gesellschaft vermittelt und somit die interkulturelle Kompetenz der Schüler*innen gefördert werden.
Altersempfehlung: ab 13 Jahre, ab 8. Klasse
Unterrichtsfächer: Geschichte, Politik, Sozialkunde, Deutsch, Ethik
Themen: Diskriminierung, Erwachsenwerden, Außenseiter, (kulturelle) Identität, Integration, Tradition, Heimat, Sprache, fremde Kulturen



Do 19. – Mi 25. April, 20:30 Uhr: »Licht (Mademoiselle Paradis)«
Spielfilm von Barbara Albert, A/D 2017, 97 Min. mit Maria Dragus, Devid Striesow, Lukas Miko, Katja Kolm, Maresi Riegner u.a.

SYNOPSIS: Wien 1777. Die früh erblindete 18jährige Maria Theresia "Resi" Paradis ist als Klavier- Wunderkind in der Wiener Gesellschaft bekannt. Nach zahllosen medizinischen Fehlbehandlungen wird sie von ihren ehrgeizigen Eltern dem wegen seiner neuartigen Methoden umstrittenen Arzt Franz Anton Mesmer anvertraut. Langsam beginnt Resi in dem offenen Haus der Mesmers, zwischen Rokoko und Aufklärung, im Kreise wundersamer Patienten und dem Stubenmädchen Agnes, das erste Mal in ihrem Leben Freiheit zu spüren. Als Resi in Folge der Behandlung erste Bilder wahrzunehmen beginnt, bemerkt sie mit Schrecken, dass ihre musikalische Virtuosität verloren geht...

Mit ihrem Spielfilm LICHT erzählt die österreichische Regisseurin Barbara Albert (DIE LEBENDEN, FALLEN, BÖSE ZELLEN) eine Parabel über die Macht der Musik zur Zeit Mozarts in Wien und den Beginn des Zeitalters der Aufklärung. Aufwendig inszeniert und mit großem Einfühlungsvermögen beschreibt das Historiendrama die Suche nach der eigenen Identität zwischen Lichtblicken und Schattenseiten, zwischen Schein und Sein, zwischen Sehen und Gesehen werden.
Die schicksalhafte Geschichte basiert auf dem Bestseller „Am Anfang war die Nacht Musik“ von Alissa Walser.
Altersempfehlung: ab 14 Jahre, ab 9. Klasse
Unterrichtsfächer: Musik, Geschichte, Ethik, Sozialkunde, Deutsch, Philosophie
Themen: Behinderte/Behinderung, Hochbegabung, Musik, Identität, Freiheit, Gender/Geschlechter(rollen)
Unterrichtsmaterial zum Film: Licht_Unterrichtsmaterial.pdf
Medienpädagogischer Filmtipp: Filmtipp_Licht.pdf



Do 26. April – Mi 2. Mai, 20:30 Uhr: »Die grüne Lüge«
Dokumentarfilm von Werner Boote, A 2017, 97 Min, OmU
Mit: Kathrin Hartmann, Noam Chomsky, Raj Patel, Sônia Guajajara u.v.a.
Drehorte: Wien, Sumatra, Bali, Texas, Austin, Louisiana, Boston, Essen, Mato Grosso da Sul

Kann man mit dem Konsum von als "fair" und "nachhaltig" deklarierten Produkten die Welt retten? Oder sind das vor allem grüngewaschene Marketingideen profitorientierter Konzerne, die so den Absatz ankurbeln wollen?

Umweltschonende Elektroautos, nachhaltig produzierte Lebensmittel, faire Produktion. Wenn wir den Konzernen Glauben schenken, können wir mit Kaufentscheidungen die Welt retten. Aber das ist eine populäre und gefährliche Lüge. Gemeinsam mit der Greenwashing-Expertin Kathrin Hartmann zeigt Werner Boote („Plastic Planet“, „Alles unter Kontrolle“) in seinem neuen Dokumentarfilm, wie wir uns dagegen wehren können.

