Kommunales Kino der AG Stadtkino e.V. im Schönborner Hof (Institut français)

Presseseite
1. Programminfos aktueller Monat
Freitag,18. Mai - Sonntag, 20. Mai 2012
Symposium: Re-Ethnisierung, Wiederaneignung von Tradition, Inszenierung von Indigenität
Veranstalter: Zentrum für Interkulturelle Studien, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Einleitung
In den zurück liegenden Dekaden beobachten wir nicht nur eine beschleunigende Globalisierung, sondern auch gegenläufig-reaktive Prozesse von Re-Ethnisierung, partikularem kulturellem Revival und der Inszenierung von Indigenität.
Das Symposium erlaubt mit der Präsentation von Einzelstudien hierzu einen Vergleich der Vorgänge in unterschiedlichen Weltregionen. Es strebt die Entwicklung von Fragestellungen und Hypothesen an, die Ansätzen einer allgemeinen Theorie dieser Phänomene und dem Umriss eines entsprechenden Paradigmas der Indigenitätsforschung zu Grunde gelegt werden können.
ZIS: http://www.zis.uni-mainz.de/176.php
Öffentliche Abendveranstaltungen im CinéMayence:
Fr,18.05.12, 18:30 h
Symposium „Die neuen Wilden“
Nordafrika: „Tuareg“
»Das neue und alte Selbstbewusstsein amazighischer Ethnien«
Vorträge und Filme von Gerd Becker und Ariane Bethusy-Huc
– Touristische Inszenierung von Tuareg in Marokko (Gerd Becker/Ariane Bethusy-Huc)
– L'Art du Désert. Film von Gerd Becker und Ariane Bethusy-Huc
– Ali zeigt die Oase. Film von Gerd Becker
Anschließend Diskussion
(In Koop. mit dem Zentrum für Interkulturelle Studien / Eintritt frei)
Sa, 19.05., 18:30 h
Symposium „Die neuen Wilden“
Amerika: Native Americans, lateinamerikanischer Indigenismo«
Vorträge und Filmbeispiele von Gerd Becker und Andrew Tucker
– Re-Ethnisierung in der kolumbianischen Sierra Nevada de Santa Marta; Die Arbeit
des Filmethnologen Andrew Tucker bei den Kankuamo.
– Film von Andrew Tucker und Gerd Becker. Einführung Gerd Becker
– Mitos y Leyendas Kankuamas. Filmbeispiele von Andrew Tucker
– Palabras Mayores. Indigene Videoproduktion in der Sierra. Einführung Andrew Tucker
Anschließend Diskussion
(In Koop. mit dem Zentrum für Interkulturelle Studien / Eintritt frei)
Sa, 19.05., 20:15 h
Symposium „Die neuen Wilden“
»Smoke Signals«
Spielfilm von Chris Eyre, USA 1998, DVD, 89 Min.
Victor Joseph und Thomas Builds-The-Fire sind zwei junge Indianer aus Idaho. Als Victors Vater, der vor langer Zeit die Familie verlassen hat, stirbt,machen sich die beiden Freunde auf den Weg nach Arizona, um die Asche des Vaters zu holen. Ihr Trip konfrontiert sie mit ihrer Identität zwischen zwei Kulturen, mit Vorurteilen sowie Traditionen und führt sie schließlich zu sich selbst.
SMOKE SIGNALS war der erste von Indianern produzierte Spielfilm in den USA. Der Regisseur des Films, Chris Eyre, ist ein Cheyenne/Arapaho. Drehort war das Coeur d'Alene Indian Reservation.
Infos zum Film (engl): http://www.fallsapart.com/smoke_signals_the_movie
(In Koop. mit dem Zentrum für Interkulturelle Studien)
So, 20.05., 18:30 h
Symposium „Die neuen Wilden“
Ozeanien: Kulturelles Revival der Austronesier
Vorträge und Filmberichte von Gerd Becker, Michael Koch, Eliane Koller
– Die Neuerfindung der Tradition auf Nuku Hiva; Die Arbeit des Austronesisten Michael Koch beim Festival des Arts des Marquises. Film von Gerd Becker mit Einführung.
– Filmbericht über das Festival des Arts des Marquises 2011 von Aumiti Kimitete.
Auswahl und Einführung Michael Koch
– Zur Geschichte einer Leidenschaft: Tanz auf Tahiti. Filmvortrag von Eliane Koller
Kurzfilme „Two Cars, One Night“ und „Va Tupuia“ (Samoa/NZ)
(In Koop. mit dem Zentrum für Interkulturelle Studien / Eintritt frei)
11. Mainzer Kurzfilmwoche Best-of-Festival „Shorts & Videos“
im CinéMayence vom 21. bis 24. Mai 2011
Pressefotos und ausführlicher Programmtext zum Download auf Dropbox
Kurzfilme sind aufregend, innovativ, unterhaltsam und immer wieder für eine Überraschung gut. Allein in Deutschland entstehen jährlich mehr als 1.000 Kurzfilme. Die wenigsten erreichen jedoch jemals eine Kinoleinwand. Um die besten von ihnen zu sehen, müsste man auf viele Festivals im In- und Ausland fahren. Das CinéMayence dreht dieses Verhältnis einfach um und holt die besten Filme der andernorts gezeigten Filme einfach nach Mainz. Das Publikum profitiert dabei von der mühseligen Vorarbeit unzähliger Jurys und Abstimmungen!
Dieses Jahr zeigen wir in vier aufeinander folgenden Programmen die Gewinner des Deutschen Kurzfilmpreises, eine Auswahl von den Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen und als Special mit Länderbezug erstmals Kurzfilme aus Venezuela.
Deutscher Kurzfilmpreis (2 Programme 21. und 24.5.)
Ein Highlight des Programms sind die Nominierungen und Gewinner des Deutschen Kurzfilmpreises, die Ende 2011 von Kulturstaatsminister Bernd Neumann verliehen wurden. Der Deutsche Kurzfilmpreis ist die höchste Auszeichnung für Kurzfilm in Deutschland. Wir zeigen Filmpreise in Gold und Nominierungen aller Kategorien (Animations-, Dokumentar- und Spielfilm) in zwei abendfüllenden Programmen.
Best of Oberhausen (22.5.)
Eine Auswahl von Filmen des weltweit renommiertesten deutschen Kurzfilmfestivals. Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen sind seit 50 Jahren Katalysator und Schaufenster aktueller Entwicklungen, Forum oft kontroverser Diskussionen und Entdecker neuer Trends und Talente.
Special: Filme aus Venezuela
Venezuela ist im Vergleich mit anderen lateinamerikanischen Ländern ein hierzulande weitgehend unbekanntes Filmland. In den vergangenen Jahren entwickelte sich aber gerade dort eine aufstrebende Filmindustrie. Im Jahr 1993 wurde das venezolanische Filminstitut CNAC (Centro Nacional Autónomo de Cinematografía) gegründet, das sich vor allem auch um die Ausbildung junger Filmemacher und die Förderung des Filmnachwuchses bemüht. Dabei spielt die Produktion von Kurzfilmen eine große Rolle.
In Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat der Bolivarischen Republik Venezuela in Frankfurt, dem Filminstitut CNAC und dem Filmforum Höchst zeigen wir nund erstmals in Mainz eine Auswahl preisgekrönter Kurzfilme aus Venezuela.
Resumé
Insgesamt sind knapp 30 preisgekrönte Kurzfilme im Programm. Soweit wir auswählen konnten, haben wir darauf geachtet, daß insbesondere Filme dabei sind, die mehrfach ausgezeichnet wurden. So kann man bei unserem „Best-of-Festival“ ein Kondensat der erfolgreichsten Filme eines ganzen Festivaljahres sehen.
aktuelle Neuigkeiten
Wir freuen uns, daß am Mo, 21. Mai zum ersten Programm mit Gewinnern des Deutschen Kurzfilmpreises der Regisseur Felix Clarin („Leben Lassen“) anwesend sein wird.
Zum Programm mit Filmen aus Venezuela am 23. Mai lädt der Konsul der Bolivarischen Republik Venezuela, Jimmy Chediak, zu einem Umtrunk ein!
