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Folgemonat | Download: Programmflyer November 2019 (PDF) |Link: CinéMayence bei facebook



Bild Kurzfilm Baloji Do, 31. Oktober 20:00 Uhr
Kurzfilmtag
Lange Nacht des politischen Kurzfilms
7 Kurzfilme aus D, China, FIN, Kongo, Senegal, Singapore im Wettbewerb + Sonderprogramm außer Wettbewerb
Die Gewinner des Wettbewerbs stehen hier:/www.cinemayence.de/kurzfilmnacht.html



Filme aus Israel – Israel im Film 14. bis 19. November

Crescendo Do, 14. November 20:30 Uhr
Filme aus Israel – Israel im Film / Vorpremiere
Crescendo #makemusicnotwar
Spielfilm von Dror Zahavi, IL/D 2018, 102 Min., Original (dt, arab, hebr, engl) mit dt. UT
D: Peter Simonischek, Bibiana Beglau u.a.

Eröffnung der Filmwoche 20:00h
In Kooperation mit Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. Mainz, AG Israel an der JGU Mainz und Generalkonsulat des Staates Israel
Eduard Sporck (Peter Simonischek) ist ein weltberuühmter Dirigent, der an einer Frankfurter Musikhochschule unterrichtet. Nun soll er ein Konzert vorbereiten, welches Jugendliche sowohl aus Palästina als auch aus Israel bestreiten. Das Konzert soll aktuelle Friedensverhandlungen zwischen beiden Ländern begleiten und ein Zeichen gegen den Hass setzen, der schon so lange vorherrscht.
Eduard Sporck zweifelt. Nicht nur, weil er weiß, dass es nicht einfach wird, beide Seiten zusammenzubringen. Sondern auch, weil er eine schwierige, eigene Geschichte in sich trägt: Als Sohn von zwei NS-Ärzten wurde sein ganzes Leben von den grausamen Taten seiner Eltern geprägt. Doch Klara de Fries (Bibiana Beglau) schafft es, ihn zu uüberzeugen, die verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen und sich auf die Reise nach Israel zu begeben. Ihre „Stiftung fuür effektiven Altruismus“ ist fuür das Abendprogramm bei der Friedenskonferenz verantwortlich und veranstaltet das Konzert.

Um die Konzertvorbereitung vom Kontext des politischen Konflikts zu distanzieren, werden die Proben nach Suüdtirol verlegt. Dort, auf neutralem Boden, werden die jungen Musiker von ihrem Dirigenten aufgefordert, miteinander zu kommunizieren und Verständnis fuür die Sichtweise und die Probleme der anderen zu finden. Langsam und vorsichtig nähern sie sich aneinander an. Nur fuür Omar und die junge Israelin Shira (Eyan Pinkovich) ist die Kommunikation schon von Anfang an kein Problem...

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Bild The Cakemaker Fr, 15. November 20:30 Uhr
Filme aus Israel – Israel im Film
The Cakemaker
Spielfilm von Ofir Raul Graizer, IL/D 2017, 104 Min., OmU
In Kooperation mit Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. Mainz, AG Israel an der JGU Mainz und Generalkonsulat des Staates Israel
Thomas, ein Konditor aus Berlin, hat eine Affäre mit Oren, einem verheirateten Mann aus Israel. Das Verhältnis endet jäh, als Oren tödlich verunglückt. Tief bestürzt reist Thomas nach Israel zu Orens Frau Anat und dem gemeinsamen Sohn.

Ohne von der Affäre zu berichten, beginnt er für die Witwe seines verstorbenen Liebhabers in ihrem Café zu arbeiten. Obwohl nicht ganz koscher, werden seine Kuchen bald zu einer Attraktion der Stadt. Die Bindung zwischen Orens Frau und ihm geht dabei tiefer als von Thomas erahnt. Plötzlich befindet er sich an einem Punkt, an dem es von seinen Lügen kein Zurück mehr gibt…

"The Cakemaker" ist ein stiller, sensibler Film über eine deutsch-israelische Liebe jenseits der Geschlechtergrenzen.

