Liebe BesucherInnen!

wie in den Jahren zuvor bieten wir auch dieses Jahr wieder, gemeinsam mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Mainz, die kuratierte Reihe "Filme aus Israel – Israel im Film" an. Eröffnet wird mit der Komödie Nicht ganz koscher!

Auch im November bieten wir also wieder ein Kommunales-Kino-Programm par excellence an – ohne ein richtiges, eigenes Kommunales Kino zu haben – das wird sich hoffentlich bald ändern, denn die Stadt Mainz kann es sich jetzt leisten;-)

Ihr CinéMayence-Team

Damit Sie sich bei uns wohl und sicher fühlen, halten wir weiterhin Abstände zwischen den Sitzen ein. Für einzelne Veranstaltungen, wie insbesondere Vorstellungen von FILMZ, werden die Abstände verringert
Siehe auch unser Hygienekonzept.

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Filmbild Do, 24. – Fr, 25. November 20:00 Uhr
Filme aus Israel / Israel im Film
NICHT GANZ KOSCHER - Eine göttliche Komödie (No Name Restaurant)
Spielfilm von Stefan Sarazin und Peter Keller, D 2022, 121 Min., OF D: Luzer Twersky, Haitham Omari, Makram Khoury, Yussuf Abu-Warda

In die Wüste geschickt hat sich Ben (Luzer Twersky) glatt selbst. Um den Verkuppelungsversuchen seiner Familie zu entgehen, bietet sich der ultraorthodoxe Jude aus Brooklyn kurzerhand an, nach Alexandria zu fliegen, um die eins größte jüdische Gemeinde der Welt zu retten. Die braucht nämlich dringend den zehnten Mann, um das anstehende Pessachfest zu feiern. Zu dumm nur, dass Ben seinen Flug verpasst und sich allzu leichtsinnig für den Landweg entscheidet. Als er mitten in der Wüste Sinai aus dem Bus fliegt, ist Adel (Haitham Omari), ein mürrischer Beduine auf der Suche nach seinem entlaufenen Kamel, seine letzte Hoffnung. Vorwärts geht es für beide Männer nur gemeinsam, aber wie vereint man 613 jüdische Glaubensregeln mit den archaischen Gesetzen der Wüste? Als auch noch das Auto den Geist aufgibt, geht es bald nicht mehr nur ums gemeinsame Essen, sondern ums nackte Überleben...
Auszeichnungen: Bayerischer Filmpreis (Produzentenpreis), LOLA Deutscher Drehbuchpreis

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Filmbild Sa, 26. November 20:00 Uhr
Filme aus Israel / Israel im Film
Kinder der Hoffnung
Dokumentarfilm von Yael Reuveny, D/IL 2021, 84 Min., OmU
Inhalt
In Israel geboren und aufgewachsen zu sein ist ein wahr gewordener Traum, den Generationen von Juden vor uns geträumt haben. Aber was bedeutet das genau?

Wenn ich an das Jahr 1988 denke, erinnere ich mich, wie stolz wir alle waren. In diesem Jahr wurde Israel vierzig Jahre alt und wir wurden acht. 32 jüdische Kinder, alle in Israel geboren. Generationen von Zionisten:innen hatten darauf gehofft und dafür gebetet. Für uns sollte es Wirklichkeit werden. Bei der Einschulung sangen wir von unserer Liebe zu einem Land, welches so jung und hoffnungsvoll war wie wir. Meine Klassenkamerad:innen und ich versprachen, in Israel zu bleiben und das Land immer weiter aufzubauen – egal was passieren möge.
Doch ich war diejenige, die es bald verlassen sollte. Jahre nach meinem Umzug nach Deutschland kehre ich nach Israel zurück, um die Menschen wiederzutreffen, die mit mir zur Schule gegangen sind. Ich will unsere gemeinsame Geschichte verstehen und sie fragen: Wer sind wir geworden? Haben wir das Versprechen, das wir unserem Land gegeben haben, erfüllt? Jetzt sind wir selbst bald alle 40. Mitten im Leben, mitten in Israel. Wir wurden in einem Jahrzehnt erwachsen, das mit den optimistischen Friedensverhandlungen begann und mit der Intifada schmerzhaft endete. Wir sind die erste israelische Generation, die die Hoffnung kannte, und vielleicht die erste, die sie verlor.

