Kino CinéMayence - Programm


Bild aus Bonjour Paris Do 31. – Mi 6. Juni 20:30 Uhr
Film français / Femmes Totales
Bonjour Paris (Jeune Femme – Montparnasse Bienvenüe)
Spielfilm von Léonor Serraille, F 2017, 97 Min, OmU
D: Laetitia Dosch
Eine Katze auf dem Arm und nichts im Portemonnaie kommt Paula nach langer Abwesenheit wieder zurück nach Paris. Ohne einen klappert sie erfolglos alte Kontakte ab. Selbst ihre Mutter will sie nicht sehen und ihr ehemaliger Lover lässt sie abblitzen. Für Paula ist das aber kein Grund aufzugeben! Sie ist voller Energie und weiß: Sie muss einen Neuanfang starten und sie tut es mit Stil und Verve! Erst organisiert sie sich einen Job als Kindermädchen. Als sie zusätzlich einen Job als Verkäuferin für Kosmetika ergattert, scheint es, als hätte sie ihr Leben wieder im Griff.

Léonor Sérraille, französische Regisseurin und Drehbuchautorin, machte ihren Master in Literaturwissenschaften und einen Abschluss an der Filmhochschule La Fémis. Ihr erster Spielfilm BONJOUR PARIS wurde 2017 bei den Filmfestival in Cannes mit der Goldenen Kamera und im selben Jahr ebenso mit dem Preis für den besten französischen Film ausgezeichnet.
Festival de Cannes 2017 - Camera d'Or
Valladolid International Film Festival 2017 - Best Actress for Laetitia Dosch
Stockholm International Film Festival 2017 - Best Film
Bratislava International Film Festival 2017 - Student Jury Award and Best Actress Prize
Zagreb International Film Festival 2017 - Special Mention
Filmseite des dt. Verleihs: http://femmes-totales.de/bonjour-paris
Filmseite der Produktion: https://www.bluemonday.fr/fr/jeune-femme




Bild aus Film Ein Leben Do 7. – Di 12.6. 20:30 Uhr
Film français / Literaturverfilmung
»Ein Leben (Une vie)«
Spielfilm von Stéphane Brizé, F/B 2016, 119 Min, OmU, 1:1,33
D: Judith Chemia, Jean-Pierre Darrousin, Yolande Moreau u.a.
nach dem gleichnamigen Roman von Guy de Maupassant
In einer eigenwilligen Adaption des berühmten Romans von Guy de Maupassants UNE VIE erzählt Stéphane Brizé (MADEMOISELLE CHAMBON) mit großer Intensität die zeitlose Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach Liebe.

Normandie 1819. Die junge Landadelige Jeanne kehrt nach ihrer Ausbildung in einem Convent auf das Landgut ihrer Eltern an der Küste der Normandie zurück.

Die wohlbehütete Jeanne träumt von der Liebe, die sie nur aus Büchern kennt. Voller romantischer Ideen willigt sie ein, den verarmten Viscount Julien de Lamare zu heiraten. Nach der Trauung überlassen die Eltern Jeannes Ehemann das Landgut der Familie und Jeanne muss erkennen wie naiv sie die Welt bisher gesehen hat. Denn schon bald betrügt Julien sie.

Wie die Jahreszeiten wechseln die Lebensphasen: Im Sommer ein leichtes Leben dank vieler Besucher, im Winter eine Einsamkeit, in der man auch die eigene Persönlichkeit gegen die Stürme verteidigen muss.

In vibrierenden Bildern von zarter Schönheit und großer Intensität erzählt die Verfilmung des berühmten Romans von Maupassant die zeitlose Geschichte einer Frau, die unfähig scheint, sich mit einer Welt der Lüge und des Betrugs zu arrangieren. Die Beharrlichkeit, mit der sie sich wider aller Vernunft ihre Vorstellung von der Welt zu bewahren versucht, macht Jeanne zu einer ebenso faszinierenden wie verstörenden Heldin.