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Namrud Sa, 16. November 20:30 Uhr
Filme aus Israel – Israel im Film
Namrud
Dokumentarfilm von Fernando Romero Forsthuber, A 2017, 95 Min., Original (arab, hebr., engl) mit UT
Jowan Safadi, israelischer Palästinenser, lebt in Haifa und ist ein im nahen Osten bekannter Musiker und wahrer Freigeist. Mit seiner Band Fish Samak liefert er Lieder die politischen und sozialkritischen als auch emotionalen und philosophischen Kontext beinhalten. Jowan hat keine Angst seine Gedanken frei zu äußern, damit auch tabuisierte Themen anzusprechen. Seine Texte – eingehend und provokant – haben in vielerlei Hinsicht kontroverse Reaktionen hervorgerufen: Einerseits wurde er von der israelischen Polizei der “Anstiftung zum Terrorismus” angeklagt, andererseits endete seine letzte Tour durch Jordanien im Gefängnis und dem Vorwurf der Verhetzung...

„Namrud“ ist ein Film über einen mutigen Individualisten, der seine Musik nutzt, um die verhärteten Fronten in der Region aufzurütteln. Ein Film über innere und äußere Grenzen und die Frage, ob ein Einzelner Veränderungen in seiner Gesellschaft einleiten kann. Wird Jowan Erfolg haben oder ist die Zeit gekommen, zu gehen?

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Bild aus Der Fall Sarah So, 17. November 20:30 Uhr
Filme aus Israel – Israel im Film
Der Fall Sarah & Saleem
Spielfilm von Muayad Alayan, Palästinensische Gebiete/D 2018, 127 Min., Original (arab, hebr, engl) mit dt. UT
Das Café der Israelin Sarah aus West-Jerusalem wird beliefert von Saleem, einem Palästinenser aus Ost-Jerusalem. Obwohl sie Welten trennen und beide verheiratet sind, beginnen sie eine Affäre und riskieren damit alles, was ihnen wichtig ist. Als eines ihrer riskanten nächtlichen Treffen schief geht und sie aufzufliegen drohen, versuchen sie mit aller Macht zu retten, was von ihrem bisherigen Leben übrig ist. Doch sie müssen hilflos zusehen, wie ihre hektischen Bemühungen die Dinge weiter eskalieren lassen.

Unter dem Druck der Besatzungsmaschinerie und des sozio-politischen Umfelds sind sie in einem Netz aus Lügen gefangen und nicht einmal die Wahrheit scheint ihnen noch helfen zu können. Ein Seitensprung, wie er überall in der Welt passieren könnte, bekommt in der geteilten Stadt Jerusalem eine gefährliche politische Dimension. Als Sarah und Saleem zur falschen Zeit am falschen Ort entdeckt werden, steht weit mehr auf dem Spiel, als nur ihre Ehen.

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Ink of Yam Mo, 18. November 20:30 Uhr
Filme aus Israel – Israel im Film
Ink of Yam
Dokumentarfilm von Tom Froühlich, D 2017, OmU
Poko und Daniel, zwei russischstämmige Tätowierer, führen eines von Jerusalems ältesten Tattoo-Studio. Hierher kommen die unterschiedlichsten Menschen zusammen uns lassen sich tätowieren. Während Motive auf der Haut entstehen wie die Jungfrau Maria, ein Küchenmesser oder der Davidstern erzählen verschiedene Kunden über ihr Leben: Der atheistische Koch, der auch am Sabbat nicht koscher kocht, und sein christlich-arabischer Kollege aus Bethlehem, der hinaus will in die Küchen der Welt, der philosophierende Reiseleiter aus orthodoxem Haus und der fromme Fotograf mit theologischer Bildung. Sie reden über Gott und Welt, Buddhismus und Aberglaube, Terror und Militärdienst.

In diesem Traditionsbetrieb abseits der Tradition kommen die unterschiedlichsten Menschen zusammen. Jeder ist willkommen, gleichgültig welcher Herkunft oder Religion. Unter Schmerzen auf dem Tätowierstuhl durchleben Juden, Christen, Moslems und Atheisten eine Katharsis, öffnen ihre Herzen und erzählen aus ihrem Leben in Jerusalem, von Wünschen, Hoffnungen und Ängsten. Das kleine Tätowierstudio von Poko und Daniel wird zum verbindenden Ort für Menschen, die sich sonst in dieser grossen, alten und konfliktreichen Stadt feindlich gegenüberstehen.