Das ausführliche Programm steht hier online: http://www.cinemayence.de/best-of-festival/
Mo, 21.05., 20:30 h
Best-of-Festival – Shorts & Videos
Deutscher Kurzfilmpreis 1
5 Nominierungen und Filmpreise in Gold, digital, ca. 100 Min.
Di, 22.05., 20:30 h
Best-of-Festival – Shorts & Videos
Best of Oberhausen
7 Filme aus dem Programm der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, 35mm und Video, OmU, ca. 100 Min.
Mi, 23.05., 20:30 h
Best-of-Festival – Shorts & Videos
Best of Venezuela
8 preisgekrönter Kurzfilme aus Venezuela, DVD, spanOmenglU, ca. 110 Min.
mit einem Umtrunk auf Einladung des Konsul der Bolivarischen Republik Venezuela
Do, 24.05., 20:30 h
Best-of-Festival – Shorts & Videos
Deutscher Kurzfilmpreis 2
4 Nominierungen und Filmpreise in Gold, digital, ca. 90 Min.
Fr, 25.05. – Mi, 30.05., 20:30 h
Neues Kino aus der Türkei
»Lal Gece (Stille Nacht)«
Spielfilm von Reis Çelik, Türkei 2012, digital, 92 Min., OmU
Darsteller: Ilyas Salman, Dilan Aksüt u.a.
Inhalt
Eine Autokolonne, geschmückte Reiter, der Klang von Trommeln und Schalmeien. Männer tanzen im Schein von Fackeln. Getrennt davon feiern die Frauen. Eine traditionelle Hochzeit in einer abgelegenen Gegend der Türkei. Eine arrangierte Hochzeit. Weder die Braut noch der Bräutigam hatte eine Wahl. Das ist schlimm für die Braut. Aber wie ergeht dabei es dem Bräutigam?
Mit der Hochzeit soll die Blutfehde zwischen zwei Familien beendet werden. Die Braut ist noch ein Kind, der Bräutigam ein Mann, der sein halbes Leben wegen Ehrenmorde im Gefängnis verbracht hat. Das Gesicht der Kindsbraut ist das verborgene Gesicht der Gesellschaft. Der Bräutigam ist gezwungen, die Last der jahrtausendealten Tradition zu tragen.
»Das eigentliche Thema des Filmes ist, dass ein Mann, der in dieser Situation ist, sich selbst in Frage stellt. Ein Film, der die ganze Welt und die männliche Sichtweise interessiert. Am Ende wird es zu einem Film, in dem der Mann in Frage steht.« (Reis Çelik, Berlinale 2012).
Kritik
»Die Kritik an arrangierten Ehen und Zwangsheiraten, zwei Schlüsselthemen bei der Bewertung der „condition humaine“ der Gesellschaft, gehört zum integralen Themenkanon des türkischen Films. Meist nehmen die Filmemacher dabei zu Recht die Perspektive der benachteiligten Frauen ein. Reis Çelik zeigt in seinem Drama, dass die Folgen zwanghaft vermittelter sozialer Konventionen dabei durchaus auch Männersache sind (...)
Der Film gewann den Gläsernen Bären für den besten Film im Berlinale-Wettbewerb Generation 14plus und den Preis als „Bester Film“ (zusammen mit „Barbara“) und den Preis für die beste Hauptdarstellerin sowie den besten Hauptdarsteller beim Filmfestival Türkei/Deutschland in Nürnberg.
Links
Do, 31.05. – Sa, 02.06., 20:30 h
1644 ist der später weltberühmte Komödienautor Molière jung, unbekannt und völlig verschuldet, da verschwindet er. Was passierte währenddessen? Der Film erzählt was passiert sein könnte: Ein reicher Kaufmann namens Jourdain kauft Molière von den Schulden frei, dafür soll ihm Molière die Kunst der Komödie beibringen, mit der der Kaufmann einer jungen Dame imponieren möchte. Zuerst will Molière, der sich als Priester verkleiden muss, nur fliehen bis er seine Zuneigung zu Jourdains Ehefrau entdeckt und ein verwirrendes Liebesabenteuer beginnt. Diese freie Phantasie über eine unbekannte Zeit in Molières Leben ist ebenso eine an Intrigen und Verwirrspielen reiche Romanze wie eine Komödie mit vielen Anspielungen auf Stücke des Dichters wie „Le bourgeois gentilhomme“.
Links
Marie-Jeanne und Robert haben drei Kinder: Albert, Raphaël und Fleur. Eine ganz normale Familie, aber auch fünf unterschiedliche Menschen, an jeweils anderen Wendepunkten ihres Lebens. Für das Familienporträt werden fünf Tage ausgesucht, die jeweils aus der Perspektive eines Familienmitgliedes erzählt werden: Mit Albert, Fleur und Raphaël verliebt man sich und wird erwachsen, mit Marie-Jeanne und Robert durchlebt man die Höhen und Tiefen als Ehepaar und Eltern. Entscheidende Tage, nach denen nichts mehr so ist wie es einmal war.
C'EST LA VIE - SO SIND WIR, SO IST DAS LEBEN ist eine berührend-unterhaltsame Familiengeschichte, authentisch und voller Überraschungen. In den Hauptrollen brillieren als Eltern Jacques Gamblin ("Laissez-Passer" - Silberner Bär 2002) und Zabou Breitman, als Nachwuchs begeistern der Shootingstar Déborah François ("Das Mädchen, das die Seiten umblättert"), Marc-André Grondin ("C.R.A.Z.Y. - Verrücktes Leben") und Newcomer Pio Marmaï. Regisseur Rémi Bezançon inszeniert mit sicherem Gespür für die tragikomischen Momente des Lebens. Zusammen mit den herausragenden Schauspielleistungen und einem mitreißenden Soundtrack (David Bowie, Lou Reed) entwickelte sich der Film in Frankreich mit 1,2 Mio. Zuschauern zum absoluten Publikumsliebling.
Links
Das Kommunale Kino CinéMayence bietet im Juni ein Programm im Rahmen des Kultursommer Rheinland-Pfalz an:
Zum Thema
Weltweit erlebt die Religion eine Renaissance. Immer mehr Menschen verbinden die Suche nach Sinn und Spiritualität mit ihrem Erholungsbedürfnis zum Beispiel auf Pilgerreisen.
Im Tourismus geht es längst nicht mehr nur um körperliche, sondern auch um geistige ‚Wellness‘. Tourismus, Kultur, Wirtschaft und Kirche haben diesen neuen Trend erkannt. Sie kooperieren oder konkurrieren, um den Bedarf zu erfüllen. Neben Reiseunternehmen bieten auch die religiösen Institutionen solche Möglichkeiten an.
Religiöse Feste, Rituale und Zeremonien finden weltweit meist an kunst- und kulturhistorisch bedeutenden Orten und Denkmälern des jeweiligen Landes statt. Dort verbinden sich Kultur, Kunst und Religion. Solche Ereignisse werden in erster Linie für die eigenen Bedürfnissen organisiert. Doch fremde Zugereiste finden ebenfalls Gefallen daran. Touristen besuchen solche Orte und Ereignisse nicht mehr nur besichtigend und beobachtend. Sie entwickeln zunehmend tiefere Interessen und Gefühle für solche ‚Events‘ und tauchen voll darein und finden sich mitten drin.
Zur Filmreihe gehören deutsche und internationale Beiträge – Spielfilme wie Dokumentarfilme. Einige Vorführungen werden durch einführende Vorträge namhafter Religionswissenschaftler und anderer Fachleute ergänzt.
Pressefotos: http://dl.dropbox.com/
Verleihseite (dt): http://www.af-media.eu/index.php/de/cinema/night-of-silence
Offizielle türkische Seite: http://www.lalgecefilmi.com/
Facebook (türkisch): http://de-de.facebook.com/pages/Lal-Gece/121866487936492?sk=wall&filter=12
Pressefotos:
Cinéfête 12
»Molière«
Spielfilm von Laurent Tirard, F 2006, 35mm, OmU, 120 Min.
Darsteller: Ilyas Salman, Dilan Aksüt u.a.
