Kino CinéMayence - Programm
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Folgemonat | Download: Programmflyer Mai 2018 (PDF) | Link: CinéMayence bei facebook
CinéMayence Live: Filmemacher zu Gast



GREEN Liebesaffäre Do 26. April – Mi 2. Mai 20:30 Uhr
Ökolügen / Greenwashing
Die grüne Lüge
Dokumentarfilm von Werner Boote, A 2017, 97 Min, OmU
Mit: Kathrin Hartmann, Noam Chomsky, Raj Patel, Sônia Guajajara u.v.a.
Drehorte: Wien, Sumatra, Bali, Texas, Austin, Louisiana, Boston, Essen, Mato Grosso da Sul.
Sind wir alle wirklich Konsum-SuperheldInnen, die es in der Hand haben, die Welt zu retten, wenn wir uns dafür entscheiden, die richtigen Produkte zu kaufen?

Unsere Supermärkte sind voll mit Produkten, die so, wie sie hergestellt werden, gar nicht existieren dürften. Den Preis dafür zahlen wir – auch wenn er nicht auf der Rechnung steht.

GREEN Liebesaffäre Umweltschonende Elektroautos, nachhaltig produzierte Lebensmittel, faire Produktion. Wenn wir den Konzernen Glauben schenken, können wir mit Kaufentscheidungen die Welt retten. Aber das ist eine populäre und gefährliche Lüge. Gemeinsam mit der Greenwashing-Expertin Kathrin Hartmann zeigt Werner Boote („Plastic Planet“, „Alles unter Kontrolle“) in seinem neuen Dokumentarfilm, wie wir uns dagegen wehren können.

Vom österreichischen Supermarkt reisen Werner Boote und Kathrin Hartmann nach Indonesien, Brasilien, in die USA und nach Deutschland. Sie besuchen dort Orte, die von der Zerstörungsgewalt hinter dem Greenwashing zeugen. Sie sprechen mit Menschen, die sich gegen die Lügen und ihre Folgen wehren und solche, die behaupten, nie gelogen zu haben. Und wenn auf einmal sämtliche Konzernbosse den Begriff „Nachhaltigkeit“ in den Mund nehmen, dann wird davon nicht die Umwelt sauber, sondern höchstens das Wort schmutzig.

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DJAM Do 3. – Mi 9. Mai 20:30 Uhr
Film français / Musik / Rembetiko
Djam
Spielfilm von Tony Gatlif, F/GR/TY 2017, 97 Min, OmU
Die junge Griechin Djam (Daphné Patakia) wird von ihrem Onkel Kakourgos, einem ehemaligen Seemann und passionierten Rembetiko-Fan, nach Istanbul geschickt, um ein rares Ersatzteil für ein Boot zu besorgen. Dort trifft sie auf die 19-jährige Französin Avril, die als Freiwillige in die Türkei kam, um dort in der Flüchtlingshilfe zu arbeiten – doch ohne Geld und Kontakte ist die junge Frau verloren in der großen fremden Stadt.
Die großherzige und freiheitsliebende, aber auch ebenso freche wie unberechenbare Djam nimmt Avril unter ihre Fittiche. Gemeinsam machen sie sich auf den Rückweg – nach Lesbos, Richtung Europa. Dies ist für Beide eine Reise voller Hoffnung, wundervoller Begegnungen und großartiger Musik.

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aus Film Die Augen des Weges Do 10. – Di 15. Mai 20:30 Uhr
CineLatino / Peru / indigene Kultur
Die Augen des Weges (Los ojos del camino)
Filmessay von Rodrigo Otero Heraud, Peru 2016, 88 Min., quechuaOmU
Hipólito Peralta Ccama, von Beruf Grundschullehrer in Cusco, ist ein paq'o –ein Heiler nach der Quechua-Tradition, der zu Fuß durch die Anden zieht, um den Menschen in den Dörfern des Hochlandes zu helfen.

Auf seiner Reise durch die peruanischen Sierra ist Hipólito auf der Suche nach den wichtigsten Apus, den heiligen Bergen – Orte, die ihm die unsichtbaren spirituellen Kräfte der Erde vermitteln und eröffnen können. Dort spricht er mit dem Wasser, den Felsen und den Menschen.

Hipólito sieht seine Aufgabe darin, seine Mitmenschen zu erinnern, dass wir nur eine kurze Zeit auf der Welt haben. Wichtig ist deshalb das Miteinander, nicht die Anhäufung von Gütern. Auf diese Weise zeigt er, wie es um die andinen Kulturen bestellt ist und was getan werden muss, um ein Leben in Verbundenheit mit der Natur zu erhalten.

Der Film ist ein visuelles Gedicht mit überwältigenden Aufnahmen aus der Bergwelt der peruanischen Kordilleren. Mit seiner traumhaften, poetischen Filmsprache vermittelt Regisseur Rodrigo Otero Heraud die Gefühlswelt andinen Lebens und der traditionellen Kultur.