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Filmbild Mo, 28. November 20:00 Uhr
Filme aus Israel / Israel im Film
Die jungen KADYAS
Dokumentarfilm von Yvonne Andrä, Wolfgang Andrä, Eyal Davidovitch, D 2019, 107 Min. D: „schola cantorum weimar“ (Deutschland), „Voices of Peace“ (Israel)
25 Mädchen aus Jaffa und Weimar machen sich auf die Reise, Lieder zu lernen und zu singen, die die Dichterin Kadya Molodowsky als Gedichte schrieb und zu denen Alan Bern Melodien komponierte. Im KADYA-Chorprojekt begegnen jüdische und arabische Mädchen aus Israels einzigem gemischten Chor „Voices of Peace“ deutschen Mädchen des „schola cantorum Weimar“.

Doch vor den Mädchen liegt nicht nur die Aufgabe das Repertoire zu lernen, sondern sie müssen aus zwei Chören zu einem zusammenwachsen. Und das ist nicht einfach, denn so vieles trennt sie: Sie sind arabisch, jüdisch, deutsch; sie sind muslimisch, katholisch, evangelisch, atheistisch; sie sprechen arabisch, hebräisch, englisch, deutsch, französisch, russisch. Doch nicht alle können sich verständigen. Und dann sind sie auch noch zwischen 9 und 21 Jahren alt. Eines aber eint sie alle: Sie lieben das Singen. Aber kann das reichen?

Die Erwachsenen erwarten Disziplin. Und mit aller Macht drängen Religion, Politik und Geschichte ihrer Heimatländer in das Sommerleben. Doch die Mädchen haben ihren eigenen Willen. Und so gelingt den jungen KADYAS ein Wunder: Mit ihren Stimmen, ihren Träumen und ihrer unbändigen Kraft kämpfen sie gegen alle Widerstände und schenken zugleich Hoffnung auf eine neue, eine friedliche und bessere Welt, in der die Kunst vereint, was Politik entzweit.

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Filmbild Di, 29. – Mi, 30. November 20:00 Uhr
Filme aus Israel / Israel im Film
Plan A – Was würdest du tun?
Spielfilm von Doron Paz & Yoav Paz, IL/D 2020, 109 Min., dt. OF
Max (August Diehl) hat die Grauen des Konzentrationslagers überlebt, jedoch seine gesamte Familie und den Glauben an eine Zukunft verloren. Er ist voller Wut und hat nichts mehr, wofür es sich zu leben lohnt, außer Rache. Richtungslos in einer Nachkriegswelt schließt er sich der Jüdischen Brigade an: Israelische Soldaten unter britischem Kommando, die im Geheimen Kriegsverbrecher und wichtige Köpfe des Nazi-Regimes jagen und hinrichten. Als die Brigade abberufen wird, folgt Max Anna (Sylvia Hoeks) und einer Gruppe ehemaliger Partisanen nach Nürnberg, wo sie bald erkennen, dass sie in den anstehenden Nürnberger Prozessen keine Erlösung finden werden. Mit Abba Kovner (Ishai Golan) als charismatischem Anführer, planen sie die größte Racheaktion der Geschichte.

Sie schleusen sich als Arbeiter in den Wiederaufbau der Wasserwerke ein, mit nur einem Ziel: das Trinkwasser in Nürnberg, Köln, München, Berlin und Hamburg zu vergiften und somit sechs Millionen Deutsche zu töten – einen für jeden von den Deutschen ermordeten Juden. Max findet in den Racheplänen der Gruppe Halt und einen Grund zu leben, bis er durch Anna zu zweifeln beginnt, ob dies der richtige Weg ist ...

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Filmbild Do 1. – Di 6. Dezember (außer Sonntag) 20:00 Uhr
Tanzfilm / Neues deutsches Kino
Dancing Pina
Dokumentarfilm von Florian Heinzen-Ziob, D 2022, 111 Min., OmU
Choreographie: Pina Bausch; Musik: Igor Stravinsky, Christoph Willibald Gluck
Pina Bausch revolutionierte mit ihren Choreographien den modernen Tanz. Doch was bleibt von ihrem Werk?
Zwei spektakuläre Tanzprojekte der Pina Bausch Foundation zeigen, wie eine junge Generation TänzerInnen aus aller Welt Pinas Choreographien neu entdeckt: Die Ballettkompanie der Semperoper in Dresden probt Pinas Tanz-Oper »Iphigenie auf Tauris«. Und an der École des Sables im Senegal proben TänzerInnen aus ganz Afrika Pinas Ballett »Le Sacre du Printemps«.

