Filmkompetenz – Medienkompetenz

1. Empfehlungen/Material zum aktuellen Programm
2. Ankündigung Cinéfête
3. Sonderveranstaltungen für Schulklassen unten
4. Sonderveranstaltungen für alle Gruppen weiter unten
5. Link-Tipps für LehrerInnen weiter unten

Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Lehrer, die eine Behandlung des Unterrichtstoffs durch Anschauung ergänzen möchten. Natürlich zeigen wir auch Literaturverfilmungen und interessante Filme, die jenseits der behandelten Inhalte medienpädagogisch und künstlerisch für den Unterricht geeignet sind.



24. - 29. Mai, 20:30 Uhr: »Zeit für Utopien«
Dokumentarfilm von Langbein, A 2018

Zeit für Utopien zeigt am Beispiele von vier Menschen und Initiativen Möglichkeiten von Solidarität und Kooperation: Petra Wähning startete im Innkreis (A) ein Projekt der ›Solidarischen Landwirtschaft‹. Laura Gerritsen von Fairphone versucht faire Produktionsbedingungen für die Metalle in Smartphones zu etablieren. Im Züricher Wohnprojekt Kalkbreite wird vorgelebt, wie man energiesparend und umweltfreundlich leben kann. In Südfrankreich verwalten die MitarbeiterInnen einen Betrieb als Genossenschaft Scop-Ti selbst.
Unterrichtsmaterial (Österreich): http://kinomachtschule.at/filme/zeitfuerutopien.html
Offizielle Filmseite: http://www.zeit-fuer-utopien.com/


30. Mai, 20:30 Uhr: »Anne Wiazemsky, Jean-Luc Godard und der Pariser Mai `68«
Vortrag mit Lesung und Filmausschnitten von Jan Rhein
In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung RLP

Für die junge Schauspielerin Anne Wiazemsky ist alles neu: hre plötzliche Berühmtheit und die Ehe mit Jean-Luc Godard, die Welt ihres Mannes und die Themen, die Studenten, Arbeiter und Intellektuelle auf die Barrikaden treiben. Mit ihrem letzten, autobiographischen Roman hat Anne Wiazemsky ein authentisches Zeugnis der 68er-Aufstände in Frankreich und eine berührende Liebesgeschichte geschrieben.

Anne Wiazemsky wurde 1947 in Berlin geboren und lebte als Schriftstellerin in Paris. Für ihr literarisches Werk wurde die Enkelin des Literaturnobelpreisträgers François Mauriac mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Als Schauspielerin hat sie unter anderem in Filmen von Robert Bresson, Jean-Luc Godard, Pier Paolo Pasolini und Philippe Garrel mitgewirkt. Anne Wiazemsky starb am 5. Oktober 2017 in Paris.

Jan Rhein, wissenschaftlicher Mitarbeiter für französische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Europa-Universität Flensburg, hat den letzten Roman von Anne Wiazemsky aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt. Anhand von Auszügen und Filmbeispielen wird er das Buch und seine Autorin vorstellen


Vorschau: Do, 7. – Di, 12. Juni: »Ein Leben (Une vie)«
Spielfilm von Stéphane Brizé, F/B 2016, OmU

In einer eigenwilligen Adaption des berühmten Romans von Guy de Maupassants UNE VIE erzählt Stéphane Brizé (MADEMOISELLE CHAMBON) mit großer Intensität die zeitlose Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach Liebe.

Normandie 1819. Die junge Landadelige Jeanne kehrt nach ihrer Ausbildung in einem Convent auf das Landgut ihrer Eltern an der Küste der Normandie zurück.
Die wohlbehütete Jeanne träumt von der Liebe, die sie nur aus Büchern kennt. Voller romantischer Ideen willigt sie ein, den verarmten Viscount Julien de Lamare zu heiraten. Nach der Trauung überlassen die Eltern Jeannes Ehemann das Landgut der Familie und Jeanne muss erkennen wie naiv sie die Welt bisher gesehen hat. Denn schon bald betrügt Julien sie.
Wie die Jahreszeiten wechseln die Lebensphasen: Im Sommer ein leichtes Leben dank vieler Besucher, im Winter eine Einsamkeit, in der man auch die eigene Persönlichkeit gegen die Stürme verteidigen muss.
Filmseite des frz. Verleihs: http://diaphana.fr/film/une-vie/