Filminfo Unifrance Films: http://www.unifrance.org/film/27342/moliere
Produzentenseite: http://www.wildbunch.biz/films/moliere
Info für Schulen: http://www.cinemayence.de/cinefete.html
Material: http://www.kinofenster.de/filme/filmarchiv/moliere-film/
So, 03.06. – Di, 05.06., 20:30 h
Cinéfête 12
»Le premier jour du reste de ta vie«
(C’est la vie – So sind wir, so ist das Leben)
Spielfilm von Rémi Bezançon, F 2007, 35mm, OmU, 114 Min.
Darsteller: Jacques Gamblin, Zabou Breitman, Déborah François
Offizielle dt. Filmseite: www.cestlavie.kinowelt.de/
Offizielle frz. Filmseite: www.lepremierjour-lefilm.com/
Info für Schulen: http://www.cinemayence.de/cinefete.html
Material für Lehrer: http://www.kinofenster.de/filme/..
„Mit Gott in die Welt – Religionstourismus im Film“
Kultursommer-Programm vom 6. - 26. Juni im CinéMayence, Mainz
Nah am Motto des Kultursommer 2012 thematisieren wir verschiedene Aspekte von Kultur und Religion vor dem Hintergrund der Suche nach Sinn und Spiritualität auf Pilgerreisen und im Tourismus.
Für die Konzeption und Durchführung des Programms konnten wir den Beistand des Religionswissenschaftler und Tourismusexperten Dr. Ajit Singh Sikand gewinnen.
In Kooperation mit der interdisziplinären Forschungsplattform „Zentrum für Interkulturelle Studien“ an der Universität Mainz).
Die Programmreihe wird gefördert von Kultursommer Rheinland-Pfalz e.V.
Internetseite: http://www.cinemayence.de/kuso.html
Mi, 6. – Fr, 8. Juni, 20:30 h
Eröffnung am 6. Juni mit Einführung von Dr. Ajit Singh Sikand
Mit Gott in die Welt – Religionstourismus im Film / Indien / Hindu
»Short Cut to Nirvana: Kumbh Mela«
Dokumentarfilm von Maurizio Benazzo & Nick Day
USA 2004, 35mm, DF, 87 Min.
Die Kumbh Mela in Indien gilt als die größte Pilger-Zusammenkunft von Menschen überhaupt in der Geschichte der Menschheit. An die 70 Millionen Menschen kommen seit 2000 Jahren im Abstand von jeweils 12 Jahren zusammen. Und zwar auf einem in der Trockenzeit frei liegenden Flussbett-Stück des Ganges-Flusses, an einer Stelle kurz bevor die für Hindus heiligen Flüsse Ganges, Yamuna und der mystische Saraswati ineinander fließen, nahe der Stadt Allahabad.
Für etwa sechs Wochen entsteht eine provisorische Zeltstadt, in welcher die Menschenmassen vor Tageshitze und der Nachtkälte Unterschlupf finden. Den Organisatoren bereiten neben Sicherheits- vor allem immer Versorgungs- und Hygienefragen die größten Kopfschmerzen. Die bedeutendsten Religionspersönlichkeiten, Gurus und Spirituelle Führer des Hinduismus haben in der gigantischen Zeltstadt meist eigene regelrechte Stadtviertel, die tagsüber geprägt sind von Religionsveranstaltungen wie Lesungen, Meditationen oder Gesprächen der verschiedensten Glaubensausrichtungen.
Begleitet von dem charismatischen Hindu-Mönch Swami Krishnanand und einigen Pilgern aus der westlichen Welt, nimmt der Film den Zuschauer mit auf eine Reise tief hinein in die lebendige, facettenreich pulsierende Welt der Kumbh Mela.
HINTERGRUND: Die Kumbh Mela wird schon seit langem gefeiert; die erste schriftliche Erwähnung findet sie jedoch erst in den Aufzeichnungen des chinesischen Reisenden Xuanzang im 7. Jahrhundert, der den Herrscher Harsha Vardhana 644 n.Chr. zur Kumbh Mela nach Prayag begleitete.
Angaben über die Menge der badenden Pilger finden sich ab 1906, wo es ca. 2,5 Millionen am Mauni Amavashya waren. 2001 waren es ca. 30 Millionen.
Die Versammlung von Sadhus, heiligen indischen Mönchen, die während der ganzen Kumbh Mela zugegen sind und aus den entlegensten Orten Indiens zusammenkommen, gilt neben den Waschungen als Hauptattraktion der Kumbh Mela.
Der Film wird zur Eröffnung der Programmmreihe am 6. Juni mit einem Vortrag von Herrn Dr. Ajit Singh Sikand (Indologie, Johann Gutenberg Universität Mainz) begleitet.
Filmseite der Produktion: www.melafilms.com/
Filmseite auf Cinema.de: http://www.cinema.de/film/kumbh-mela
Sa, 9. Juni, 18:00 h
So, 10. Juni, 20:30 h
Mo, 11. Juni, 20:30 h mit Einführung durch Prof. Dr. Martin Mittwede
Mit Gott in die Welt – Religionstourismus im Film / Buddhismus
»Rad der Zeit (Wheel of Time)«
Dokumentarfilm von Werner Herzog unter Mitwirkung seiner Heiligkeit des XIV. Dalai Lama
D 2003, 35mm 1:1,85, 81 Min, OF (dt. Kommentar)
INHALT: Werner Herzogs Dokumentation gewährt einen tiefen Einblick in das wichtigste Buddhistische Ritual - die Kalachakra Initiation in Bodh Gaya (Indien) und Graz (Österreich) durch seine Heiligkeit den Dalai Lama. Zum ersten Mal darf eine Kamera die Festlichkeiten begleiten und die Entstehung des Kalachakra Sandmandalas dokumentieren. Exklusive Interviews mit dem Dalai Lama beleuchten die Hintergründe. Herzog verbindet die Kalachakra Initiation mit einer Pilgerfahrt zum heiligen Berg Kailash in Tibet. Er nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in die Farbenpracht, Demut und Friedlichkeit des Buddhismus. Mit besonderem Dank an: Seine Heiligkeit dem XIV. Dalai Lama, Ven. Geshe Tenzin Dhargye, den Mönchen vom Namgyal Kloster, Chungdak D. Koren, Dr. Manfred Klell, Madhurita Negi Anand, Lama Lhundup Woeser, Takna Jigme Sangpo, Matthieu Ricard, Thupten Tsering Mukhimsar.
HINTERGRUND: Vor zweieinhalb tausend Jahren verließ der Königssohn Siddhartha Gautama seine Heimat an den Ausläufern des Himalaja und Begann seine Wanderschaft auf der Suche nach Wahrheit. Nach Jahren des Wanderns kam er in der Tiefebene des Ganges, in der Nähe des Dorfes Bodh Gaya an. Er rastete unter einem Baum und fand Erleuchtung. Seitdem ist er als "Buddha", der Erleuchtete, bekannt. Der Maha Bodhi Tempel markiert den Ort, an dem Buddha verweilte und neben ihm steht mittlerweile die 5.Generation des ursprünglichen Baumes. Für die Welt des Buddhismus ist dies heiliges Land. Pilger aus der ganzen Welt kommen hierher. Im Jahre 2002 sind es eine halbe Million.
