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Liebe Filmfreund/Innen,

Wie immer zeigen wir interessante Spiel- und Dokumentarfilme, die noch nicht in Mainz zu sehen waren, zu aktuellen Themen wie Widerstand im Iran, Asyl, Filmschaffen von Frauen und häusliche Gewalt.

Als besonderes Highlight zeigen wir Beiträge des goEast-Filmfestivals Wiesbaden.

Mit besten Empfehlungen

Ihr CinéMayence-Team

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Filmbild
Do, 26.3. bis Mi, 1.4. 20:00
Frauenpower
No Mercy
Dokumentarfilm von Isa Willinger, D/A 2025, 105 Min. FSK ab 16
„No Mercy“ ist eine radikale Bestandsaufnahme des Filmschaffens von Frauen. Regisseurin Isa Willinger bringt einige der bedeutendsten Regisseurinnen unserer Zeit zusammen: Mit Céline Sciamma, Alice Diop, Joey Soloway, Nina Menkes, Valie Export, Catherine Breillat und Virginie Despentes treten erstmals wegweisende Filmemacherinnen in einen gemeinsamen, intimen Dialog – über ihre Kunst, ihre Wut, ihre Verletzlichkeit und die Bilder, die unsere Welt prägen.

Inspiriert von einer Beobachtung der ukrainischen Regisseurin Kira Muratova, dass Frauen in Wahrheit die härteren Filme machen, sprechen sie über Sex und Gewalt, über Demütigung und Rache, über Trauma und Lust, Zärtlichkeit und Poetik und den viel diskutierten female gaze.

Ein energiegeladener, wilder Trip durch das revolutionäre Filmschaffen von Frauen – direkt, sinnlich, unbequem und voller Kraft. Selten zuvor hat man Regisseurinnen auf der Leinwand so offen und nah erlebt. „No Mercy“ ist schonungslos ehrlich, überraschend humorvoll, provokant und herausfordernd.

Isa Willinger studierte Dokumentarfilmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film München sowie Kulturwissenschaften und Soziologie in Berlin, Prag und New York. Sie ist eine preisgekrönte Dokumentarfilm-Regisseurin. Ihr Dokumentarfilm "Hi AI – Liebesgeschichten aus der Zukunft" gewann den Max-Ophüls-Preis. 2020 erhielt Isa den, in Mainz organisierten, SISTAR-Filmpreis für herausragende Regisseurinnen. Ihr Nachfolgefilm "Plastic Fantastic" (2024 im CinéMayence) gewann u.a. den Deutschen Dokumentarfilmpreis.

»Filme zu machen, heißt auch das Schweigen zu brechen. Während ich an No Mercy gearbeitet habe, habe ich verstanden: All das, worauf die #MeToo-Bewegung in den vergangenen Jahren aufmerksam gemacht hat, greifen Regisseurinnen seit jeher in ihren Werken auf. In No Mercy erleben wir Filmemacherinnen*, die kraftvoll ihre Stimme erheben und in ihren Werken zurückschlagen.« (Isa Willinger)




Filmbild
Do, 2.4. bis Sa, 4.4. und Di, 7. + Mi, 8.4. 20:00
Künstlerporträt
Hola Frida!
Animationsfilm von André Kadi u. Karine Vézina, F/CAN 2024, OmU, 99 Min., FSK ab 6
Das ist die Geschichte eines ganz besonderen Mädchens. Ihr Zuhause ist Coyoacán in Mexiko – ein lebendiger Ort voller Farben, Musik und Magie. Frida ist neugierig, mutig und voller Energie. Sie beobachtet, entdeckt, träumt – und wenn das Leben ihr Schwierigkeiten in den Weg stellt, begegnet sie ihnen mit Fantasie und Kreativität.

Der Film über die Malerin Frida Kahlo, zeichnet, in Anlehnung an das Buch „Frida, C’est Moi“ von Sophie Faucher und illustriert von Cara Carmina, den Werdegang der mexikanischen Künstlerin nach, deren sorgloses Leben als Kind durch eine Erkrankung an Kinderlähmung jäh endet. Dabei konzentriert er sich auf ihre Kindheit, in welcher Familie und Freund*innen, ein Straßenhund sowie eine imaginäre Freundin eine große Rolle spielen.

