+++ Weihnachtspause +++



Mi, 8. Januar 20:30 Uhr
Filme aus Rheinland-Pfalz / Premiere
3 Kurze bitte!
Kurzfilm von Absolventen der Hochschule Mainz
"Fado - Über die Liebe zur Traurigkeit" von Sophia-Zoe Spiegel
"Die Verwaltung des Internets" von Simon Schares
"Face to Fist" von Valentin Herleth
Anmeldungen für die Veranstaltung bitte unter face2fist@web.de



Angelo Do, 9. – Di, 14. Januar 20:30 Uhr
Afrika als europäische Projektion / Sklaverei
Angelo
Spielfilm von Markus Schleinzer, A 2018, 111 Min.
Anfang des 18. Jahrhunderts: als eine Gruppe junger versklavter Männer aus Afrika nach Europa verschleppt wird, ist unter ihnen auch ein zehnjähriger Junge. Von einer Comtesse zum Studienobjekt auserkoren, wird dieser Junge auf den Namen Angelo getauft und erhält eine umfangreiche sprachlich-musische Ausbildung. Schnell macht die Kunde von dem exotischen, aber europäisierten Kammerdiener die Runde.

So wird Angelo im Europa der beginnenden Aufklärung herumgereicht, von Adelshaus zu Adelshaus, von Messina bis an den kaiserlichen Hof in Wien. Aber erst das Dienstmädchen Magdalena erkennt in ihm mehr als nur ein dekoratives Ausstellungsstück und verliebt sich in ihn. Als die geheime Verbindung der beiden auffliegt, wird für Angelo klar, dass er trotz Bildung und Christianisierung in der höfischen Gesellschaft ein Fremdling geblieben ist ...

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Angelo Mi, 15. Januar 20:30 Uhr
Filme aus Rheinland-Pfalz / Mainzer Kino-Premiere / Film und Diskussion
„Dir sid nët vergiess!“ – Das Konzentrationslager Hinzert
Dokumentarfilm von Julian Weinert, D 2019, 69 Min.
In Kooperation mit IMG Mainz und Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert e.V
Hinzert, ein Dorf inmitten des Hunsrück, 20 Kilometer südöstlich der Stadt Trier gelegen. Abseits der Ortschaft befand sich ein Konzentrationslager, in dem es auch zu Massenexekutionen kam.

Der Dokumentarfilm „Dir sid nët vergiess!“ begleitet eine luxemburgische Schülergruppe während einer Besichtigung der heutigen Gedenkstätte. Wie begegnen die Jugendlichen den Gräuel der Vergangenheit? Welche Lehren ziehen sie aus der Geschichte? In die Begleitung werden Interviews mit Historikern und Zeitzeugen, darunter einer der letzten Überlebenden des KZ Hinzert, eingebettet.
Veranstalter: Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert e.V. in Kooperation mit dem Institut für Mediengestaltung und dem Studiengang Zeitbasierte Medien an der Hochschule Mainz und in Kooperation mit CinéMayence (AG Stadtkino e.V.).

Eintritt frei. Um Spende für den Förderverein der Gedenkstätte wird gebeten!



Klavierstunden Do, 16. – Mo, 20. Januar 20:30 Uhr
Film und Musik / Erstaufführung
Klavierstunden (Making the Grade)
Dokumentarfilm von Ken Wardrop, Irland 2017, 83 Min., OmU
Vorfilm: "Farewell Packets of Ten", Ken Wardrop 2007, 3 Min.
Klavierstunden ist eine Reise in die Welt des Klavierunterrichts. Es geht um Schüler - ob jung, ob alt -, um Lehrer und um ihre Beziehung. Und den Stolz und das Glück, ein Instrument zu spielen. Ein liebenswürdiger und humorvoller Film über die transformative Kraft der Musik.