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Bild aus Tel Aviv on Fire Di, 19. November 20:30 Uhr
Filme aus Israel – Israel im Film
Tel Aviv on Fire
Komödie von Sameh Zoabi, Lux/F/IL/B 2018, 97 Min., OmU
In Tel Aviv geht es heiß her. Zumindest laut der schnulzigen Soap Opera „Tel Aviv on Fire“, die jeden Abend über die TV-Bildschirme flimmert und Israelis wie Palästinenser vor der Glotze vereint. Der junge Palästinenser Salam ist Drehbuchautor des Straßenfegers und muss für die Dreharbeiten jeden Tag die Grenze zwischen Israel und dem Westjordanland überqueren.
Bei einer Checkpoint-Kontrolle gerät das Skript der nächsten Folge in die Hände des israelischen Kommandeurs Assi. Das kommt dem gelangweilten Grenzwächter gerade recht. Um seine Frau zu beeindrucken, zwingt er Salam das Drehbuch umzuschreiben. Ein Bombenerfolg! Von nun an denken sich Salam und Assi immer neue schnulzige Dialoge und absurde Plotentwicklungen aus.
Der Einfluss des israelischen Militärs auf die populäre, eigentlich antizionistische Seifenoper wird immer größer. Aber dann soll die Serie abgesetzt werden, und Salam steht plötzlich vor einem Riesenproblem.

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Bild aus Vom Bauen der Zukunft Mi, 20. November 20:00 Uhr
Ab 19.11. können leider keine Reservierungen mehr angenommen werden
100 Jahre Bauhaus / Film und Gespräch
Vom Bauen der Zukunft - 100 Jahre Bauhaus
Dokumentarfilm von Niels Bolbrinker und Thomas Tielsch, D 2018, 90 Min.
19.30 Uhr Einlass bei einem Glas Wein auf Einladung des Zentrum Baukultur Rheinland-Pfalz / 19.55 Uhr Begrüßung: Thomas Dang, Architekt und Mitglied des Vorstands der Architektenkammer Rheinland-Pfalz/ 20.00 Uhr Filmpräsentation / anschließend Gelegenheit für Fragen und zum Gespräch mit dem Regisseur Niels Bolbrinker
Anmeldung/Reservierung bei https://www.zentrumbaukultur.de/veranstaltungen/aktuelle-veranstaltungen/anmeldeformular.html?newsid=728
Vor beinahe hundert Jahren wurde eine radikale künstlerische Utopie in die beschauliche Stadt Weimar hineingeboren: Das Bauhaus. Ihre Auswirkungen prägen unsere Lebenswelt bis heute. Vor dem Hintergrund des 100. Bauhaus-Jubiläums erzählt der Dokumentarfilm BAUHAUS nicht nur Kunst-, sondern Zeitgeschichte. Von Beginn an fragten die Architekten und Künstler des Bauhaus, darunter Walter Gropius, Wassily Kandinsky oder Paul Klee: Wie zusammenleben? Was bedeutet „zusammenleben“? Wie lassen sich Räume so gestalten, dass alle Menschen am gemeinsamen Leben teilhaben?

Vom Bauhaus als gesellschaftlicher Utopie ausgehend fragen die Regisseure Niels Bolbrinker und Thomas Tielsch nach ihrer Evolution, ihrem Wandel und ihrer Inspirationskraft im Lauf der letzten hundert Jahre. Wie können die Ideen des Bauhaus den Herausforderungen des globalen Kapitalismus und seiner Umwälzung der Wohnungsmärkte begegnen?

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So wie Du mich willst Do, 21. – Di, 26. November 20:30 Uhr
Film français
So wie Du mich willst (Celle que vous croyez)
Spielfilm von Safy Nebbou, F 2019, 101 Min., OmU
Die attraktive Literaturdozentin Claire (Juliette Binoche) ist 50, alleinerziehende Mutter und steckt in einer schwierigen Beziehung mit ihrem jüngeren Liebhaber Ludo. Um ihn auszuspionieren, legt sich Claire ein falsches Facebook-Profil an und wird zu Clara, einer hübschen 24-Jährigen. Alex, Ludos bester Freund, findet Clara online und verliebt sich in sie. Auch Claire findet Interesse an dem jungen Fotografen und es entwickelt sich ein intensiver Chat-Flirt. Obwohl sich alles in der virtuellen Welt abspielt, sind die Gefühle real. Während Claire zusehends dem Sog der Parallelwelt erliegt, möchte Alex sie endlich treffen. Claire gerät immer weiter in Bedrängnis und verliert die Kontrolle über das virtuelle Spiel - bis alle gefährlich nah am Abgrund stehen.