Filmkritik:
»Optisch ist Hola Frida eine absolute Wucht! Der Film sprudelt nur so von Kolorierung und fantasievollem Ideenreichtum. Die Figuren mit ihren runden, stilisierten und doch markanten Gesichtern und den grossen, mandelförmigen Augen sind wunderschön gezeichnet und schaffen es eindrücklich, die mexikanische Kultur und Lebensweise dieser Zeit optisch einzufangen. Jedes einzelne Frame des Animationsfilmes gibt so viel her, dass es problemlos als eigenständiges Gemälde stehen könnte.« (Yannick Bracher, OutNow)


Filmbild
Do, 9. – Mi. 15.4. 20:00
Iran / Widerstand
Critical Zone (Mantagheye Bohrani)
Spielfilm von Ali Ahmadzadeh, IRN / DE 2023, 99 Min., FSK ab 16
Teheran bei Nacht. Aus einem fahrenden Auto stülpt sich eine Frau aus dem Seitenfenster, zieht sich das Kopftuch herab und brüllt ein kräftiges, lautes, erschütterndes „Fuck You!“ in die schlafende Stadt. Es ist der einzige Moment von Freiheit und Lust, den Regisseur Ali Ahmadzadeh seinen Filmfiguren gönnt.

Der Film ist ein Blick auf die Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit der jungen Generation im Iran, die zwar international orientiert leben möchte, aber unter dem Mullah-Regime in fremdbestimmter Schockstarre vor sich hin existiert. Der Führer durch diese traurige, immer müde Welt ist Amir, ein Drogendealer. Wir sehen ihn, wie er zu Hause präzise und ruhig wie ein Apotheker seine Drogen sortiert und in kleine Döschen und Päckchen verpackt. Dann setzt er sich ins Auto und fährt nachts durch die Stadt zu seinen Kunden, denen er mit seinen halluzinogenen Mitteln ein wenig Erleichterung verschafft. Seine Kunden sind jung, verzweifelt, voller Ängste und Hemmungen. Keiner traut sich, von einer besseren Zukunft zu träumen. Amirs Drogen betäuben ihren Schmerz, aber mehr auch nicht.

„Critical Zone“ ist ein Film über Widerstand in hoffnungslosen Zeiten, der den Geist einer jungen iranischen Generation einfängt und dabei selbst zum Ausdruck des Protests wird. Im Geheimen gedreht und von den iranischen Behörden verboten, zeigt dieser Film nie gesehene, hypnotisierende Bilder aus der Unterwelt Teherans, wo Verzweiflung und Rebellion sich die Hand geben. Ausgezeichnet mit dem Goldenen Leoparden des Locarno Film Festival 2023.

Pressestimmen
»Schon in seinen ersten Bildern durch einen Großstadttunnel holt dieses bedrückende Gesellschaftsporträt tief Luft, um uns in Atem zu halten. Auf visionäre Weise fotografiert und mit einer bittersüßen Filmmusik versehen, ist es ein sensationeller Film.« (Berliner Zeitung) »Ein Manifest der Freiheit und Widerstandskraft des iranischen Volkes.« (Patrick Wellinski, Deutschlandfunk Kultur)



Filmbild
Do, 16.4. - Mi, 22.4. 20:00
Film français / Asyl
Souleymans Geschichte (L'Histoire de Souleymane)
Dokufiktion von Boris Lojkine, F 2024, 93 Min, OmU, FSK ab 12
Souleyman stammt aus Guinea und versucht in Frankreich einen Asylantrag zu stellen. Da er keinen Pass hat, braucht er dringend Geld, um an Papiere zu kommen. Dafür schlägt er sich unter haarsträubenden Bedingungen als Fahrradkurier für einen Essens-Lieferservice in Paris durch. Es bleiben ihm nur noch 48h bis zu seinem entscheidenden Termin beim Amt für Migration.