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Bild aus NOT YOUR NEGRO Mi 16. Mai 20:30 Uhr
USA 1968 und danach / Film und Diskussion
I am not your Negro
Essay von Raoul Peck, USA/F/B 2017, 93 Min, englOmU; mit James Baldwin, Martin Luther King Jr. u.a.
Anschließend Diskussion (in englischer Sprache)
Vor 50 Jahren wurde Martin Luther King in Memphis ermordet, sein Traum von der Gleichberechtigung schwarzer Bürgerinnen und Bürger in den USA lebt weiter – und bleibt bis zum heutigen Tag unerfüllt.

Im Juni 1979 beginnt der bedeutende US-Autor James Baldwin seinen letzten, unvollendet gebliebenen Text Remember This House. Mit persönlichen Erinnerungen an seine drei ermordeten Freunde Malcolm X, Medgar Evers und Martin Luther King und Reflexionen der eigenen, schmerzhaften Lebenserfahrung als Schwarzer schreibt er die Geschichte Amerikas neu.

Raoul Peck inszeniert die 30 unveröffentlichten Manuskriptseiten mit einer fulminanten Collage von Archivfotos, Filmausschnitten und Nachrichten-Clips: die Boykottinitiativen und den Widerstand gegen die Rassentrennung, die Unsichtbarkeit von Schwarzen in den Kinomythen Hollywoods, afro-amerikanische Proteste gegen weiße Polizeigewalt bis in die jüngste Gegenwart. Ein prägnanter und verstörender Essay über die bis heute vom Mainstream weitgehend ausgeblendete Wirklichkeit schwarzer Amerikaner.
Jeder Mensch solle nicht nach seiner Hautfarbe, sondern nach seinem Charakter beurteilt werden – was ist aus diesem Traum von Martin Luther King geworden?
Im Anschluss an den Film wird über diese Frage vor dem Hintergrund der Geschichte der Schwarzen in den USA als einer Geschichte fortdauernder Unterdrückung, Ausbeutung und Gewalt diskutiert. Zu Gast sind: aus den USA Thomas J. Hrach (University of Memphis) sowie Prof. Dr. Mita Banerjee und Prof. Dr. Alex Schäfer (American Studies, JGU Mainz). Moderation: Prof. Dr. Katja Schupp (Journalistisches Seminar).

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Do 17. Mai 20:30 Uhr
ARTE / 1968 – Die globale Revolte
Die Explosion (1970-1975)
Dokumentation von Don Kent, D 2018, 100 Min., dt. voice over
Avant-Première ZDF/ARTE in Koop. mit Institut français Mainz und Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
1968 – ein Jahr, das sich als Synonym für die größte globale Jugendprotestbewegung des 20. Jahrhunderts in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben hat. Zum 50-jährigen Jubiläum des Protestjahrs betrachtet die ARTE-Serie 1968 – Die globale Revolte¨ das Jahr 1968 als Wendepunkt eines Jahrzehnts, das die Welt veränderte und bis heute prägt.

Die Serie beleuchtet die Protestepoche aus der Perspektive dreier Generationen: Die der Zeitzeugen wie Djilma Roussef, dem Theoretiker Antonio Negri oder des Journalisten Greil Marcus, der die Proteste aus popkultureller Perspektive reflektiert. Auch die Kinder der 68er kommen zu Wort, u.a. der deutsche Philosoph Richard David Precht oder die amerikanische Feministin und Philosophin Judith Butler.

Die Enkelgeneration der 68er-Aktivisten bewertet die Errungenschaften der 68er-Bewegung ohne Nostalgie: Susanne Neubronner, Greenpeace Sprecherin Deutschland, Janaya Khan, Mitbegründerin der Black Lives Matter Bewegung in Kanada, oder der Japaner Aki Okuda, der eine neue Generation von protestierenden japanischen Jugendlichen anführt.

Zeitlicher Rahmen d. zweiteiligen Serie (Red. Arte France: Fabrice Puchault, Anne Grolleron; ZDF Martin Pieper): Vietnamkrieg bis Rückzug der amerikanischen Truppen 1975.
ZDF/ARTE zeigt den zweiten Teil der Serie, "Die Explosion (1970 - 1975)", als Preview vor der TV-Ausstrahlung (22.5.18).



+++ Pfingsten spielfrei 18. bis 22. Mai +++



Bild aus AURA Mi 23. Mai 20:30 Uhr
Migration / Film und Diskussion
Aura
Dokumentarfilm von Solomon Tsehaye, D 2018, 60 Min.
Anschl. Gespräch mit Regisseur in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung RLP
Anhand von zehn Charakteren mit unterschiedlichen soziokulturellen Hintergründen und Fluchterfahrungen aus Syrien, Iran, Irak und Eritrea, werden in dem Dokumentarfilm bewegende Schicksale präsentiert und in Szene gesetzt, um Verständnis für kulturelle Unterschiede und Beispiele für positive Integration in Kaiserslautern zu vermitteln. Als verbindende Element dienen die Kontexte: Heimat, Kultur, Schicksal und Integration in Kaiserslautern. Die Szenarien und Interviews wurden an repräsentativen Schauplätzen in Kaiserslautern gedreht und auch Menschen, die bei der Integration in Kaiserslautern helfen wurden in den Film involviert.