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Climate Warriors Mi, 27. November 20:30 Uhr
Klima-Aktivisten / Film und Diskussion
Climate Warriors
Dokumentarfilm von Carl-A. Fechner, D 2018, 86 Min., OmU
anschließend Gespräch mit VertreterInnen von Fridays for Future Mainz, moderiert von Gisela Apitzsch (Referat Gesellschaftliche Verantwortung, Evangelisches Dekanat Mainz)
100 Prozent erneuerbare Energie – das ist technisch längst möglich. Doch die weltweite Energiewende stockt, denn mit ihr versiegen die Geldströme von Kohle, Gas und Erdöl. Wie können wir der Gier der Energiekonzerne trotzen und den Blick auf die Zukunft des Planeten richten? Eine globale Veränderung kann nur durch eine Bewegung von unten entstehen!

Der Dokumentarfilm von Carl-A. Fechner (Umwelt- und Friedensaktivist) gibt den Menschen eine Stimme, die unermüdlich für eine nachhaltige und gerechte Zukunft kämpfen. Sie glauben an die Möglichkeit einer Energie-Revolution, wenn sich jeder Einzelne engagiert.

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Freie Räume Do, 28. November 20:30 Uhr
Jugendkultur / Film und Diskussion
Freie Räume – Eine Geschichte der Jugendzentrumsbewegung
Dokumentarfilm von Tobias Frindt, D 2019, 102 Min.
anschließend Gespräch mit dem Regisseur in Kooperation mit Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz
Die Studentenrevolte, der Aufbruch, die sexuelle Revolution, das lossagen vom Nachkriegsdeutschland der Täter und Mitwisser, das alles wurde in den letzten Jahren auf vielen Ebenen breit thematisiert

Weithin unbekannt ist jedoch, dass nur kurze Zeit später, die Ideen und Forderungen der 68er sich in einer anderen Jugendbewegung manifestieren sollten. In den frühen 70er Jahren versuchten tausende von Jugendlichen in Westdeutschland in ihren Städten und Gemeinden selbstverwaltete Jugendzentren und Jugendhäuser zu etablieren, um sich eigene Treffpunkte zur Freizeitgestaltung ohne Konsumzwang und ohne Kontrolle durch die Elterngeneration zu schaffen.

Mit Parolen wie “Was wir wollen: Freizeit ohne Kontrollen” gingen sie auf die Straßen, sammelten Unterschriften und stritten sich mit KommunalpolitikerInnen. Anknüpfend an die 68er-Revolte hatten sich in einer Vielzahl von Städten und Gemeinden Initiativgruppen Jugendlicher gebildet.

Mit der Jugendzentrumsbewegung und der Einrichtung hunderter selbstverwalteter Jugendzentren kam es auch in der „Provinz“ zu politisch-kulturellen Aufbrüchen, die politisierte Jugendkultur der Zeit breitete sich in ländlich-kleinstädtischen wie in suburbanen Räumen aus. Freie Räume geht dieser von der Geschichtsschreibung fast vergessenen Bewegung nach und versucht darüberhinaus herauszufinden, was von ihr übrig geblieben ist.



Bild aus Styx Fr, 29. November 20:30 Uhr
Psychoanalytiker stellen Filme vor
Styx
Spielfilm von Wolfgang Fischer, D/A 2018, 95 Min.
Referentin: Dr. med. Christel Hack
„Styx“, bei Homer das „Wasser des Grauens“, ist ein Film des Grauens, der Verzweiflung und der Ohnmacht und Angst. Betroffen ist die Menge der Flüchtlinge auf einem überfüllten Boot in ihrer existentiellen äußersten Not einerseits und auf der anderen Seite die einzelne Person der Notärztin, die mit ihrem Segelboot auf das Flüchtlingsschiff trifft, die helfen will und doch ohnmächtig allein bleibt.
Der Film ist zugleich ein hochaktueller Beitrag zur Diskussion des offiziellen Umgangs mit der Rettung von Flüchtlingen in Seenot und den Menschen, die aus ethischer Verpflichtung ihrem Gewissen folgen, Hilfe leisten und dabei auch an ihre Grenzen stoßen.

Der mehrfach ausgezeichnete Film wird getragen von der Hauptdarstellerin Susanne Wolff, die dafür 2019 den Deutschen Filmpreis für die beste weibliche Hauptrolle bekam.
In Kooperation mit dem Mainzer Psychoanalytischen Institut (mpi)
Eintritt: 6,50 € (erm. 4,50 €)
Filmseite des Verleihs: https://www.24-bilder.de/filmdetail.php?id=741
Filmtipp der Evangelischen Filmarbeit: https://www.epd-film.de/tipps/2018/film-des-monats-september-styx



Bild aus Verteidiger des Glaubens Sa, 30. November – Mi, 4. Dezember 20:30 Uhr
Porträt / Vatikan – der deutsche Papst
Verteidiger des Glaubens
Dokumentarfilm von Christoph Röhl, D 2019, 90 Min.
Sprecher: Ulrich Tukur
VERTEIDIGER DES GLAUBENS erzählt die Geschichte eines Mannes, dessen Lebensaufgabe es war, die Kirche und ihre Werte zu bewahren, der sie aber stattdessen in ihre größte Krise führte: Joseph Ratzinger, der deutsche Papst Benedikt XVI.