Humor gehört zum Leben und Dokumentarfilme handeln vom Leben. Ich glaube, das Lachen in dem Film ist wirklich wichtig. Ich denke, es ergänzt das Verständnis für die Person, die du beobachtest (...)
Das Leben ist hart genug, nicht wahr? Wenn man in einen Film geht möchte man lachen, auch wenn es ein Dokumentarfilm ist. Ich denke, wenn man meine Filme genau anschaut, dann sind sie über sehr gewöhnliche Dinge und dadurch versuche ich, das außergeöhnliche im Leben herauszufinden. (Ken Wardrop)

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Di, 21. Januar 19:00 Uhr
Geschichte / Kreta / Deutsche Uraufführung / Film und Diskussion
Blumen welken früh – Kakópetros, 28. August 1944
Doku von Matthaios Frantzeskakis und Vicky Arvelaki, GR 2018
Die Regisseurin und der Regisseur sind anwesend!
In Kooperation mit Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz / Abtl. 3 Internationale Beziehungen und EU-Programme im Bildungsbereich
Eintritt: 8 € (ermäßigt 6 €)
Der kretische Ort Kakópetros zählt seit 2000 zu den sogenannten Opferdörfern Griechenlands. Die Einwohner des Ortes leisteten während des deutschen Angriffs auf Kreta Widerstand gegen deutsche Truppeneinheiten. Die Einwohner konnten somit im Mai 1941 einen aktiven Beitrag zum Abzug der alliierten Soldaten an die Südküste leisten.

Kakópetros wurde daraufhin am 3. Juni 1941 von deutschen Truppen zerstört. Am 28. August 1944, kurz vor dem Rückzug der deutschen Besatzungstruppen, wurde Kakópetros erneut Schauplatz eines Massakers an Zivilisten, bei dem als "Sühnemaßnahme" für den geleisteten Widerstand 23 Männer - darunter die vier Söhne der Familie Despotakis - ermordet wurden. Tragisch ist die Geschichte der Mutter, die von den Deutschen gezwungen war, für sie zu kochen, nachdem Sie ihre 4 Kinder getötet haben.

Die Seelen der zurückbleibenden Menschen in diesem Dorf bleiben für immer verletzt. Fünf Überlebende öffnen ihre Herzen und erinnern sich, was an diesem Tag passiert ist. Sie erinnern sich an die Fakten und erzählen, wie schmerzhaft ihr Leben in den folgenden Jahren war.

Die Filmautoren Matthaios Frantzeskakis und Vicky Arvelaki berichten über ihre Intentionen und ihre Erlebnisse mit den Zeitzeugen. Sie geben einen Einblick in die Gedenkarbeit zum Zweiten Weltkrieg auf Kreta.
Der Film wird in griechischer Sprache mit deutschen Untertiteln erstmals in Deutschland gezeigt.

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Do, 23. – Sa, 25. Januar 20:30 Uhr
Film français / Jeanne d'Arc 1
Jeannette – Die Kindheit der Jeanne d'Arc
Spielfilm von Bruno Dumont, F 2017, OmU, 109 Min.
Frankreich, 1425. Der Hundertjährige Krieg tobt auch im Norden Frankreichs. In dem kleinen Dorf Domremy kümmert sich die junge Jeannette, im zarten Alter von 8 Jahren, um ihre Schafe. Eines Tages erzählt sie ihrer Freundin Hauviette, dass sie es nicht ertragen kann, das durch die Engländer verübte Leid zu sehen. Madame Gervaise, eine Nonne, versucht, mit dem jungen Mädchen zu reden, aber Jeannette besteht darauf, von Gott persönlich beauftragt worden zu sein, Frankreich zu befreien. Sie ist bereit, die Waffen für die Befreiung von den englischen Invasoren zu ergreifen...