Doch Pina Bausch lässt sich, trotz Anleitung ehemaliger Mitglieder ihrer Company, nicht einfach kopieren. Die TänzerInnen müssen ihre Choreographien mit ihren eigenen Körpern und ihren Geschichten neu erleben. Eine faszinierende Metamorphose: Während die TänzerInnen vom Streetdance, klassischen Ballett sowie traditionellen und zeitgenössischen afrikanischen Tänzen Pinas Werk verändern, verändern Pinas Choreographien die TänzerInnen.

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Filmbild Mi 7. Dezember 20:00 Uhr
(geplant) Kino und Anthropozän / Indien

(demnächst mehr Info!)




Filmbild Do 8. Dezember 20:00 Uhr
Musik / Jazz-Szene Mainz
Akut-Festival - # Last Show
Dokumentation von UpArt e.V., D 2022
Anschließend Gespräch mit Mitgliedern des Vereins
Der Verein UpArt e.V. war von 1987 bis 2021 Veranstalter des Akut-Festivals. Das Festival Akut bewegte sich immer im experimentellen und sperrigen Teil des Jazz. Die lose Reihe endete mit der 23. Folge im Herbst 2021.

Mit Hilfe der Stadt Mainz wurde dieses letzte Jazzfest dokumentiert und ist nun zum Abschied als filmische Zusammenfassung noch einmal zu sehen. Dazu gehören ca. 15 minütige Konzertausschnitte mit Philipp Groppers „Philm“, Elegiac, Dikeman / Edwards / Lillinger, Mount Meander und Camille Emaille.

Filmseite des Akut-Festival: https://akut-festival.de/



Filmbild Fr, 9. Dezember 20:00 Uhr
Psychoanalytiker stellen Filme vor
Nomadland
Spielfilm von Chloé Zhao, USA 2020, 108 Min., DF
Referentin: Dr. Christel Hack
Eintritt: 7 € (ermäßigt 5 €)
»Seit sie im Zuge des wirtschaftlichen Niedergangs ihrer Heimatstadt und nach dem Tod ihres Mannes ihre Existenzgrundlage und ihr Zuhause verloren hat, fährt die Protagonistin, eine Frau mittleren Alters (Francis McDormand) mit ihrem Van durch die USA, eine Nomadin der Straße. Sie ist eine Außenseiterin. Sie schließt sich einer Gemeinde 'moderner Nomaden' an, die durch Gelegenheitsarbeiten ihren Lebensunterhalt verdienen und sich als kurzzeitige Gemeinschaften auf ihren Treffen begegnen, bevor sich ihre Wege bald wieder trennen.

Der Film, entstanden nach jahrelangen Recherchen und mit hauptsächlich laiendarstellerischer Besetzung, berührt vor allem durch die Authentizität der Menschen und deren Schicksalen am Rande der amerikanischen Wohlstandsgesellschaft, in der Außenseiter, die am Reichtum keinen Anteil haben, eine höchst unerwünschte Störung darstellen.« (Dr. Christel Hack)




Filmbild Mo 12. – Mi 14. Dezember 20:00 Uhr
Tanzfilm / Tabu im Iran
1001 Nights Apart
Dokumentarfilm von Sarvnaz Alambeigi, D/SLO/NL/USA 2021, 82 Min., OmU
Im Iran ist Tanzen mit Tabus belegt – insbesondere Frauen, die öffentlich tanzen, können verhaftet werden und es ist sogar verboten, das Wort 'Tanz' zu benutzen. In einem versteckten Studio in Teheran versucht sich eine Gruppe von jungen Leuten dennoch das Tanzen selbst beizubringen. Ihnen ist wenig von der reichhaltigen Geschichte des iranischen Tanzes vor der Revolution von 1979 bekannt. Die damals international anerkannten TänzerInnen waren ins Exil gezwungen worden, bevor die ambitionierten jungen Leute geboren waren.

