Kino CinéMayence - Programm



+++ Sommerpause +++
Rückblick
Das war unser Kultursommer-Programm 2016 "Kino ...mit Vergnügen!"
Vorschau
In den Sommermonaten bieten wir einzelne Sonderveranstaltungen an:



Bild aus Film Living in Emergency Mi 7. September, 20:30 Uhr
Humanitäre Hilfe
Living in Emergency – Mit Ärzte ohne Grenzen im Einsatz
Dokumentarfilm von Mark Hopkins, USA/Kongo/Liberia 2008, 93 Min, OmU
Im Anschluss Gespräch mit Ärzte ohne Grenzen
Der Dokumentarfilm bietet einen bisher einmaligen Blick in die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen. Der Autor, Mark Hopkins, begleitet drei Ärzte und eine Ärztin, die inmitten von Bürgerkriegen Hunderten von Patienten und Patientinnen gegenüber stehen, die dringend ihre Hilfe benötigen. Es sind keine Helden, die dort gezeigt werden. Auch wenn sie manchmal Heldentaten vollbringen. Sie haben Angst, wenn in ihrer Nähe geschossen wird. Sie verzweifeln angesichts des Leids, das sie sehen. Sie leiden unter Schlafmangel und erkennen: Wenn ich nicht helfe, hilft niemand.

Die Schauplätze sind Liberia und die Demokratische Republik Kongo. Dieser Dokumentarfilm ist eine kritische Auseinandersetzung mit der humanitären medizinischen Hilfe an Kriegsschauplätzen. Ungeschönt zeigt Filmemacher Hopkins die Schwierigkeiten und Dilemmata auf, mit denen die Mitarbeitenden von Ärzte ohne Grenzen bei ihren Einsätzen unter extremen Bedingungen oft konfrontiert sind.

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Bild aus Film Deutsch aus Liebe Di 13. September, ab 18:30 Uhr
Interkulturelle Woche
Es werden an diesem Abend zwei Dokumentarfilme der rheinland-pfälzischen Regisseurin Barbara Trottnow gezeigt. Themen des Filmabends sind die Musik, Kultur und Exil sowie historische und individuelle Lebenswege in und aus Deutschland und der Türkei, verbunden mit der filmisch-thematischen Auseinandersetzung einer Migration in "beide Richtungen".
In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

Di 13.9., 18:30 Uhr
Deutsch aus Liebe (Aşk için Almanca«)
Dokumentarfilm von Barbara Trottnow, D 2012, 87 Min, dt/türkisch
Ein Deutschkurs in der türkischen Stadt Balıkesir ist der Ausgangspunkt für diese Langzeitbeobachtung. Die Teilnehmerinnen lernen Deutsch, weil sie einen in Deutschland lebenden türkischen Mann heiraten und zu ihm ziehen wollen. Der Film begleitet drei Frauen aus diesem Kurs auf ihrem Weg von der Türkei nach Deutschland, in ein neues Leben.

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Bild aus Film Eduard Zuckmayery Di 13.09, 20:30 Uhr
Eduard Zuckmayer. Ein Musiker in der Türkei
Dokumentarfilm von Barbara Trottnow, D 2015, dt/türkisch
Eduard Zuckmayer, der Bruder des Dichters Carl Zuckmayer, war ein Konzertpianist im Dunstkreis der Moderne und der Begründer der Musikpädagogik in der Türkei. Bis heute genießt er bei türkischen Musikern einen geradezu legendären Ruf, in Deutschland dagegen ist er in Vergessenheit geraten - auch in seiner Heimat Rheinhessen. Mit ihrem Film "Eduard Zuckmayer - Ein Musiker in der Türkei" will die Filmemacherin Barbara Trottnow gegen dieses Vergessen ankämpfen und an den Nackenheimer erinnern, der in der Türkei eine neue, geliebte Heimat fand.

Filmseite der Produktion: www.bt-medienproduktion.de/de/zuck.html
Veranstaltungsseite der Landeszentrale: http://politische-bildung-rlp.de/veranstaltungen/...



Bild aus Film Magengrube Fr 16. September, 20:30 Uhr
Kurzfilme aus Rheinland-Pfalz
Leviathan
2 Kurzfilme und Präsentation der Künstlervereinigung Leviathan
Die Künstlervereinigung Leviathan stellt sich und ihre Projekte vor. Dazu gehören die beiden Kurzfilme "In der Magengrube" und "Saloon Nothingness", sowie ein Vorgeschmack auf zukünftige Projekte der Gruppe.