Regisseur Bruno Dumont (TWENTYNINE PALMS, CAMILLE CLAUDEL 1915, KINDKIND) inszeniert die Kindheit der französischen Nationalikone als Musical, basierend auf Texten von Charles Péguy. Den Soundtrack steuert der französische Metal-Musiker Igorrr bei, die Choreographien schuf Philippe Decouflé, der bereits für Beyoncé und New Order arbeitete. Dumonts neuer Film JEANNE D'ARC schließt an JEANNETTE an und erzählt die Passion der Johanna von Orlèans.
In Kooperation mit Institut français

Trailer: http://grandfilm.de/jeannette/

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Jeanne d'Arc So, 26. – Mi, 29. Januar 20:30 Uhr
Film français / Jeanne d'Arc 2
Jeanne d'Arc
Spielfilm von Bruno Dumont, F 2019, OmU, 138 Min.
Frankreich, 1430. Die jugendliche Jeanne d'Arc, zuvor als Retterin Frankreichs mit göttlichen Eingebungen verehrt und zur Anführerin berufen, fällt in Ungnade. Nach militärischen Erfolgen gegen die Engländer unterliegt sie mit der königlichen Armee in der Schlacht von Compiègne. In der Folge fallen Getreue von ihr ab, Intrigen werden gesponnen. Schließlich wird die junge Frau gefangen genommen. Vor einem Kirchengericht wird ihr unerbitterlich der Prozess gemacht und sie wird als Ketzerin zum Tode verurteilt.

Regisseur Bruno Dumont folgt nach JEANNETTE - DIE KINDHEIT DER JEANNE D'ARC, seiner Musical-Vitalkur für die heilige Jungfrau von Orlèans, für diese Passionsgeschichte dem 1897 erschienen Drama von Charles Péguy. Den Originaltext singt die französische Chanson-Legende Christophe ein, mit verblüffendem Ergebnis. In seiner von den Mitteln des epischen Theaters durchdrungenen Reflexion über unverdorbenen Idealismus und das Machtgefüge der Alten ergeben sich überraschende Perspektiven auf unsere politische Gegenwart.
In Kooperation mit Institut français

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=GCGkZ92cpcg&feature=emb_logo

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Suppressed: The Fight to vote Do, 30. Januar 20:30 Uhr
US-Wahlkampf / Film und Diskussion
Suppressed: The Fight to vote
Dokumentation von Robert Greenwald, USA 2019
Eine Veranstaltung von Democrats Abroad Germany
2018 – Zwischenwahlen im amerikanischen Bundesstaat Georgia. Der Gouverneurs-Kandidat der Republikaner Brian Kemp stand in einem knappen Rennen gegen Stacey Abrams, die Kandidatin der Democrats, die darum kämpfte, die erste schwarze Gouverneurin in den USA zu werden.

Brian Kemp unterdrückte erfolgreich Hunderttausende von Stimmen, um Gouverneur von Georgia zu werden. Der Film "Suppressed: The Fight to Vote" deckt die heimtückische Taktik auf, die Kemp und Politiker im ganzen Land verwenden, um Stimmen zu unterdrücken und an der Macht zu bleiben.

Zu den Problemen, mit denen die Wähler konfrontiert waren, gehörten die Schließung von Wahllokalen, fehlende Briefwahlen, extreme Wartezeiten und eine Probleme mit der Überprüfung von Wählerausweisen - all dies verhinderte unverhältnismäßig viele Studenten und Farbige daran, ihre Stimmzettel abzugeben.

Im Film kommen Experten, Umfragebeobachter und normale BürgerInnen zu Wort. Sie sprechen über die Unterdrückung von Wählerstimmen und die Bedrohung für das nächste Wahljahr 2020. In einem Rennen, das schließlich mit 54.723 Stimmen entschieden wurde, enthüllt der Film, dass das grundlegende verfassungsmäßige Wahlrecht in Amerika weiterhin unter Druck steht.
Bild aus Film Suppressed
Über Brave New Films
Robert Greenwald und Brave New Films stehen an vorderster Front im Kampf um ein gerechtes Amerika. Mit Hilfe von Kampagnen für neue Medien und Internet-Videos hat Brave New Films eine Schnellschussfunktion geschaffen, die die Öffentlichkeit informiert, die Unternehmensmedien mit der Wahrheit herausfordert und Menschen motiviert, bundesweit Maßnahmen zu sozialen Themen zu ergreifen. Brave New Films' investigative Filme haben die Auswirkungen von Drohnenstreiks in den USA, die Strafverfolgung bei Whistleblowern und die Unternehmenspraktiken von Wal Mart untersucht.