»Das Thema Buddhismus ist mir von Natur aus fremd. Ich meine damit, dass ich aus einer anderen Kultur stamme und nie das Bedürfnis hatte, in einem anderen Kulturkreis Religionstourismus zu betreiben.« (Werner Herzog)
»Bleibt in eurer Kultur, bleibt in der Religion, die euch kulturell zugehörig ist. Aber studiert den Buddhismus, denkt euch in die Denkweise hinein.« (Dalai Lama)
Am 11. Juni mit Einführung von Prof. Dr. Martin Mittwede (PD Goethe Universität Frankfurt)
Filmseite des Regisseurs: www.wernerherzog.com/114.html
Interview: www.kino-zeit.de/filme/rad-der-zeit-ein-interview-mit-werner-herzog
Trailer: http://www.studiocanal.de/trailer.php?kino_trailer=4&gross=1
Di, 12. Juni, 20:30 h
Mi, 13. Juni, 18:00 h
Do, 14. Juni, 20:30 h mit Einführung von Jaspal Singh
Fr, 15. Juni, 20:30 h
Mit Gott in die Welt – Religionstourismus im Film / Hermann Hesse & Indien
»Siddhartha«
Spielfilm von Conrad Rooks nach dem Roman von Hermann Hesse
Darsteller: Shashi Kapoor, Simi Garewal, Romesh Sharma; Kamera: Sven Nykvist
USA/Indien 1972, 35mm Scope, 88 Min., DF
„Wer ständig nur auf der Suche ist, ist nur von seinem vermeintlichen Ziel besessen und verpasst sein Leben in der Gegenwart“
INHALT: Der junge Brahmane Siddharta begibt sich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens. Seine Erfahrungsreise führt ihn durch verschiedene Lebensstationen, von Meditation, geistigen und religiösen Studien, leidenschaftlicher Liebe bis hin zur inneren Harmonie mit sich selbst.
Nach der Dichtung des deutschen Literatur-Nobelpreisträgers Hermann Hesse hat Conrad Rooks den Film in Nordindien gedreht; u.a. in der Heiligen Stadt Rishikesh, dem Privatbesitz und Palast seiner Königlichen Hoheit Maharaja of Bharatpur.
In warmen Farbtönen, unterlegt mit indischer Musik, entführt er uns in die geheimnisvolle Welt eines jungen Brahmanen auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens. Siddhartha verlässt zusammen mit seinem Freund Govinda sein reiches Elternhaus und wird ein wandernder Bettelmönch. Nach Jahren strenger Askese und der Entdeckung des Buddhismus lernt er, dass er selber denken und eigene Lebenserfahrungen machen muss. So bittet er die schöne Kurtisane Kamala, ihn in die Geheimnisse der Liebe einzuweihen. Seine hingebungsvolle Leidenschaft und sein neuer Reichtum vermögen ihn jedoch nicht zufriedenzustellen. Erst als Fährmann am Ufer eines breiten Flusses findet Siddhartha Antworten auf all seine Fragen. Er gelangt letztendlich zu seinem Ziel, der inneren Harmonie.
KRITIK: »Neben dem visuellen Genuss bietet Siddhartha vor allen Dingen einen Einblick in das Indien der Jahrhundertwende. Rückblickend am interessantesten ist vielleicht seine Funktion als ein Stück Zeitgeschichte. Siddhartha verkörpert -- wie kaum ein anderer Film seiner Zeit -- den psychedelischen Kult der Vietnam-Ära.« (Thomas Reuthebuch)
Am 14. Juni mit einer Einführung von Jaspal Singh (Doktorand, Cardiff University)
Filmseite des Verleihs: www.movienetfilm.de/siddharta/index.php
Pressefotos: http://www.movienetfilm.de/siddharta/pressefotos.php
Sa, 16. Juni 18:00 h – 23:00 h
Mainzer Museumsnacht
Kurzfilme von FilmemacherInnen aus Rheinland-Pfalz
Vorhang auf für: Filmland Rheinland-Pfalz
Obwohl Rheinland-Pfalz der letzte weiße Flecken auf der Filmförderungskarte der Bundesrepublik ist, so gibt es fast alles, was es anderswo auch gibt: Kinobesucher, Filmfans, Film- und Medienausbildung, Produzenten, Fernsehanstalten, Filmtheater, Festivals und ein Kommunales Kino. Es existiert hierzulande eine äußerst lebendige Szene von Filmliebhabern und Filmemachern – insbesondere auch beim Mediennachwuchs.
Unser Programm zur Mainzer Museumsnacht steht daher ganz unter dem Motto: „Gebt dem Nachwuchs eine Chance!“ und präsentiert witzige, spannende, nachdenklich machende und unterhaltsame Kurzfilme von jungen Filmemachern der Region.
18 Uhr: Kurzfilmauswahl
Eine Auswahl aus den vier Programmen der Kurzfilmnacht.
Kurator: Tidi von Tiedemann (Kontrastfilm)
19 Uhr: Filmwissenschaftler machen Filme
Kurzfilme, die im Rahmen des „Filmischen Modellversuchs“ an der Universität Mainz entstanden sind.
Kuratorin: Viola Löffler (Medienzentrum der Uni Mainz)
20 Uhr: Kurzfilme von der FH Mainz - Kommunikationsdesign
Eine Auswahl von Filmen der Lehreinheit Kommunikationsdesign an der FH Mainz.
Kuratorin: Prof. Sylvie Pagé
21 Uhr: Kurzfilme von der FH Mainz – Zeitbasierte Medien
Eine Auswahl von Filmen der Lehreinheit Zeitbasierte Medien an der FH Mainz.
Kuratorin: Prof. Anja Stöffler
22 Uhr: Kurzfilme von der Kunsthochschule Mainz
Filme von Studierenden an der Kunsthochschule Mainz (künstlerische Klasse Prof. Harald Schleicher)
23 Uhr: Kurzfilmauswahl
Eine Auswahl aus den vier Programmen der Kurzfilmnacht.
Kurator: Tidi von Tiedemann (Kontrastfilm)
Einlaß zu jeder vollen Stunde mit Museumsnacht-Bändchen (kein Kartenverkauf)
So, 17. + Mo, 18. Juni 20:30 h
Mit Gott in die Welt – Religionstourismus im Film / Heilige Insel in Japan
»88 – Pilgern auf Japanisch«
Dokumentarfilm von von Gerard Koll; Musik: Arpad Bondy; D 2008, digital, 88 Min., OmU
INHALT: Länger und älter als der Jakobsweg ist der Weg der 88 heiligen Stätten. Er umkreist die japanische Insel Shikoku. Wegen der vielen Tempel, Schreine und Mönche nennen Japaner sie die „heilige Insel“. Dort pilgern Menschen seit zwölfhundert Jahren, entlang einer Route von 1.300 Kilometern, markiert durch 88 Tempel. Die Zahl gab dem Weg seinen Namen: hachijuhakkasho – die 88 heiligen Stätten. Der Filmemacher und Journalist Gerald Koll ging als einer der wenigen nicht-japanischen Pilger im Frühjahr 2007 diesen Weg – allein, mit einer Kamera. Ohne Buddhist zu sein und ohne japanisch zu sprechen. Auf der Suche nach dem eigentümlichen Zustand des Pilgerns, „henro boke“...
Wer hier geht, ist Japaner und Buddhist. Nur ganz selten mischt sich ein Ausländer darunter. Zum Beispiel im Frühjahr 2007. Da ging ein Deutscher mit, allein, begleitet von seiner Kamera. Er war auf der Suche nach „henro boke“, dem eigentümlichen Zustand des Pilgerns, den ihm ein Japaner auf dem Jakobsweg prophezeit hatte. Er war allein und fand vieles:
trommelnde Mönche, erwachende Schlangen, Schamanen, Sutren,
Fremdheit im umfassenden Sinn des Wortes.
Das Wort Pilger kommt aus dem Lateinischen. Es heißt „fremd; Fremder“. Sich der Fremdheit auszusetzen, ist eine zentrale Idee des Pilgerns. Hier auf der ländlichen Insel Shikoku gibt es keine lateinischen Schriftzeichen. Kaum jemand spricht Englisch. Die Landkarten: Rätsel. Genau der richtige Ort für eine Pilgerreise in die Fremde.
Wo befindet man sich, wenn man andauernd fehl am Platz ist, nicht mitreden kann, sich ständig verläuft, in die Einsamkeit schlittert, sich im Dschungel fremder Zeichen verirrt und nie weiß, ob man nach 1.300 Kilometern wirklich dort ankommt, wo man ankommen soll?
Wie fühlt man sich, wenn man erfährt, dass andere diesen unendlich langen Weg nicht nur einmal oder sieben Mal gepilgert sind, sondern 385 mal? Die Insel ist heilig und ein bisschen verrückt, vielleicht nicht nur ein bisschen. Vielleicht ist es der Pilger aus Deutschland auch geworden –
und mit ihm seine Doku.