In der Magengrube
Drehbuch und Idee: Leon Pietsch Regie und Illustrationen: Laurenz Lin Sill Arzt: Maximilian Schmidt Patient: Jacob Gauck Soundtrack: Jan Felix May Ton: Moritz Rosteck
"In der Magengrube", ein surealer Film Noir, erzählt die Geschichte von einem sprechenden Affen, der sich im Keller einer psychiatrischen Klinik einnistet und das starre Weltbild des leitendes Arztes in Frage stellt. Philosophische Gedankenspiele werden begleitet von animierten Tuschezeichnungen und atmosphärischen Klavierklängen, die eine immer dichter werdende Kulisse des Wahnsinns aufbauen und den Fragen des Zuschauers eine verstörende Antwort anbieten. Dieser Kurzfilm ist von Leon Peitsch und Laurenz Lin Sill in Mainz entworfen, gedreht und fertiggestellt.

Bild aus Film Saloon Nothingness
Saloon Nothingness
Drehbuch: Leon Pietsch Idee und Regie: Laurenz Lin Sill Namensloser Wanderer: Mert Ucuncu Alter Mann: Geoffrey Steinherz Freundin: Lea von den Steinen Soundtrack: Leon Pietsch Ton: Moritz Rosteck Schauspieler: Andreas Schlicht, Thorsten Schlicht, Moritz Van Straten, Ruth Hainson, Hannah Günther, Michael Hedderich, Henrik Ditz, Maximilian Schmidt
"Saloon Nothingness", ein bewegtes Ölgemälde, zeigt die verzweifelte Sinnliche eines jungen Menschen mitten in der Wüste, der, umgeben von gescheiterten Existenzen und abgelenkt von lautmalerischen Prahlereien, seine Situation erkennen und seine innere Haltung in der Welt entwickeln muss. Im Anschluss an die Arbeit "In der Magengrube" entstand dieser Kurzfilm, wurde in Mainz gedreht und in China animiert. "Saloon Nothingness" war der Startschuss der Gruppe "Leviathan".

Mit beiden Kurzfilmen war die Gruppe in Cannes vertreten. "Saloon Nothingness" konnte sich darüber hinaus in einem gesonderten Screening der "Creative Mind Group" aus Amerika in der Cannes Short Film Corner 2016 platzieren.

Neben den beiden Kurzfilmen werden die Besucher die Gruppe kennenlernen und mit dieser gemeinsam einen Blick in die Zukunft werfen können.


Vorschau

Mi 19. Oktober, 20:30 Uhr
Bild aus Film Die Mitte
Europa und seine Ränder
Die Mitte
Dokumentarfilm von Stanislaw Mucha, D 2004
Wo befindet sich die geographische Mitte Europas? Gleich ein Dutzend Orte im Umkreis von zweitausend Kilometern erhebt Anspruch darauf, das »Zentrum« Europas zu sein. Der polnische Regisseur Stanisław Mucha begibt sich mit seiner Crew auf eine kurzweilige, manchmal burleske, manchmal tragikomische Odyssee kreuz und quer durch den Kontinent auf der Suche nach der einzigen, der »wahren Mitte« in dem mit Mitten übersäten Erdteil.
Einführung und Diskussion: Leibniz-Institut für Europäische Geschichte

Bild aus Film Seefeuers Mi 26. Oktober, 20:30 Uhr
Europa und seine Ränder
Fuocoammare / Seefeuer
Dokumentarfilm von Gianfranco Rosi, I/F 2015, OmU
Samuele ist zwölf und lebt auf einer Insel im Mittelmeer. Die Insel heißt Lampedusa und gilt als Metapher für die Fluchtbewegung nach Europa, die Hoffnungen und Nöte, das Schicksal hunderttausender Emigranten. Gianfranco Rosi nähert sich durch Alltagsbeobachtungen einem ebenso realen wie symbolischen Ort und der Gefühlswelt einiger seiner Bewohner, die einem permanenten Ausnahmezustand ausgesetzt sind. Ausgezeichnet mit dem Goldenen Bären 2016.
Einführung und Diskussion: Leibniz-Institut für Europäische Geschichte
Offizielle Filmseite: www.seefeuer.weltkino.de