Filmkritik:
»In einer geglückten Volte bekommt der Film gerade durch den Kontrast zwischen formalisierter Bürokratensprache und Emotion in dem einem Verhör ähnelnden Interview bei der Behörde eine ergreifende überzeitliche Dimension. Die falsche und die wahre Geschichte, Souleymans Odyssee durch Afrika bis in die Straßen von Paris sind zugleich dokumentarisches Zeugnis einer sich wandelnden Welt und episches Kino der Realität.« (Birgit Roschy, epdFilm)
Festivals / Auszeichnungen:
Europäischer Filmpreis 2024 Bester Darsteller, Abou Sangare
Europäischer Filmpreis 2024 Bestes Sounddesign
Jugendjury Preis, Internationales Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte 2025
Publikumspreis! Französische Filmtage Bonn 2025




Filmbild
Do, 23.4. 20:00
goEast-Festival im CinéMayence
The Wind blows wherever it wants
Dokumentarfilm von Ivan Boiko, GEO/GBR 2025, geoOmeU, 69 Min.
In der stillen Umgebung des Kaukasus ziehen Schäfer aus Tuschetien mit ihren Herden vorüber. Über 16 Monate wandern sie durch die atemberaubende Landschaft von Georgien und verschmelzen mit den Farben der Natur. Ivan Boiko erzählt in seinem Film in wunderschönen 16mm-Bildern ohne Dialoge und mit Schafen als Protagonisten eine Reise durch alle Jahreszeiten. Dabei steht im Zentrum des Bildes stets die Bewegung dieser altertümlichen Lebensweise.

Einzigartige Aufnahmen vom tiefsten Winter bis hin zu blühenden Wiesen zeigen in ruhigen Einstellungen den Wandel der Landschaften zwischen fließender Natur und dem Eindringen menschlicher Technik. (goEast Wettbewerb 2026)




Filmbild
Fr, 24.4. 20:00
goEast-Festival im CinéMayence
Brüder und Schwestern
Dokumentarfilm von Pavel Schnabel (anwesend), D 1991, dtOmengUT, 95 Min.
Von 'Brüder und Schwestern' sprachen westdeutsche Politiker, wenn Sie Bürger der DDR meinten. Seinen Protagonist*innen begegnete Pavel Schnabel zum ersten Mal 1988 - sie wurden ihm als linientreue ‚Muster-Bürger*innen‘ von seinen vier ‚Produktionshelfern’ präsentiert, die ihm wiederum das DDR-Fernsehen zur Seite stellte, als er im Auftrag des Südwestfunks aus Frankfurt am Main nach Weimar fuhr, um eine Reportage über die Städtepartnerschaft zwischen Trier und Weimar zu drehen. Seine Vorstellungen über die zu filmenden Menschen und Orte musste er lange vorher einreichen, sonst hätte es keine Einreise- und Drehgenehmigung gegeben.

Die Protagonisten sind ein Schriftsteller, ein Oberschuldirektor, ein Konditoren-Ehepaar und drei ältere Damen.
»Nach dem Mauerfall suchte Schnabel seine Protagonist*innen erneut auf – diesmal alleine, ohne kontrollierende „Helfer“. In seinem 95-minütigen Dokumentarfilm springt er zwischen den Zeiten und kommentiert mittels einer pointierten »Parallelmontage und mit einem scharfen Blick für die Details die Entwicklungen in dieser Zeit des Umsturzes – zwischen Aufschwung und Hoffnung, Orientierungslosigkeit und Ohnmachtsgefühl.« (Borjana Gaković)

Herausgekommen ist eine spannende Geschichtslektion über Einheit, Enttäuschung und Hoffnung, die den Wandel der DDR zur Wendezeit nachzeichnet und die Irritationen, die er hervorrief, einfühlsam dokumentiert.




Filmbild
Sa, 25.4. 20:00
goEast-Festival im CinéMayence
A Goodnight Kiss
Dokumentarfilm von Giedrė Žickytė, LTU, EST, BUL 2025 / 87 min / lit, eng, ger, rus, est OmeU
„Nimm niemals Rache”, waren die letzten Worte, die Irena Veisaitės Mutter an ihre Tochter richtete. Worte, die Irena Veisaitė ein Leben lang prägten. Im Film von Giedrė Žickytė erzählt die 2020 verstorbene litauische Kulturschaffende und Holocaust-Überlebende, wie sie trotz der schrecklichen Erfahrungen ihrer Jugend ihren Optimismus und ihr Mitgefühl bewahrte.