KRITIK: »„88 - Pilgern auf Japanisch“ ist ein kleiner wunderbarer Film, der das Erhabene anpeilt, ohne in falsche Pilgerromantik abzugleiten, mit subtilem Humor erzählt und immer voller Überraschungen steckt.« (Deutschlandradio)
»Wer ein gerütteltes Maß an Aberwitz und Skurrilität zu schätzen weiß, ist hier goldrichtig.« (zitty)
»Mit offenen Augen und echter Neugier entdeckt Koll die kulturellen Eigenschaften Japans und seiner Menschen, bis sich die Fremde in einen angenehmen Zwischenzustand auflöst.« (Blickpunkt Film)
Regisseur-Statement:»Diese Reise führt ins Nichts. Insofern bin ich am Ziel angelangt. Das Unbekannte war es, was ich gesucht hatte (...) Als Pilger wird man nicht schlau, sondern egozentrisch. Ein Pilger ist immer hungrig, ein schwarzes Loch, das zufällige Phänomene verschlingt, um sie zu Sinngebilden zu verdauen. Es muss Sinn ergeben, dieses endlose Latschen. Jede Blase, jeder Stich, jede Prellung muss zu irgendetwas gut sein. Sinnpflaster lindern. Allein sein ist schön – solange man als Alleinseiender gewürdigt wird. An dieser Stelle springen Religionen bei und füttern die Schlunde mit Sinnzeichen.« (Gerald Kroll: Die Kunst den Stock aufzusetzen)
Filmseite: www.88-pilgern-auf-japanisch.de/
Pressematerial: www.salzgeber.de/presse/archiv.html#88
Trailer: http://www.88-pilgern-auf-japanisch.de/TRAILER-Deutsch/index.html
19. Juni, 20:30 h mit Einführung von Prof. Edmund Weber
Mit Gott in die Welt – Religionstourismus im Film / Indien / Ethnographischer Film
»Vari - An Indian Pilgrimage (Eine indische Wallfahrt)«
Dokumentarfilm von Günther D. Sontheimer & Henning Stegmueller, D 1989. 88 Min., Beta oder DVD
Alljährlich brechen Hunderttausende von Pilgern zu einer Wallfahrt nach Pandharpur auf, um ihrem Gott Pandurang, einer Inkarnation Krishnas, zu huldigen. Während dieser Zeit durchbrechen die Pilger (= Varkari) das starre Kastensystem der indischen Gesellschaft und können ihren Alltagssorgen entfliehen. Auf der transzendentalen Ebene einigt die Pilger der Wunsch, geistige und religiöse Kräfte zu sammeln. Der Film dokumentiert die bis ins 13. Jahrhundert zurückgehende Wallfahrt und versucht, in einer Mischung aus Spannung, Kunst und Wissenschaft ein poetisches Bild dieses Phänomens zu zeichnen. Er wendet sich gegen die stereotypen Indienbilder und will die Lebensfreude und die philosophischen Einsichten der Menschen ergründen.
Eine der beliebtesten Wallfahrten in dem indischen Staat Maharashtra ist der Hindu Gottheit Vitthal gewidmet. Die Pilger starten von zwei Orten aus: von Alandi, dem Wohnort des heiligen Poeten Dnyaneshwar aus dem 13. Jahrhundert, und von Dehu, dem Geburtsort des heiligen Poeten Tukaram aus dem 17. Jahrhundert. Symbolische Sandalen der beiden Heiligen werden zum Tempel in Pandharpur getragen. Die Pilger singen und tanzen auf ihrem Weg und nutzen Zeltplätze, wo die Lokalbevölkerung sie mit Liebe und Respekt empfangen.
Die fröhlichen und farbenfrohen Prozessionen der Pilger sowie die Hintergründe der Wallfahrt sind Gegenstand dieses epischen Dokumentarfilms. Ergänzend erläutern Gelehrte in Interviews die Bedeutung der Wallfahrt.
Hintergrund-Info: Günther Dietz Sontheimer (1934-1992) war ein deutscher Pionier in der Erforschung Indischer Kultur. Sontheimer begann seine Studien mit Feldforschung bei den nomadischen Schäfern von Dhangar in Maharashtra, von denen die meisten Analphabeten waren. Die Forschungsgemeinde wollte Stammestraditionen nicht als relevante Quellen für Kulturstudien akzeptieren und spotteten über die Vorstellung einer Religion ohne Schrift und Texten. Um seine Erkenntnis zu belegen, mußte er seine Untersuchungen dokumentieren. Sontheimer reiste vor Ort und zeichnete Rituale, Lieder und Tänze mit Tonband und einer 8mm-Kamera auf. Das Archivmaterial wurde von dem Fotografen und Filmemacher Henning Stegmüller in Zusammenarbeit mit Sontheimer restauriert und in dem Film über Vari verwendet.
Henning Stegmüller ist vor allem für seine ethnographischen Filme bekannt. Seit vielen Jahren gilt sein Interesse der Provinz Maharashtra und ihrer Hauptstadt Bombay.
Einführung: Prof. Dr. Edmund Weber (Emeritus, Religionswissenschftler, Goethe Universität Frankfurt) und Dr. Kasturi Dadhe (Indologie, Johann Gutenberg Universität Mainz)
Filmseite des Regisseurs: http://www.henning-stegmueller.de/Filme/filme.html
Mi,20. Juni, 20:30 h
Do, 21. Juni, 20:30 h
Fr, 22. Juni, 18:00 h
Sa, 23. Juni, 20:30 h
Mit Gott in die Welt – Religionstourismus im Film / Christen / Jakobsweg
»Saint Jacques – La mecque (Pilgern auf Französisch)«
Spielfilm von Coline Serrau, F 2005, 35mm 1:1,85, 107 Min., OmU
Darsteller: Jean-Pierre Darroussin, Muriel Robin, Artus de Penguern
INHALT:Die Lebensläufe der drei Geschwister Clara, Claude und Pierre haben sich im gegenseitigen Einvernehmen auseinanderdividiert. Man kann sich schlicht nicht ausstehen. Bis die Mutter stirbt und der Erbschaftsverwalter den dreien eröffnet, dass die Kohle nur dann rechtmässig dem Nachwuchs übergeben werden kann, wenn sie sich gemeinsam auf den Jakobsweg machen und zu Fuss nach Santiago de Compostela pilgern. Wohl oder übel schnüren die griesgrämige, atheistische Lehrerin (Muriel Robin) und der hypochondrische Chef einer Staubsaugerfabrik (Artus de Penguern) ihren Rucksack. Nur der "subsidierte Säufer" und chronisch blanke Langzeitarbeitslose (Jean-Pierre Darroussin) versteht nicht ganz, auf welchen Trip er sich da begibt, und steht so ohne Proviant und ordentliches Schuhwerk am ausgemachten Treffpunkt.
Die drei schließen sich einer illustren Reisegruppe an. Dort müssen sie feststellen, dass sie beileibe nicht die einzigen widerwilligen Teilnehmer sind. Reiseleiter Guys Fernbeziehung steht kurz vor dem Kollaps, der junge Araber Saïd ist bloß der Liebe wegen hier und sein unbedarfter Cousin im Schlepptau wähnt sich auf dem Weg nach Mekka. Alle haben sie viel zu viel Gepäck und von Gruppendynamik noch keine Spur. Aber kalte Duschen und Blasen an den Füssen fördern das Wir-Gefühl. Der Weg nach Santiago de Compostela ist lang und die Reise dahin voller überraschender Einsichten ...