Regisseur Solomon Tsehaye ist ein Filmemacher aus Eritrea, der nach seiner Flucht in Kaiserslautern heimisch wurde. Nach dem Film gibt es Gelegenheit zu einem Gespräch mit ihm.
Mit freundlicher Unterstützung durch medien.rlp/ Institut für Medien und Pädagogik e.V.



Bild aus Zeit fuer Utopien Do 24. – Di 29. Mai 20:30 Uhr
Gemeinwohlökonomie
Zeit für Utopien
Dokumentarfilm von Kurt Langbein, A 2018, 95 Min.
Diskussionen am Do, 24. mit Solidarische Landwirtschaft e.V. (SoLaWi Mainz) und am Di, 29. mit der AG Soziale Gerechtigkeit von attac Mainz
Am Fr, 25. mit Filmeinführung unter dem Gesichtspunkt "Haben und Sein" nach Erich Fromm.
Die Marktwirtschaft hat den Industriestaaten Wohlstand gebracht – auf Kosten der Natur, anderer Kontinente und mit wachsender Ungleichheit. Doch gibt es überhaupt funktionierende Alternativen, die unseren Lebensstandard annährend halten können? Zeit für Utopien zeigt anhand hoffnungsvoller Beispiele von vier Menschen und Initiativen Möglichkeiten von Solidarität und Kooperation.

Der Film des österreichischen Dokumentarfilmemachers und Soziologen Kurt Langbein ist eine inspirierende Entdeckungsreise zu Einsteigern in eine neue Gesellschaft.

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Filmstandbild aus La Chinoise Mi 30. Mai 20:30 Uhr
Revolution und Imagination / 1968
Anne Wiazemsky, Jean-Luc Godard und der Pariser Mai `68
Vortrag mit Lesung und Filmausschnitten von Jan Rhein
In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung RLP
Für die junge Schauspielerin Anne Wiazemsky ist alles neu: hre plötzliche Berühmtheit und die Ehe mit Jean-Luc Godard, die Welt ihres Mannes und die Themen, die Studenten, Arbeiter und Intellektuelle auf die Barrikaden treiben. Mit ihrem letzten, autobiographischen Roman hat Anne Wiazemsky ein authentisches Zeugnis der 68er-Aufstände in Frankreich und eine berührende Liebesgeschichte geschrieben.

Anne Wiazemsky wurde 1947 in Berlin geboren und lebte als Schriftstellerin in Paris. Für ihr literarisches Werk wurde die Enkelin des Literaturnobelpreisträgers François Mauriac mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Als Schauspielerin hat sie unter anderem in Filmen von Robert Bresson, Jean-Luc Godard, Pier Paolo Pasolini und Philippe Garrel mitgewirkt. Anne Wiazemsky starb am 5. Oktober 2017 in Paris.
Jan Rhein, wissenschaftlicher Mitarbeiter für französische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Europa-Universität Flensburg, hat den letzten Roman von Anne Wiazemsky aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt. Anhand von Auszügen und Filmbeispielen wird er das Buch und seine Autorin vorstellen.
Foto (Verleih): Anne Wiazemsky in LA CHINOISE

Mit freundlicher Unterstützung durch medien.rlp/ Institut für Medien und Pädagogik e.V.



Bild aus Bonjour Paris Do 31. – Mi 6. Juni 20:30 Uhr
Film français / Femmes Totales
Bonjour Paris (Jeune Femme – Montparnasse Bienvenüe)
Spielfilm von Léonor Serraille, F 2017, 97 Min, OmU
D: Laetitia Dosch
Eine Katze auf dem Arm und nichts im Portemonnaie kommt Paula nach langer Abwesenheit wieder zurück nach Paris. Ohne einen klappert sie erfolglos alte Kontakte ab. Selbst ihre Mutter will sie nicht sehen und ihr ehemaliger Lover lässt sie abblitzen. Für Paula ist das aber kein Grund aufzugeben! Sie ist voller Energie und weiß: Sie muss einen Neuanfang starten und sie tut es mit Stil und Verve! Erst organisiert sie sich einen Job als Kindermädchen. Als sie zusätzlich einen Job als Verkäuferin für Kosmetika ergattert, scheint es, als hätte sie ihr Leben wieder im Griff.

Léonor Sérraille, französische Regisseurin und Drehbuchautorin, machte ihren Master in Literaturwissenschaften und einen Abschluss an der Filmhochschule La Fémis. Ihr erster Spielfilm BONJOUR PARIS wurde 2017 bei den Filmfestival in Cannes mit der Goldenen Kamera und im selben Jahr ebenso mit dem Preis für den besten französischen Film ausgezeichnet.
Festival de Cannes 2017 - Camera d'Or
Valladolid International Film Festival 2017 - Best Actress for Laetitia Dosch
Stockholm International Film Festival 2017 - Best Film
Bratislava International Film Festival 2017 - Student Jury Award and Best Actress Prize
Zagreb International Film Festival 2017 - Special Mention
Filmseite des dt. Verleihs: http://femmes-totales.de/bonjour-paris
Filmseite der Produktion: https://www.bluemonday.fr/fr/jeune-femme