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Filmbild Do 15. – Sa 17. Dezember 20:00 Uhr
Tanzfilm / USA
Cunningham
Dokumentarfilm von Alla Kovgan, D / F / USA 2019, 89 Min., OmU
Der Dokumentar film CUNNINGHAM er weckt die legendären Choreografien von Merce Cunningham – getanzt von den letzten Mitgliedern seiner berühmten Company – noch einmal zum Leben. In poetischen Bildern begleitet der Film, Cunninghams künstlerischen Werdegang in der Zeit von 1944 bis 1972, der geprägt war von Risikofreude und innovativer Kraft. Von den frühen Jahren in New York, in denen sich Cunningham als Tänzer durchzusetzen versuchte, bis zu seinem Durchbruch als einer der visionärsten Choreografen der Welt. Sein Lebenswerk und seine Ideen beeinflussen noch heute Künstler und Choreografen auf der ganzen Welt.

Der Film präsentiert eine internationale Starbesetzung von 12 Cunningham-Tänzerinnen und -Tänzern aus der letzten Generation, die vom Meister noch selbst ausgebildet wurde, darunter Ashley Chen, Dylan Crossman, Brandon Collwes, Julie Cunningham, Cori Kresge, Daniel Madoff, Rashaun Mitchell, Silas Riener, Jamie Scott, Melissa Toogood, Lindsey Jones, Marcie Munnerlyn, Glen Rumsey.

Das Archivmaterial (Fotografien, 16mm-Aufnahmen und Amateurfilme der Aufführungen, Proben, Tourneen und Zusammenkünfte) vermittelt den Geist der damaligen Zeit, während Merces Diagramme und Zeichnungen einen Einblick in den künstlerischen Prozess gewähren.

Die Filmmusik besteht aus einer vielschichtigen Klangwelt, aus gesprochenen Texten, neu komponierter Musik und Geräuschen von Hauschka und bereits bestehender Musik von Musiklegenden wie John Cage, Earle Brown, Morton Feldman und Christian Wolff. Die Stimmen von Merce und seinen Zeitgenossen führen die Zuschauer durch die Geschichte. Auf Interviews aus der heutigen Zeit wird komplett verzichtet.

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+++ anschließend Spielzeitpause bis Ende Januar +++
Vorschau
27. Januar 20:00 Uhr
Psychoanalytiker stellen Filme vor
Systemsprenger
Spielfilm von Nora Fingscheidt, D 2019




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Filmbild
Juli 2022 || Filmwissen: umfangreiche Beiträge zum Experimental- und Avantgardefilm auf cinemayence.online veröffentlicht

Nach fast einem Jahr Arbeit hat das CinéMayence eine umfangreiche Beitragssammlung online gestellt, in der systematisch wichtige Strömungen und ästhetische Strategien des Avantgarde- und Experimentalfilms bis zur zeitgenössischen Video- und Medienkunst dargestellt werden. Im Mittelpunkt stehen Filme, die auf einer Metaebene selbstreflexiv sind, also auch Aussagen über ihr Medium treffen. Insofern das Medium reflektiert und analysiert wird, sind Experimental- und Avantgarde-Filme hervorragend geeignet Filmwissen und Medienkompetenz zu vermitteln.

Filmbild Das Thema wird – einem eigenen Curriculum folgend – in drei übergeordneten Blöcken mit neun Kapiteln in Text, Bild und Video behandelt. Beispielhaft werden herausragende Filme und Medienarbeiten von filmgeschichtlich bedeutenden Pionieren bis zu renommierten zeitgenössischen KünstlerInnen auf mehr als 30 Internetseiten analysiert und interpretiert.

Filmbild Unter anderem geht es um Experimentalfilm als Metafilm (Raum und Zeit im Surrealismus, Dada, Strukturellen Film), Found-Footage-Film als Metafilm (Kompilation, Collage, Aneignung) und Medienkunst als Selbstreflexion (von Nam June Paik bis Dara Birnbaum).

Das von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur geförderte Projekt dient der Vermittlung von Filmwissen und Medienkompetenz. Die Verbreitung und Vermittlung von Filmwissen und Medienkompetenz ist eine Kernaufgabe Kommunaler Kinos.

Verfasser der Beiträge ist der Leiter des CinéMayence, Reinhard W. Wolf.