KRITIK: »"Der Weg ist das Ziel", verkündete schon der fernöstliche Philosoph Konfuzius und gemäß dieser alten Weisheit geht es auch in Serreaus Film primär um die gruppendynamischen Prozesse, die die Reise mit sich bringt, um die Entwicklungen und Erkenntnisgewinne, die sich beim gemeinsamen Bewältigen der Hürden und Widrigkeiten des Weges vollziehen. Gewiss: Das ist zwar alles andere als ein neues Konzept, doch sind die Charaktere von "Saint Jacques" derart unwiderstehlich, dass man sich an den neun kuriosen Gestalten kaum satt sehen kann.« (Kulturzeit, 3sat)
»Unter dem verständnis-, wenn nicht sogar liebevollen Blick der Regisseurin entwickelt sich das gemächliche, zu Fuss voranstolpernde Roadmovie wie selbstverständlich zu einer Art Allegorie auf die moderne Gesellschaft. Es teilt parteilos aus, wenn es um die Managerkaste oder um Langzeitarbeitslose geht, die allzu gern an der Theke stehen, übt sich jedoch in Nachsicht und Geduld, wenn soziale Phantasien ins Spiel kommen, nimmt nicht zuletzt deshalb die Träume seiner Protagonisten ernst, denn sie sind es, die der neuen Wirklichkeit immer ein Stück vorauseilen. (Marli Feldvoss, NZZ)
Filmseite bei Unifrance: www.unifrance.org/film/25623/saint-jacques-la-mecque
Pressematerial: www.lunafilm.at/presse/saintjacques.html
So, 24. Juni, 20:30 h
Mo, 25. Juni, 18:00 h
Di, 26. Juni, 20:30 h
Mit Gott in die Welt – Religionstourismus im Film / Christen / Lourdes
»Lourdes«
Spielfilm von Jessica Hausner, A/F/D 2009, digital, 95 Min., OmU
Darsteller: Sylvie Testud, Léa Seydoux, Bruno Todeschini, Elina Löwensohn
INHALT: Hauptfigur des Films ist eine gelähmte Frau, Christine: wir sehen die Reise durch ihre Augen, ihr durch die Bewegungsunfähigkeit eingeschränktes Blickfeld ist unser Fenster zur Welt, durch das wir ihre Sehnsucht nach menschlicher Gemeinschaft und Nähe erleben. Ihr durch die Krankheit verändertes Leben hat sie in eine unfreiwillige Isolation gezwungen, die sie überwinden möchte. Sie sehnt sich danach, wieder dazu zu gehören, alles tun zu können, was die anderen so problemlos können, normal zu sein. In Maria, einer jungen Malteserin und Christines Betreuerin, findet sie das Bild ihrer Vergangenheit und eine neue Hoffnung erwacht in ihr ...
»Der Film zeigt eine Gruppe von Pilgern mit ihren Geistlichen und den Assistenten des Malteserordens, die den Ritualen eines Besuches in Lourdes folgen: Die Grotte, die Abendmahlssegnung, die Beichte, Prozessionen, das Baden im Wasser... Die Hauptfigur, Christine, ist schwer MS-krank und gelähmt. Sie ist schon mit einer gewissen Hingabe mitgekommen, aber in erster Linie nur der schönen Reise wegen. Die ältere Dame, mit der sie das Zimmer teilt, ist andächtig und kümmert sich sehr um sie. Während der Pilgerreise spürt Christine eine zunehmende Kraft in sich und scheint schließlich geheilt zu sein. In ihrer Gruppe gibt es darauf unterschiedliche Reaktionen, von Freude bis Misstrauen - der Film lässt Christines Zukunft offen.« (Statement von SIGNIS, World Catholic Association for Communication)
KRITIK: »Ganz allmählich entsteht aus den Massengottesdiensten und dem Gerede und dem Lästern der Pilger, aus all' den Neon-Heiligenscheinen und bunten Marienfigürchen eine leise Farce. "Lourdes" zeigt das große kitschige Geschäft mit der Hoffnung, das am Ende mit dem Preis für die beste Pilgerin des Jahres lockt.« (Katja Nicodemus, Deutschlandfunk)
Offizielle Filmseite: www.lourdes-derfilm.at/
Pressematerial: http://www.coop99.at/www-LOURDES/dt/press.htm
+++ anschließend Sommerpause +++
Texte
Bilder
NACHRICHTEN - Chronik
3.2.2012 || Themen im März-Programm: Frauen / Regisseurinnen / Black Power
Nach den Themenschwerpunkten "Geschichte" und "Europa" setzen wir im März den kleinen Schwerpunkt mit Filmen aus Lateinamerika fort und bringen als neuen roten Faden im Programm Filme von Frauen und über Frauen.
12.1.2012 || Themen im ersten Quartal: Filme aus Lateinamerika / Geschichte / Europa
Wir beginnen die Spielsaison mit dem chilenischen Spielfilm "Huacho" über die Folgen der Globalisierung für die Landbevölkerung. Zum Thema Geschichte im Film zeigen wir gemeinsam mit dem Verein der Freunde des Geschichtsinstitut der Uni Mainz Charles Chaplin's "Der grosse Diktator" (im engl. Original!). Um Geschichte (und Geschichten) geht es auch in "Die Mühle & das Kreuz", die kongeniale Verfilmung eines Gemäldes aus dem 17. Jahrhundert (P. Brueghel's Kreuztragung Christi).
Die AG Stadtkino e.V. freut sich für das CinéMayence-Jahresprogramm 2011 zwei Filmtheaterprogrammpreise des Landes Rheinland-Pfalz erhalten zu haben. Die Preise wurden für das allgemeine Filmprogramm (dotiert mit 4.000 €) und für das Kurzfilmprogramm (dotiert mit 750 €) des Mainzer Kommunalen Kinos vergeben.
„Ziel des Landes Rheinland-Pfalz sei es, ein vielfältiges Programmangebot auch jenseits der großen Kinoketten zu ermöglichen.“, sagte Walter Schumacher, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, anläßlich der Preisverleihung in Kaiserslautern.
Siehe auch: www.kulturland.rlp.de
9.6.2011 || AG Stadtkino feiert!
1985 wurde der Träger des CinéMayence, die Arbeitsgemeinschaft Stadtkino e.V. gegründet, um in Mainz ein Kommunales Kino einzurichten. 25 Jahre plus einige Monate später erhält das CinéMayence eine digitale Projektionsanlage und ist damit für die weitere Zukunft gewappnet.
Diesen Anlaß wollen wir am 9. Juni feiern. Gleichzeitig bedanken wir uns damit beim Land Rheinland-Pfalz für die Förderung der digitalen Erweiterung unserer Vorführtechnik.
Wir beginnen am Donnerstag, den 9. Juni um 19:30 Uhr mit einem Empfang im Salon des Institut français. Im Rahmen der Feier gibt es Live-Musik von Tango Transit und ein kurzes Programm mit Kurzfilmen zur Demonstration der neuen Technik.
Eintritt frei – Spenden erbeten
u.A.w.g. E-Mail: kino(at)cinemayence.de
Info aus unserem Archiv: www.cinemayence.de/jubi.html
15.5.2011 || Malteser organisierten Seniorenkino mit Andacht, Film, Kaffee & Kuchen
Etwa 65 Senioren und Seniorinnen kamen zu einem ganz besonderen Kinonachmittag am vergangenen Sonntag ins CinéMayence. Nach einer Andacht mit Diakon Stefan Faust (Bild) konnten die Besucher - viele von Ihnen über 70 Jahre alt – einen Film aus ihrer Jugendzeit wiedersehen. Gezeigt wurde "Der Hauptmann von Köpenick" nach Carl Zuckmayer unter der Regie von Helmut Käutner mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle. Zwischendurch gab es Kaffee und Kuchen.
Die AG Stadtkino e.V. freut sich heute für das CinéMayence-Jahresprogramm 2009 einen Filmtheaterprogrammpreis des Landes Rheinland-Pfalz erhalten zu haben. Der Preis wurde für das allgemeine Filmprogramm (dotiert mit 2.500 €) und für das Kurzfilmprogramm (dotiert mit 1.000 €) des Mainzer Kommunalen Kinos vergeben.
„Mit den Preisen honoriert das Land ein vielfältiges und ambitioniertes Kinoprogramm, das durch das große Engagement der Kinobetriebe in Rheinland-Pfalz ermöglicht wird“, sagte Kulturministerin Doris Ahnen anläßlich der Preisverleihung in Hachenburg.