Vom österreichischen Supermarkt reisen Werner Boote und Kathrin Hartmann nach Indonesien, Brasilien, in die USA und nach Deutschland. Sie besuchen dort Orte, die von der Zerstörungsgewalt hinter dem Greenwashing zeugen. Sie sprechen mit Menschen, die sich gegen die Lügen und ihre Folgen wehren und solche, die behaupten, nie gelogen zu haben.
Altersempfehlung: ab 13 Jahre, ab 8. Klasse
Unterrichtsfächer:Politik, Biologie, Erdkunde, Sozialkunde, Wirtschaft, Ethik
Themen: Ernährung, Energie, Wirtschaft, Ökologie, nachhaltige Entwicklung, Konsum
Unterrichtsmaterial zum Film: Die_grüne_Lüge_Unterrichtsmaterial.pdf
Medienpädagogischer Filmtipp: Filmtipp_Die_grüne_Lüge.pdf




Vorschau: 16. Mai: »I am not your Negro«
Dokumentarfilm von Raoul Peck, USA/F/B 2017, 93 Min, englOmU

Raoul Peck inszeniert ein unveröffentlichtes Manuskript des bedeutenden US-Autoren James Baldwin mit persönlichen Erinnerungen an seine drei ermordeten Freunde Malcolm X, Medgar Evers und Martin Luther King in einer fulminanten Collage von Archivfotos, Filmausschnitten und Nachrichten-Clips. Ein prägnanter und verstörender Essay über die bis heute weitgehend ausgeblendete Wirklichkeit schwarzer Amerikaner.

Nach dem Film wird (in englischer Sprache) über die Frage, ob Martin Luther King's Traum in Erfüllung ging und die Geschichte der Schwarzen in den USA diskutiert. Zu Gast sind: aus den USA Thomas J. Hrach (University of Memphis) und Prof. Dr. Alex Schaefer (American Studies, JGU Mainz). In Kooperation mit Journalistisches Seminar und Obama Institute for Transnational American Studies (JGU Mainz) sowie dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte.


Vorschau: 24. - 29. Mai, 20:30 Uhr: »Zeit für Utopien«
Dokumentarfilm von Langbein, A 2018

Zeit für Utopien zeigt am Beispiele von vier Menschen und Initiativen Möglichkeiten von Solidarität und Kooperation: Petra Wähning startete im Innkreis (A) ein Projekt der ›Solidarischen Landwirtschaft‹. Laura Gerritsen von Fairphone versucht faire Produktionsbedingungen für die Metalle in Smartphones zu etablieren. Im Züricher Wohnprojekt Kalkbreite wird vorgelebt, wie man energiesparend und umweltfreundlich leben kann. In Südfrankreich verwalten die MitarbeiterInnen einen Betrieb als Genossenschaft Scop-Ti selbst.

Unterrichtsmaterial in Vorbereitung!
Offizielle Filmseite: http://www.zeit-fuer-utopien.com/





Sondervorstellungen für Schulklassen


Wenn Sie mit Ihren Schülern einen Film sehen möchten, der bei uns im Programm ist, aber nicht in die Abendvorstellung kommen können, bieten wir Ihnen gerne tagsüber Sondervorstellungen an!
Voraussetzung ist lediglich eine Mindestteilnehmerzahl, die vom Eintrittspreis abhängt (Beispiel: beim normalen reduzierten Eintrittspreis von 4,00 Euro genügen 30 Teilnehmer).


Sonderarrangements für Schulklassen und Gruppen


Wenn Sie mit Ihren Schülern einen bestimmten Film oder einen Film zu einem bestimmten Thema sehen möchten, werden wir gerne versuchen dies möglich zu machen. Sprechen Sie uns einfach an!
Wir beraten und unterstützen Sie selbstverständlich auch gern bei der Auswahl und Beschaffung geeigneter Filme und anderer Medien für Ihre Zwecke und nach Ihren Wünschen.

Interessenten wenden sich bitte an: Reinhard W. Wolf
AG Stadtkino e.V.
Postfach 42 27
55032 Mainz
Fax: (06131) 236606



Link-Tipps rund um den Einsatz von Filmen und Medien im Unterricht

Medienkompetenz macht Schule: http://medienkompetenz.rlp.de/ (Informationsangebot des Landes Rheinland-Pfalz).
Netzwerk für Film und Medienkompetenz "Vision Kino": http://www.visionkino.de (bundesweite Initiative des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek und der "Kino macht Schule" GbR)
Informationen über Copyright und Medieneinsatz im Unterricht: http://www.respectcopyrights.de (Internetseite der Aktion "Zukunft Kino")
Informationen über Unterricht mit digitalen Medien: http://www.lehrer-online.de/ (Internet-Angebot der Firma lo-net GmbH)