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Bild aus Film Family Business Mi 13.6. 19:00 Uhr
Dokumentarfilm / Ökonomie der Pflege / Film und Diskussion
»Family Business«
Dokumentarfilm von Christiane Büchner, D 2015, 89 Min, teilweise polnOmU
In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz und dem Frauenzentrum Mainz Anschl. Diskussion mit Christiane Büchner
Eintritt frei
FAMILY BUSINESS begleitet zwei Familien – eine aus Deutschland und eine aus Polen – bei denen sich einschneidende Veränderungen ankündigen. In Deutschland können zwei Töchter ihre Mutter nicht länger pflegen. In Polen verlässt eine Mutter ihre Familie, um für die fremde Frau zu sorgen.

Die 88-jährige Anne regiert ihr Leben in Bochum vom Sofa aus. Vor kurzem ist ihr Mann gestorben. Er hatte im Alltag gekonnt überspielt, was nun für die Töchter erschreckend deutlich wird: Anne wird dement. Sie kann nicht mehr alleine leben.

Jowitas Familie wohnt im polnischen Lubin seit Jahren in der Baustelle ihres Hauses. Die Küche fehlt, die Schlafzimmer sind noch im Rohbau. Die 13-jährige Tochter wartet sehnsüchtig auf ein eigenes Zimmer. Es fehlt an Geld. Jowita braucht dringend Arbeit.

Indem Jowita als Betreuerin bei Anne einzieht, übernimmt sie die Aufgabe, die Annes berufstätige Töchter nicht leisten können: Rund um die Uhr für die Mutter da zu sein. Aber die alte Dame verliert zunehmend den Bezug zur Realität. Sie kann Jowita in ihrem Leben nicht einordnen. Die beiden Frauen verstehen sich nicht gut. Sie mögen sich auch nicht besonders. Die Tage werden zäh und lang für Jowita, die sich nun weit weg von der eigenen Familie in den Routinen einer alten Frau wiederfindet.

FAMILY BUSINESS portraitiert die beiden Familien, die sich rund um das Wohl von Anne organisieren. Sie tauschen Zeit gegen Lohn und machen so Familie zu einem Arbeitsplatz. Ohne simple Zuschreibungen folgt der Film dieser Spur der Ökonomie tief in den Alltag dieser Familien hinein. Wo gibt es Gewinn? Worin besteht der Verlust? Eine Bilanz, die immer mehr von uns früher oder später werden ziehen müssen.




Bild aus Film Agrokalypse Do 14.6. 20:30 Uhr
Dokumentarfilm / Film und Diskussion / Gensoja
»Agrokalypse – der Tag, an dem das Gensoja kam«
Dokumentarfilm von Marco Keller, D 2015, 60 Min, OmU
In Kooperation mit der Amnesty Hochschulgruppe Mainz und dem Referat Ökologie JGU
Anschließend Diskussion mit Marco Keller
AGROKALPYSE erzählt die Geschichte der brasilianischen Ureinwohner vor dem Hintergrund des weltweit steigenden Fleischkonsums und zeigt, wie wir durch Lebensmittel die Welt verändern.

Die Urwaldlandschaft Brasiliens ist Schauplatz einer vom Mensch gemachten Tragödie. Dieses einzigartige, für uns alle lebenswichtige Ökosystem, wird Tag für Tag durch Sojafarmer zerstört. Vor allem kapitalkräftige, ausländische Großkonzerne sind verantwortlich für den täglichen Raubbau am Urwald und die Vertreibung der dort lebenden Menschen und Tiere.

Bis zu 12 kg Soja oder Getreide muss man verfüttern, um daraus 1 kg Fleisch zu gewinnen. Und um den weltweit steigenden Fleischkonsum zu decken, wird dementsprechend immer mehr Futtermittel, meist Gensoja, angebaut. Aber was für Konsequenzen hat dieser rasant wachsende Agrarsektor und der enorme Fleischkonsum der westlichen Welt?

Der Dokumentarfilm „AGROkalypse – der Tag, an dem das Gensoja kam“ geht diesen Fragen nach und verfolgt den Weg der brasilianischen Sojabohne bis zu ihrem Ende als Tierfutter. In sehr persönlichen Porträts wird gezeigt, wie dabei die Ureinwohner Brasiliens von ihrem Land vertrieben werden, damit es immer mehr Anbauflächen gibt. Gleichzeitig begleitet die Kamera den Tofu Hersteller Wolfgang Heck, der seit über 25 Jahren für den ökologischen Sojaanbau kämpft und für den es immer schwieriger wird in Brasilien nachhaltig mit Kleinbauern zusammenzuarbeiten.