Der Film verwebt Aufnahmen aus der Vergangenheit mit reflektierenden Momenten der Gegenwart zu einer feinfühligen Hommage an eine Frau, die sich zeitlebens für Menschlichkeit einsetzte. (goEast 2026)



Filmbild
26.4. - Do, 30.4. 20:00
Neuer deutscher Film / häusliche Gewalt
Fassaden
Dokumentar-, Tanz-, Animationsfilm von Alina Cyranek, D 2025, 90 Min, FSK ab 12
Tanz: Gesa Volland, Damian Gmür, Animation: Aline Helmcke
In FASSADEN erzählt Sandra Hüller die Geschichte einer Frau, die aus einer langjährigen gewalttätigen Beziehung ausbricht, sowie von einem politischen und gesellschaftlichen System, das lieber wegschaut. Der Film zeigt, welche Machtstrukturen hinter den Fassaden stecken und wie der Staat Frauen unzulänglich schützt. Was Frauen in toxischen Beziehungen erleben, welche Auswirkungen die Gewalt auf ihr Leben hat und wie sie einen Ausweg und Hilfe finden, dies macht Alina Cyranek in ihrem Dokumentarfilm FASSADEN sichtbar.
In Deutschland erlebt jede dritte Frau mindestens einmal im Leben Gewalt durch ihren Partner. Die Statistiken zu häuslicher Gewalt sind zwar bekannt, doch das Thema ist weithin tabu. Neben Scham und Angst der Opfer spielen manipulative Methoden der Täter eine Rolle, aber auch gesellschaftliche Strukturen, die Aufklärung und Hilfe verhindern. Der Dokumentarfilm greift vier Geschichten auf und lässt diese aus dem Off vortragen und ohne klare Abgrenzung ineinander übergehen, wodurch Muster erkennbar werden. Hinzu kommen die Aussagen von Menschen, die als Polizisten, Ärzte, Sozialarbeiter, Psychologen oder Anwälte beruflich mit den Taten konfrontiert sind.

Statement der Regisseurin
»Tanz wird als nonverbale Darstellungs- und Ausdrucksform genutzt, um innere Gefühlszustände oder Paardynamiken zu beschreiben. In der Inszenierung des Körpers und seiner Bewegung haben ich die besten Möglichkeiten gesehen, die eigenen physischen Grenzen, Energien, Gefühle, Gedanken, Vorstellungen und Erinnerungen auszuloten, die ohne Worte in Bewegung „versetzt“ werden konnten. Die damit verbundene Haptik, das Physische, war mir in darüber hinaus für den gesamten Film wichtig: Die Animation entstand unter dem Tricktisch mit Papierstills, die Musik wurde mit verschiedenen Klangkörpern eingespielt, das Sounddesign besteht aus Geräuschen von haptischen Materialien, die Grafiken sind handgeschrieben.« »In FASSADEN erzählt Sandra Hüller die Geschichte einer Frau, die aus einer langjährigen gewalttätigen Beziehung ausbricht, sowie von einem politischen und gesellschaftlichen System, das lieber wegschaut. Der Film zeigt, welche Machtstrukturen hinter den Fassaden stecken und wie der Staat Frauen unzulänglich schützt.«

Filmkritik:
»An keiner Stelle wird es laut, in keinem Bild wird Gewalt inszeniert oder werden Verletzungen in drastischer Weise vorgeführt. Die nüchterne Kälte des Tons lässt die Erläuterungen umso stärker wirken. [...] Man erfährt viel, was man so genau vielleicht nie wissen wollte. Cyranek ist ein ungeheuer eindrücklicher, informativer und damit wichtiger Film gelungen.« (Barbara Schweizerhof, epd film)



Juli
Kultursommer "Die goldenen Zwanziger"





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Online Tipp || Filmgeschichte: Animationsfilmklassiker aus der Mainzer Partnerstadt Zagreb jetzt online

Das 1956 gegründete Zagreb Film Studio produzierte bis in die 70er Jahre bahnbrechende Animationsfilme, die sich als satirisch, parodistisch und politisch verstanden.
Das Studio hat mehr als 700 kurze Animationsfilme produziert, für das es annähernd 400 Auszeichnungen erhielt. Seine Blütezeit hatte das Studio in den 70er Jahre. Seitdem sind die Filme schwer zu finden und kaum zu sehen. Das ändert sich jetzt!