Siehe auch: www.kulturland.rlp.de/Aktuell
Ab der Herbstspielsaison bieten wir als Versuchsballon einige Filme im Programm zusätzlich um 18 Uhr an. Hintergrund: viele ältere Menschen, die das CinéMayence-Programm und das Ambiente im Haus sehr schätzen, sind ungern spät abends noch unterwegs. Insbesondere in der dunklen Jahreszeit ist der reguläre Programmbeginn um 20:30 Uhr ein Hindernis für den Besuch.
04.10.2010 || Kultusministerium unterstützt digitale Umrüstung im Mainzer Kommunalen Kino CinéMayence
Wie Kulturministerin Doris Ahnen am vergangenen Donnerstag (30.09.10) mitteilte, werden rheinland-pfälzische Kinos in kommunaler und Vereinsträgerschaft bei der Umstellung auf digitale Technik aus Mitteln des Konjunkturprogramms II unterstützt, darunter auch das CinéMayence.
Die AG Stadtkino e.V. dankt dem Ministerium für diese Initiative und freut sich, dass sich hiermit ein Fenster für das CinéMayence geöffnet hat, um an der Digitalisierung des Kinos teilnehmen zu können.
Für Kinos wie das CinéMayence ist ein Einstieg in die digitale Projektion besonders wichtig. Denn gerade im kulturellen Sektor ist die Digitalisierung viel schneller vorangeschritten als im kommerziellen Sektor. So werden, zum Beispiel, Nachwuchsfilme, Dokumentarfilme und Independent-Produktionen, die im Programm eines Kommunalen Kinos eine große Rolle spielen, schon lange digital hergestellt und immer häufiger nur noch digital vertrieben.
Mithilfe der Förderung strebt das CinéMayence, was die Technik betrifft, eine kleine Lösung an, da in Zeiten knapper öffentlicher Kassen eine Finanzierung der Umstellung auf den höchsten technischen Standard, wie er von den amerikanischen Major Companies gefordert wird, illusorisch erscheint.
Auch diese bescheidene Lösung ist für das CinéMayence nicht leicht zu stemmen, weshalb die AG Stadtkino e.V. an die Öffentlichkeit appelliert, die Umstellung mit Spenden zu unterstützen, damit nicht am Programmangebot gespart werden muss.
Wie auch immer sich die Digitalisierung in Zukunft noch weiterentwickelt, eine Besonderheit bleibt zumindest für die Kommunalen Kinos: auch nach einem kompletten „digital roll-out“ werden sie die 35mm-Filmprojektion pflegen und vorhalten – jedenfalls solange das umfangreiche Repertoire der Filmgeschichte auf klassischen Filmrollen verfügbar ist. Und Filmgeschichte soll auch in Zukunft im CinéMayence vermittelt werden können.
26.05.2010 || Regisseur Olivier Assayas kommt am 1. Juni
Olivier Assayas, einer der bedeutendsten französischen Regisseure der jüngeren Generation, kommt anläßlich der Deutschland-Premiere seines Film L'HEURE D'ÉTÉ am 1. Juni ins CinéMayence.
Olivier Assayas (* 25. Januar 1955 in Paris) ist Regisseur, Drehbuchautor und langjähriger Redakteur für Les Cahiers du cinéma. Er ist der Sohn des Regisseurs Jacques Rémy.
24.05.2010 || Volles Haus für Ismael Khatib
Ismael Khatib, der Protagonist des Films »Das Herz von Jenin« beantwortete am Pfingstmontag im CinéMayence Fragen zum Film und berichtete über seine Projekte in Jenin. Trotz des sonnigen Wetters war das Haus voll, um den Film zu sehen und natürlich um Ismael Khatib selbst zu hören.
Erinnern Sie sich an die Geschichte des palästinensischen Vaters, der mit dem Herz seines Sohnes, der von israelischen Kugeln getroffen wurde, als Organspende ein israelisches Mädchen rettet? Der Film heißt »Das Herz von Jenin« und wir zeigen ihn an Pfingstmontag um 17:30 Uhr. Denn, und das ist der Anlaß, der palästinensische Vater Ismael Khatib ist in Mainz und wird im CinéMayence von seinen damaligen Erlebnissen und seinen aktuellen Projekten zur Förderung des palästinensisch-israelischen Friedens erzählen!
Ab heute steht auch das Programm der FH Mainz im Rahmen der Kurzfilmwoche "Best-of-Festival – shorts & videos" online.
Das umfangreiche Programm mit 25 kurzen und kürzesten Filmen wurde unter großem Aufwand von Prof. Sylvie Pagé mit Hilfe von Vanouch Balian von der Fachschaft Zeitbasierte Medien zusammengestellt.
Das Programm "Best of FH Mainz" wird am Samstag, 24. April gezeigt und von
Prof. Anja Stöffler und Prof. Sylvie Pagé moderiert.
Während in Mainz der Leiter des CinéMayence einen informativen Vortrag über Kommunale Kinos und die eigene Arbeit hielt (s. Bild), zeichnete Michael Ebling, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur in Simmern das CinéMayence mit einem der Filmtheaterpreise des Landes aus.
Für ein anspruchsvolles Filmprogramm im Jahr 2008 erhielt das CinéMayence die Auszeichnung in Verbindung mit einem sehr willkommenen Scheck in Höhe von 4.000 Euro.
Mit einem informellen Empfang für die Kooperationspartner wurde am 9. Oktober das von der Aktion Mensch organisierte Filmfestival "Über Macht" eröffnet.
Im Rahmen des Festivals werden bei täglich wechselndem Programm Filme zu Fragen wie Macht, Kontrolle und Selbstbestimmung im öffentlichen wie im privaten Leben gezeigt. Bis auf einen Essayfilm, der inszenierte und dokumentarische Aufnahmen verbindet (»Strange Culture« mit Tilda Swinton) handelt es um Dokumentarfilme, die je ein anderes Thema beleuchten.
Zu den Besonderheiten der Veranstaltung gehören Informationsmöglichkeiten und Gespräche für und mit den Zuschauern, die zusätzlich zur Filmvorführung angeboten werden. Zu fast jedem Film konnte ein lokaler sogenannter Filmpartner gewonnen werden. Bei diesen handelt es sich ausnahmslos um Nicht-Regierungsorganisationen, die selbst entscheiden in welcher Form – sei es mit einem Infostand oder einer Diskussion nach dem Film – sie sich an das Publikum wenden.
Die seit Jahren populäre Veranstaltung war auch dieses Jahr wieder ausverkauft. Bis spät in die Nacht beurteilten eine Fachjury und das Publikum unabhängig voneinander neue internationale Kurzfilme zu politischen Themen.
09.02.2009 || Konjunkturprogramm für Kulturinvestitionen oder nur leere Versprechungen?
Ende Januar teilte der Deutsche Kulturrat mit, dass nach Aussagen der kulturpolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Monika Griefahn, auch Kultureinrichtungen Mittel aus dem Konjunkturprogramm erhalten können und forderte diese auf ihren Investitionsbedarf anzumelden. (siehe auch: Deutscher Kulturrat
Kürzlich, am 13.02.2009 forderte dann auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann: "Länder und Kommunen sollen Konjunkturprogramm für Kulturinvestitionen nutzen" (siehe:
www.bundesregierung.de). Geholfen hat auch dies bislang nicht!
Februar - März || Frauenporträts und spanischsprachige Filme
Im Februar und März gibt es - etwas versteckt - zwei Programmschwerpunkte, auf die wir hier aufmerksam machen wollen. Nach einer längeren Pause, die angebotsbedingt war, freuen wir uns jetzt auch wieder spanischsprachige Filme anbieten zu können!
Den Anfang macht »Caótica Ana«, der neue Film des baskischen Filmemachers Julio Medem (29.1.-4.2.). Medem gehört zu den großen Talenten des spanischen Kinos. In seinen bizarr-schönen Filmen geht es immer um die Magie der menschlichen Existenz, die geheimnisvolle Macht des Zufalls und die schicksalsbestimmende Verknüpfung von Lebensläufen durch die Kraft der Liebe. Drei der bislang fünf Spielfilme haben wir bereits im CinéMayence gezeigt – nun stellen wir seinen neuesten Film, »Caótica Ana«, vor und zeigen aus diesem Anlaß danach noch einmal seinen bekanntesten Film: »Lucía y el sexo« (5.-11.2.).