„AGROKALYPSE – der Tag an dem das Gensoja kam“ zeichnet ein vielschichtiges und präzises Bild über den rasant wachsenden Sojaanbau und über die Auswirkungen die unser Konsumverhalten auf Natur und Umwelt haben. Gleichzeitig zeigt der Film, wie es auch anders gehen könnte und bietet aufschlussreiche Lösungsansätze.
Offizielle Filmseite mit Hintergrundinfo: http://agrokalypse.de/




Bild aus FRANTZ Fr 15.6. 20:30 Uhr
Psychoanalytiker stellen Filme vor
»Frantz«
Spielfilm von François Ozon, D/F 2016, 113 Min, DF, Scope
D: Pierre Niney, Paula Beer u.a.
In Kooperation mit Mainzer Psychoanalytisches Institut
Referent: Dipl.-Psych. Reinhard Ruthmann
Der Film erzählt die Geschichte der jungen Anna, die 1919 nach dem 1. Weltkrieg täglich das Grab ihres Verlobten Frantz aufsucht, der in Frankreich gefallen ist. Eines Tages begegnet sie dort dem jungen Franzosen Adrien, der sich als Freund von Frantz ausgibt, mit dem ihn die Liebe zur Musik und zur Kunst verbunden habe. So findet er auch Aufnahme im Haus der Eltern von Frantz, die ihn bitten, mit seinen Berichten über Frantz keine Scheu zu haben, "uns glücklich zu machen".

So beginnt eine trügerisch changierende Erzählung, über die Ozon in einem Interview sagte: „Ich wollte davon erzählen, wie Lügen und Geheimnisse in dramatischen Zeiten wie des Krieges und der Krise eines Menschen beim Überleben helfen können.“

Reinhard Ruthmann wird kurz in den Film einführen und danach der Frage nachgehen, wie die Verarbeitung von Trauma und Verlust verknüpft ist mit Themen der Schuld und Wiedergutmachung, vor allem aber auch von Gelingen und Misslingen von Trauerprozessen.




Bild aus Zwei im falschen Film Sa 16. – Mi 20.6. 20:30 Uhr
Neuer deutscher Film / Komödie
»Zwei im falschen Film«
Spielfilm von Laura Lackmann, D 2017, 107 Min.
D: Laura Tonke, Marc Hosemann u.a.
Hans nennt seine Freundin Heinz. Sie sind ein ganz normales Paar, dessen Liebe in die Jahre gekommen ist. Hans arbeitet im Copyshop und Heinz, eigentlich Schauspielerin, ist die Synchronstimme einer Ampel in einem Zeichentrickfilm. Die Abende verbringen sie in trauter Zweisamkeit Chips essend und Video spielend in Jogginghose auf dem Sofa.

Ihrer Beziehung ist das gewisse Etwas abhandengekommen. Das fällt ihnen allerdings erst auf, als sie an ihrem Jahrestag ins Kino gehen und einen Liebesfilm anschauen. Nur die romantische Stimmung von der Leinwand will nicht so recht auf die beiden überspringen.

Pragmatisch, wie die Beiden sind, erstellen sie eine Liste mit all den 'Sachen' die zu einer filmreifen Liebe gehören: Romantik, Sehnsucht, Leidenschaft, Eifersucht und Drama – die großen Gefühle eben. Hochmotiviert beginnen Hans und Heinz, diese Liste abzuarbeiten und stellen fest: Im wahren Leben ist nichts wie im Film!