Online Tipp || Filmfriend-Bibliothek der Öffentlichen Bücherei Mainz

Die Anna Seghers Bücherei ist dem Video-on-Demand-Netzwerk filmfriend angeschlossen! Mit dem Bibliotheksausweis kann man kostenlos aus mehr als 3.500 Titeln z.T. preisgekrönte Filme und Serien auswählen – mit Suchfunktionen und sorgsam kuratierten Themen-Kollektionen.



Aktueller Bericht || Diskussion um Reform der deutschen Filmförderung
Seit Monaten wird eine Reform der deutschen Filmförderung diskutiert. Im Februar stellte Kulturstaatsministerin Clauda Roth ihre Schwerpunkte der Reform vor: ein Steueranreizmodell, Investitionsverpflichtungen und ein neues Filmfördergesetz (FFG). Diesen Monat hat das BKM einen Referentenentwurf für ein neues FFG zur Diskussion gestellt.


Analyse || Mythos Programmkino

»Nach dem Kinoboom der 50er Jahre machte in den 60er Jahren insbesondere die Verbreitung des Fernsehens mit Spielfilmangeboten den innerstädtischen Einzelhäusern das wirtschaftliche Überleben schwer. Die meisten Kinounternehmer reagierten mit baulichen Änderungen: sie setzten kleine Kinos, wie Schachteln, in ihre inzwischen überdimensionierten Häuser (...)
Als Reaktion auf den Wandel entstanden in den 70er Jahren aber auch alternative Kinos, die ein festes Monatsprogramm anboten und sich deshalb als Programmkino bezeichneten.(...)
Aber schon in der nächsten Kinokrise in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts – mediengeschichtlich zeitgleich mit der Einführung des Videorekorders und der TV-Fernbedienung – war der Betrieb von Programmkinos wirtschaftlich nicht mehr tragfähig. Der Kult um sie blieb aber bis heute ...«



Filmbild
Online Beitrag || Filmwissen: umfangreiche Beiträge zum Experimental- und Avantgardefilm auf cinemayence.online veröffentlicht

Nach fast einem Jahr Arbeit hat das CinéMayence eine umfangreiche Beitragssammlung online gestellt, in der systematisch wichtige Strömungen und ästhetische Strategien des Avantgarde- und Experimentalfilms bis zur zeitgenössischen Video- und Medienkunst dargestellt werden. Im Mittelpunkt stehen Filme, die auf einer Metaebene selbstreflexiv sind, also auch Aussagen über ihr Medium treffen. Insofern das Medium reflektiert und analysiert wird, sind Experimental- und Avantgarde-Filme hervorragend geeignet Filmwissen und Medienkompetenz zu vermitteln.

Filmbild Das Thema wird – einem eigenen Curriculum folgend – in drei übergeordneten Blöcken mit neun Kapiteln in Text, Bild und Video behandelt. Beispielhaft werden herausragende Filme und Medienarbeiten von filmgeschichtlich bedeutenden Pionieren bis zu renommierten zeitgenössischen KünstlerInnen auf mehr als 30 Internetseiten analysiert und interpretiert.

Filmbild Unter anderem geht es um Experimentalfilm als Metafilm (Raum und Zeit im Surrealismus, Dada, Strukturellen Film), Found-Footage-Film als Metafilm (Kompilation, Collage, Aneignung) und Medienkunst als Selbstreflexion (von Nam June Paik bis Dara Birnbaum).

Das von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur geförderte Projekt dient der Vermittlung von Filmwissen und Medienkompetenz. Die Verbreitung und Vermittlung von Filmwissen und Medienkompetenz ist eine Kernaufgabe Kommunaler Kinos.

Verfasser der Beiträge ist der Leiter des CinéMayence, Reinhard W. Wolf.