Filmseite der Produktion: https://www.bravenewfilms.org/suppressed



Koerper und Seele Fr, 31. Januar 20:30 Uhr
Psychoanalytiker stellen Filme vor
Körper und Seele (Teströl és lélekröl)
Spielfilm von Ildikó Enyedi, Ungarn 2017, 116 Min., DF
Referent: Dr. Klaus Kocher
Eintritt: 6,50 € (ermäßigt 4,50 €)
Die introvertierte Maria (Alexandra Borbély) und ihr neuer Kollege Endre (Géza Morcsányi) stellen durch einen Zufall fest, dass sie Nacht für Nacht denselben Traum teilen. Verwirrt und erstaunt über diese intime Verbindung suchen die beiden zaghaft auch tagsüber die Nähe des anderen.

»Der Film "Körper und Seele" der ungarischen Filmemacherin Ildiko Enyede wurde 2017 anlässlich der Berliner Filmfestspiele uraufgeführt und mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.
Er führt den Betrachter in einen Schlachthof und konfrontiert ihn zugleich mit einer ungewöhnlichen romantischen Liebesgeschichte, in der zwei empfindsame Menschen in ihrer Verletzlichkeit und mit ihren Sehnsüchten aufeinander treffen.
Mit dem Erkennen dieser inneren Seelenverwandtschaft müssen sie sich auseinandersetzen und begegnen dabei ihren Schwierigkeiten und Ängsten, sich dem anderen, aber auch sich selbst gegenüber zu öffnen.
Dieser Prozess wird von Enyedi einfühlsam und mit hintergründigem Humor in Szene gesetzt.« (Dr. Klaus Kocher)

Hintergrund

Der erste Film der ungarische Regisseurin Ildikó Enyedis, MEIN 20. JAHRHUNDERT (Az én XX. századom), gewann in Cannes die Camera d'Or, wurde von der New York Times zu einem der zehn besten Filme des Jahres 1989 gewählt und als einer der zwölf besten ungarischen Filme aller Zeiten ausgezeichnet. Ildikó Enyedi gewann 40 weitere internationale Regiepreise und erhielt auch als Drehbuchautorin viel Anerkennung.
Sie begann ihre Karriere als Konzept- und Medienkünstlerin, war Mitglied der Künstlergruppe Indigo sowie des Balázs Béla Studios, dem einzigen unabhängigen Filmstudio in Osteuropa vor 1989. Ildikó Enyedi hat für HBO Europe TERAPIA inszeniert, die ungarische Version von IN TREATMENT – DER THERAPEUT. Ildikó Enyedi ist Mutter von zwei Kindern und lebt in Budapest sowie Nordrhein-Westfalen.



Vorschau:
1. - 4. Februar: "Romys Salon", Spielfilm von Mischa Kamp, D/NL 2019
5. Februar: "Carry Greenham Home", UK 1983, mit Club des femmes (London)
6. - 11. Februar: "Es hätte schlimmer kommen können – Mario Adorf", Dominik Wessely, D 2019
12. Februar: Kurzfilmtag "Home and Native Land", imagineNative Shorts, CAN
13. - 17. Februar: "Aquarela", dokumentarisches Essay von Victor Kossakovsky, DK/D/GB/USA
27. Februar - 4. März: "Alles was Du willst", Spielfilm von Francesco Bruni, I 2017, OmU