Vorschau: Do 14. Juni: »Agrokalypse – der Tag, an dem das Gensoja kam«
Dokumentarfilm von Marco Keller, D 2015, 60 Min, OmU
In Kooperation mit der Amnesty Hochschulgruppe Mainz und dem Referat Ökologie JGU
Anschließend Diskussion mit Marco Keller

Der Dokumentarfilm „AGROkalypse – der Tag, an dem das Gensoja kam“ geht diesen Fragen nach und verfolgt den Weg der brasilianischen Sojabohne bis zu ihrem Ende als Tierfutter. In sehr persönlichen Porträts wird gezeigt, wie dabei die Ureinwohner Brasiliens von ihrem Land vertrieben werden, damit es immer mehr Anbauflächen gibt. Gleichzeitig begleitet die Kamera den Tofu Hersteller Wolfgang Heck, der seit über 25 Jahren für den ökologischen Sojaanbau kämpft und für den es immer schwieriger wird in Brasilien nachhaltig mit Kleinbauern zusammenzuarbeiten.
Offizielle Filmseite mit Pressematerial und Hintergrundinfo: http://agrokalypse.de/


Vorschau: Fr 15. Juni: »FRANTZ«
Spielfilm von François Ozon, D/F 2016, 113 Min, DF
In Kooperation mit Mainzer Psychoanalytisches Institut
Referent: Dipl.-Psych. Reinhard Ruthmann

Der Film erzählt die Geschichte der jungen Anna, die 1919 nach dem 1. Weltkrieg täglich das Grab ihres Verlobten Frantz aufsucht, der in Frankreich gefallen ist. Eines Tages begegnet sie dort dem jungen Franzosen Adrien, der sich als Freund von Frantz ausgibt, mit dem ihn die Liebe zur Musik und zur Kunst verbunden habe. So findet er auch Aufnahme im Haus der Eltern von Frantz, die ihn bitten, mit seinen Berichten über Frantz keine Scheu zu haben, "uns glücklich zu machen".

So beginnt eine trügerisch changierende Erzählung, über die Ozon in einem Interview sagte: „Ich wollte davon erzählen, wie Lügen und Geheimnisse in dramatischen Zeiten wie des Krieges und der Krise eines Menschen beim Überleben helfen können.“

Reinhard Ruthmann wird kurz in den Film einführen und danach der Frage nachgehen, wie die Verarbeitung von Trauma und Verlust verknüpft ist mit Themen der Schuld und Wiedergutmachung, vor allem aber auch von Gelingen und Misslingen von Trauerprozessen.





Sondervorstellungen für Schulklassen


Wenn Sie mit Ihren Schülern einen Film sehen möchten, der bei uns im Programm ist, aber nicht in die Abendvorstellung kommen können, bieten wir Ihnen gerne tagsüber Sondervorstellungen an!
Voraussetzung ist lediglich eine Mindestteilnehmerzahl, die vom Eintrittspreis abhängt (Beispiel: beim normalen reduzierten Eintrittspreis von 4,00 Euro genügen 30 Teilnehmer).


Sonderarrangements für Schulklassen und Gruppen


Wenn Sie mit Ihren Schülern einen bestimmten Film oder einen Film zu einem bestimmten Thema sehen möchten, werden wir gerne versuchen dies möglich zu machen. Sprechen Sie uns einfach an!
Wir beraten und unterstützen Sie selbstverständlich auch gern bei der Auswahl und Beschaffung geeigneter Filme und anderer Medien für Ihre Zwecke und nach Ihren Wünschen.

Interessenten wenden sich bitte an: Reinhard W. Wolf
AG Stadtkino e.V.
Postfach 42 27
55032 Mainz
Fax: (06131) 236606



Link-Tipps rund um den Einsatz von Filmen und Medien im Unterricht

Medienkompetenz macht Schule: http://medienkompetenz.rlp.de/ (Informationsangebot des Landes Rheinland-Pfalz).
Netzwerk für Film und Medienkompetenz "Vision Kino": http://www.visionkino.de (bundesweite Initiative des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek und der "Kino macht Schule" GbR)
Informationen über Copyright und Medieneinsatz im Unterricht: http://www.respectcopyrights.de (Internetseite der Aktion "Zukunft Kino")
Informationen über Unterricht mit digitalen Medien: http://www.lehrer-online.de/ (Internet-Angebot der Firma lo-net GmbH)