Mit »Maroa« und »El baño del Papa« zeigen wir endlich auch wieder Filme aus Lateinamerika! »El baño del Papa« (frei übersetzt: Das Klo des Papstes) ist eine Oscar-nominierte Komödie aus Uruguay und der fast dokumentarische Spielfilm »Maroa« erzählt nebenbei viel über die Jugendorchester-Bewegung in Venezuela (die schon viel länger erfolgreich existiert als die Initiative von Simon Rattle :-)
Der zweite Programmschwerpunkt, der sich zum Teil mit dem ersten überschneidet, sind Frauenporträts: allen voran der Film »Geliebte Clara« über Clara Schumann und eine nicht nur musikalische Dreicksbeziehung und Ende März mit »Enfin Veuve« ein neuer Film von Isabelle Mergault (»Sie sind ein schöner Mann«), in dem eine Frau in den sogenannten ›besten Jahren‹ einen Neuanfang wagt.
Eine Frau, genauergesagt ein Mädchen, steht auch im Mittelpunkt von »Maroa« und in Julio Medems' Filmen sowieso.
In einer öffentlichen Premiere stellte der Mainzer Filmemacher Michael Schwarz gemeinsam mit seinem Team vor vollem Haus den Kurzfilm »Dolce Vita« vor.
Der von der Filmbewertungsstelle mit dem Prädikat »wertvoll« ausgezeichnete experimentelle Dokumentarfilm portraitiert Andrea und Wolfgang, die gemeinsam einen Swingerclub betreiben.
Produziert wurde der 13-minütige Film von Nachtschwärmerfilm, der gemeinsamen Produktionsfirma von Michael Schwarz und Alexander Griesser, die an der Universität Mainz Film studierten.
Neujahr 2009 || Neues im neuen Jahr
Psychoanalytiker stellen Filme vor
In Kooperation mit dem Mainzer Psychoanalytischen Institut mpi planen wir einmal im Quartal eine Veranstaltung, in der die Beziehung zwischen Psychologie und Film im Vordergrund steht. Das besondere dieser Veranstaltungen: die Filme werden von Psychoanalytikern ausgewählt und aus ihrer Perspektive kommentiert und psychologisch analysiert! Den Anfang macht Dr. Alf Gerlach mit dem Film "Das Schweigen der Lämmer" am 13. Januar ... die nächste Veranstaltung folgt im Mai.
Ciné-Club
In Kooperation mit dem Institut Français und dem Bureau du Cinéma (Berlin) zeigen wir jeden Monat einmal im Vorabendprogramm einen bedeutenden Film des französischen Kino in Originalfassung. Als erstes stellen wir am 15. Januar "Le cercle rouge" vor – ein Werk, das wie ein Digest alle Themen, Motive, Typen, Personenkonstellationen und Konfigurationen des französischen Unterweltfilms versammelt.
Frühere Info
CinéMayence
Dateien zum Herunterladen
Den Anfang macht der einzige Mann im März-Programm, Michael Haneke, mit zwei französischen Koproduktionen, in denen die bedeutende Schauspielerin Annie Girardot jeweils eine Mutter spielt: "Die Klavierspielerin" und "Caché". Anlaß ist eine Buchvorstellung über Annie Girardot, die Ende Februar vom Institut français veranstaltet wird.
Anschließend folgen ein weiterer neuer chilenischer Spielfilm, eine französische Komödie und am Ende des Monats ein Film über Miriam Makeba, gefolgt von einem Film über die Black Power Bewegung, der Makeba's Ehemann Stokely Carmichael angehörte ...
Immer auch um Geschichte geht es in den Filmen von Jean-Luc Godard. Wir präsentieren seinen neuesten "Film Socialisme", in dem er die Frage stellt 'Quo vadis Europa'? Um Europa geht es dann auch Anfang Februar in Nikolaus Geyrhalters bildgewaltigem Dokumentarfilm "Abendland".
Mit "Herz des Himmels - Herz der Erde" wenden wir uns anschliessend der Kultur lateinamerikanischer Urbevölkerung zu: den Mayas in Mexiko und Guatemala.
30.11.2011 || CinéMayence erhält zwei Kinoprogrammpreise
Die Veranstaltung wurde vom Malteser Hilfsdienst als 'Rund-um-sorglos-Paket' organisiert und kostenlos angeboten. Dies war möglich durch ehrenamtliche Arbeit aller Beteiligten und durch Sponsoren, zu denen die Mainzer Allgemeine Zeitung, die Mainzer Verkehrsbetriebe und Werners Backstube gehörten.
29.10.2010 || CinéMayence erhält Kinoprogrammpreis
10.10.2010 || Neu: Seniorenfreundliche Vorstellungszeiten
Wir bieten deshalb erstmals im Oktober Wiederholungen um 18 Uhr an. Wenn das Angebot angenommen wird, wollen wir dies zu einer festen Einrichtung machen.
(Kurzfassung)
1998 heiratete er die Filmschauspielerin Maggie Cheung, im Jahr 2001 ließ er sich wieder von ihr scheiden.
Besonders berührend war, als Ismael Khatib von den fortbestehenden Beziehungen zu den israelischen Kindern erzählte, die mit Organen seines erschossenen Sohnes leben.
Das derzeitige Hauptanliegen des ehemaligen Automechaniker und jetzigen Laienpädagogen und Friedensaktivisten ist jedoch der Ausbau eines Kinder- und Jugendzentrums im Flüchtlingslager Jenin (Westjordanland), aus dem er selbst stammt. Das Jugendzentrum gibt Kindern einen sicheren Ort, an dem sie spielen und lernen können.
Außerdem berichtete Khatib, daß ein anderes Projekt - die Renovierung des "Cinema Jenin" - nun Erfolge zeigt. Das alte Kino soll im August wiedereröffnet werden.
Info zum Cinema Jenin: www.cinemajenin.org
15.05.2010 || Neu im Programm: Ismael Khatib kommt!
17.04.2010 || Best-of-Festival-Programm mit FH-Filmen komplett
URL: www.cinemayence.de/best-of-festival/
30.10.2009 || Kommunales Kino erhält Filmtheaterpreis
09.10.2009 || Filmfestival "Über Macht" eröffnet
Filmpartner des Eröffnungsfilms »Citizen Havel« war der Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie".
Weitere Informationen zu den Filmen und den Partnern:
http://www.cinemayence.de/ueber-macht.html
30.09.2009 || Lange Nacht des politischen Kurzfilms wieder großer Erfolg
In der Pause gab es im Salon des Institut Français Gelegenheit bei einem Getränk und einem Brezel über die Filme zu sprechen (s. Bild).
Das Ergebnis der Voten von Fachjury und Publikum haben wir auf folgender Seite veröffentlicht:
http://www.cinemayence.de/kurzfilmnacht09.html
Eine Woche nach dieser Mitteilung stellte die AG Stadtkino e.V. bei der Stadt Mainz einen Antrag auf Berücksichtigung bei der Vergabe der Mittel aus dem Konjunkturpaket II. Dieser Antrag enthielt eine Liste über dringende Investitionen im CinéMayence – von einfachen Reparatur- und Handwerksarbeiten bis zu einer neuen Bestuhlung – und deren Kosten (Beträge zwischen 400 bis 18.000 Euro).
Nur wenige Tage später erfuhren wir, dass über die Verwendung der Mittel bereits entschieden sei. Die Entscheidung fiel noch bevor das Konjunkturpaket II den Bundesrat passierte, also rechtsgültig wurde! Kultureinrichtungen sind nach unserem Kenntnisstand nicht dabei. Die Möglichkeit einer solchen Förderung wurde uns (und vielen anderen) im Vorfeld erst garnicht mitgeteilt.
Also, viel Vergnügen mit Ana, Lucia, Clara, Maroa, Anne-Marie ...
5. Februar || Kurzfilmpremiere "Dolce Vita"
Link zu Nachtschwärmerfilm
Auf Wunsch senden wir Ihnen auch eine Präsentationsmappe zu, die wir anläßlich unseres Jubiläums hergestellt haben.