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Bild aus short attack Do 21.6. 20:30 Uhr
Kurzfilm-Programm
»Shorts Attack: Fernweh«
10 Kurzfilme, B, CH, D, F, CZ, USA 2015-2017, 90 Min.
Anwesend: Regisseur Frédéric Hambalek (Mainz)
Sehnsucht im Sommer: Shorts Attack lädt im Juni zu allerlei Ausflügen. Erst mal wird gepackt (Big Bag), es ist klar, wohin die Reise geht (Im Wohnzimmer), das Wetter stimmt (Sunrise), das Wasser erlaubt Badefreude (My Man O.) und die Berge sind schön (Swiss made). Das Gebirge freilich birgt Gefahren (Bergfieber), ebenso eine Reise im Kriegsgebiet (Mary Mother). Extremsituationen sind im Luftschiff besonders spannend (Geronto.), zumal Flugangst berechtigt sein kann (Cop Dog). Jede Reise ist irgendwann vorbei, jedem Auswärtsspiel folgt die Rückkehr in den Heimathafen (Welcome Home Allen).


Bild aus Big Bag Rucksackgroteske
BIG BAG
Animation von Daniel Greaves, UK 2016, 2 Min, ohne Dialog

Manchmal ist das Leben zu schwer, um es zu schultern. Vor allem, wenn der Aufbruch in den Urlaub ansteht.



Bild aus Welcome home Allen Heimat-Thriller
WELCOME HOME Allen
Live Action Short von Andrew Kavanagh, Australien 2016, 11 Min, ohne Dialog

Soldaten kehren vom Krieg zurück, sie haben weite Wege hinter sich, freuen sich sehr auf die Heimat und sind bereit für einen Zeitsprung.



Bild aus Im Wohnzimmer Reiseplanung
IM WOHNZIMMER
Animation von Alexander Gratzer, Österreich 2015, 2:30 Min, dt. OF

Ein Blick ins Wohnzimmer – Wie reagieren Schuhe, wenn ihre Besitzer sich nicht aus dem Stuhl bewegen?



Bild aus Mary Mother Wüstenreise
Mary Mother
Live Action Short von Sadam Wahidi, Afghanistan 2016, 19:30 Min, engl.

Ein Blick ins Wohnzimmer – Wie reagieren Schuhe, wenn ihre Besitzer sich nicht aus dem Stuhl bewegen?



Bild aus SWISS MADE Gebirgsoptimierung
SWISS MADE
Animation von Sophie Wietlisbach, Schweiz 2017, 2:30 min, ohne Dialoge

Sie verbinden mit der Schweiz naturbelassene Bergpanoramen und menschenleere Almwiesen? Diese Animation belehrt Sie eines Besseren.



Bild aus GERONTOPHOBIA Luftschiffabenteuer
GERONTOPHOBIA
Animation und Spielfilm von Boris Sverlow, Belgien / Niederlande 2016, 15 min, englisch
Während einer globalen Evakuierung verliert eine schwangere Frau ihren Mann und um ihn wieder zu sehen, setzt sie alles aufs Spiel.



Bild aus Film Bergdrama
BERGFIEBER
Kurzspielfilm von Frédéric Hambalek, Mainz, Deutschland 2016, 8 min, deutsch
Produktion: Kabakon Film & Medien, Mainz

Inmitten eines Schneesturms harren Bergsteiger in ihren Zelten aus. Als einer von ihnen fehlt, beginnt eine spannende Suche.



Bild aus Zwei im falschen Film Wasserfreude
Mon Homme (OCTOPUS)
Animation von Stéphanie Cadoret, Frankreich 2016, 9 min, ohne Dialoge

Eine Frau kommt nach Haus und nimmt ein Bad. Sobald sie das Wasser berührt, sinkt sie in eine bunte Unterwasserwelt.



Bild aus Zwei im falschen Film Sonnenspiel
SUNRISE
Animation von Vit Pancir, Tschechien 2015, 7 min, ohne Dialoge

Rasender Himmel: Der ganz normale Wahnsinn im Leben einer Sonne – gezeichnet im Stil des frühen Animationsfilms.


Bild aus COP DOG Flugzeugaction
COP DOG
Animation von Bill Plympton, USA 2017, 5:30, ohne Dialoge

Der ganz normale Wahnsinn im Leben eines Polizeispürhunds, der an Bord eines Flugzeugs allerlei Leben zu retten hat.


Logo FFA
Offizielle Filmseite SHORTS ATTACK: www.shortsattack.com/fernweh/
Programmseite: www.cinemayence.de/kurzfilmabend.html

Programm gefördert von Filmförderungsanstalt








+++ ab Johannisfest SOMMERPAUSE bis September +++