Nachdem er in den 1960er Jahren eine kurze Zeit lang als Erneuerer gegolten hatte, sorgte er während seiner dreißigjährigen Tätigkeit innerhalb des Vatikans maßgeblich für den Erhalt der reinen katholischen Lehre. Die Interviewpartner im Film, die alle innerhalb des klerikalen Systems tätig waren, stellen das offiziell propagierte Bild von Ratzinger als „bescheidenen Gelehrten“ infrage. Sie machen deutlich, welche Rolle er beim Aufbau eines Machtsystems im Vatikan spielte, das erheblich zu dem Vertrauensverlust beitrug, unter dem die katholische Kirche seit Jahren leidet.

Interviewpartnerinnen und-partner sind Erzbischof Georg Gänswein, Doris Wagner, Klaus Mertes, Prof. Dr. Hermann Häring, Prof. Dr. Wolfgang Beinert, Tony Flannery, Marie Collins, Erzbischof Charles Scicluna, Thomas P. Doyle, Xavier Léger, Christa Pongratz-Lippitt, Pablo Pérez Guajardo, Emiliano Fittipaldi.

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Bild aus Face_it! Do, 5. Dezember 20:30 Uhr
Digitale Gesichtserkennung / Film und Diskussion
Face_it!
Dokumentarfilm von Gerd Conradt, D 2019, 80 Min.
Auf Einladung des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz. Moderation und Einschätzung der Datenschutzfragen von Prof. Dr. Dieter Kugelmann (LfDuI) mit medienkulturellen Beiträgen von Prof. Dr. Gabriele Schabacher (Leitung Medienkulturwissenschaft) und Tom Ullrich (Wissenschaftlicher Mitarbeiter Medienkulturwissenschaft) vom Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft der JGU Mainz.
Angeregt von dem „Pilotprojekt“ zur digitalen Gesichtserkennung am Berliner Bahnhof Südkreuz, spürt Gerd Conradt der Bedeutung des Gesichts im digitalen Zeitalter nach. Mit Hilfe des Facial Action Coding System (FACS) soll es möglich werden, die Geheimnisse des Gesichts – des Spiegels der Seele – zu entschlüsseln und als moderner Fingerabdruck Zugang zur Persönlichkeit eines jeden Menschen zu schaffen.

Gerd Conradt stellt Menschen vor, die sich mit der Überwachung durch digitale Gesichtserkennung kritisch auseinandersetzen – er trifft Datenschützer, Künstler, einen Medienrebellen, eine Kunsthistorikerin, die Staatsministerin für Digitalisierung.

Er stellt die Frage, ob diese Systematik die Gefahr birgt, dass der nicht endende mimische Austausch von Gesicht zu Gesicht zu ausdrucks- und geschichtslosen FACES reduziert wird, zu Wesen immerwährender alters- und geschlechtsloser Gegenwärtigkeit. Und wem gehört überhaupt das zum Zahlencode gewordene Gesicht?

Er stellt einen Human Decoder vor, der das populäre FACS anwendet und am Modell der Nofretete tastet ein blinder Mann das 'schönste Gesicht der Welt' ab. Die Protagonisten des Films werden mit Videos konfrontiert, in denen das Gesicht als Kunstwerk verhandelt wird.

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Vorschau:
8. Januar: Filme aus Rheinland-Pfalz / Premiere von 3 Kurzfilmen der HS Mainz
9. - 14. Januar: "Angelos", Dokumentarfilm von Markus Schleinzer, A 2018
15. Januar: Filme aus Rheinland-Pfalz / Premiere „Dir sid nët vergiess!“ – Das Konzentrationslager Hinzert von Julian Weinert
16. - 20. Januar: "Klavierstunden ((Making the Grade)", Dokumentarfilm von Ken Wardrop, Ireland 2017, OmU
Di, 21. Januar: Geschichte / Kreta / Deutsche Uraufführung, "Blumen welken früh", Doku von Matthaios Frantzeskakis und Vicky Arvelaki, GR 2018
Die RegisseurInnen sind anwesend, in Koop. mit ADD RLP, LpB u.a.

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