Kino CinéMayence - Programm
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Folgemonat | Download: Programmflyer Mai 2017 (PDF) | Link: CinéMayence bei facebook
CinéMayence Live: Filmemacher zu Gast


Bild aus Film Life Saaraba Illegal Do, 18. Mai >20:00 Uhr
Migration / Film und Diskussion
Life Saaraba Illegal
Dokumentarfilm von Peter Heller, D/ES 2015, 90 Min., OmU
Regisseur Peter Heller ist zu einem Gespräch nach dem Film mit dem Publikum anwesend
In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
Achtung Filmbeginn: 20:00 Uhr
Der Film begleitet Aladji und Souley, zwei Brüder von einer kleinen Fischerinsel im Atlantik vor der Küste Senegals, die von ‘Saaraba‘ träumen. Das ist auf Wolof ein mythischer Ort und steht hier für das verheißungsvolle Europa.

Der ältere Aladji gelangt nach langer Odyssee als Bootsflüchtling bis in die Gemüseplantagen Spaniens, bleibt dort aber illegal. Sein Cousin Saliou Sarr, der zugleich Protagonist und Ko-Autor des Films ist, besucht ihn dort, um herauszufinden, was die Verlockung Europas ausmacht, findet dies aber trotz intensiver Gespräche und Fragen nicht heraus.

Der jüngere Souley will seinem Bruder nach Europa folgen. Saliou Sarr, der in seiner Heimat als „Alibeta“ ein bekannter Musiker und Griot ist, folgt Souley den ganzen Fluchtweg von 3.000 Kilometern bis in den Norden Marokkos und will ihn zur Umkehr bewegen.
Er sieht sein Lebensziel eher darin, in seinem Heimatland zu wirken und dieses vor Ort zu verbessern. Sarr glaubt an eine Perspektive in Afrika, obwohl der Fortschritt auf der Insel durch Überweisungen der Migranten finanziert wird.

Im Zentrum der filmischen Chronik stehen die Träume und Ziele, Erfahrungen und Schäden, die die beiden Brüder auf ihrem Weg in den verheißenen Kontinent Europa erfahren haben. Aber es geht auch um die Hilfe, die sie mit ihren bescheidenen Geldüberweisungen auf der kleinen Atlantikinsel leisten. Die Eltern der Beiden sind stolz – die Söhne wurden zu privaten Entwicklungshelfern.

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Bild aus Film Saiten des Lebens Fr, 19. Mai 20:30 Uhr
Psychoanalytiker stellen Filme vor
Saiten des Lebens
Spielfilm von Yaron Zilberman, USA 2012, 105 Min., DF
D: Philip Seymour Hoffman, Christopher Walken, Catherine Keener u.a.; Musik: Angelo Badalamenti
Referentin: Dip.-Psych. Stefanie Keßeler-Scheler
Das New Yorker Kammerensemble „The Fugue String Quartett“ sieht dem 25. Jubiläum seines Bestehens entgegen, anlässlich dessen ein Spätwerk Beethovens, das Opus 131 in cis-Moll aufgeführt werden soll. Während der laufenden Proben bemerkt der Cellist Peter an sich beunruhigende Veränderungen, deren neurologische Abklärung ergibt, dass er an Parkinson erkrankt ist und absehbar sein Instrument nicht mehr beherrschen wird – eine bedeutungsschwere Diagnose für den Cellisten und das gesamte Quartett.

Die Eröffnung Peters bringt die über Jahrzehnte eingespielte Ordnung und das vertraute Geflecht der Beziehungen der vier Musiker untereinander plötzlich durcheinander. Bislang verborgene Gefühle und verdeckte Konflikte brechen hervor: Rivalität, Kränkung, enttäuschte Liebe.

Das Quartett droht nach 25-jähriger Erfolgskarriere an den verdrängten ‚Verstimmungen‘ zu zerbrechen. Das Zerwürfnis der Musiker eskaliert an Beethovens Opus 131, dessen Form (es wird ‚attacca‘ – ohne Unterbrechung – gespielt) die Unvermeidbarkeit von Veränderung über die Zeit und Neujustierung in Beziehungen symbolisiert.
In Kooperation mit Mainzer Psychoanalytisches Institut
Eintritt: 6,50 (normal), 4,50 (ermäßigt)

Filmseite des Verleihs: http://www.wildbunch-germany.de/movie/saiten-des-lebens
URL des mpi: http://www.mpi-mainz.de/fort_vortraege.htm



Bild aus Film You'll never walk alone Sa, 20. – Di, 23. Mai 20:30 Uhr
Fankultur / Fußballgeschichte
You'll never walk alone
Dokumentarfilm von André Schäfer mit Joachim Król, D 2017, 100 Min., OmU
Protagonisten: Hans Albers, Jürgen Klopp, Rodger & Hammerstein, Brian Epstein, Campino und die Toten Hosen.
In vielen Fußballstadien singen die Fans vor dem Spiel „You’ll Never Walk Alone“; das Lied scheint eins geworden mit der Fankultur. Dabei ist im Text von Fußball eigentlich keine Rede. Stattdessen wird von einem Unwetter gesungen, in dem man den Kopf einziehen möchte, und, in dem man die Hoffnung trotz allem nicht sinken lassen soll: "Walk on, walk on“! Nichts als eine Durchhalteparole in C-Dur?

Der Dokumentarfilm erzählt die verblüffende Karriere dieses Songs. Es ist eine lange, spannende und wunderbare Geschichte. Der Schauspieler und bekennende Fußballfan Joachim Król führt durch den Film und begibt sich auf die Spuren des Liedes. Er spricht mit Schauspielern, Musikern und Fußballbegeisterten, unter anderem mit Jürgen Klopp und Campino, mit dem Dirigenten Thomas Hengelbrock vom Balthasar-Neumann-Chor, mit Mavie Hörbiger und mit John Lennons Freund Gerry Marsden, dem Frontmann der Liverpooler Band „Gerry and the Pacemakers“, die „You’ll Never Walk Alone“ zum Nummer-Eins-Hit in Großbritannien machte.

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Bild aus Film Benvenuti Mi, 24. Mai 20:30 Uhr
Migration / Film und Diskussion
Benvenuti
Dokumentarfilm von Laura Auriole und Annalisa Lendaro, F 2016, 53 Min.
Regisseurin Laura Auriole ist zu einem Gespräch mit dem Publikum anwesend
In Kooperation mit dem Zentrum für interkulturelle Studien (ZIS) und dem Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Universität Mainz
Lampedusa, 20 km2 trockenes Land im Mittelmeer und eine der heutigen europäischen Grenzen, 130 km von der Küste Tunesiens entfernt. Der Name der italienischen Insel ist zum Inbegriff geworden für die Migration nach Europa, für Menschen, die auf der Überfahrt durchs Mittelmeer ihr Leben riskieren, um Krieg und Not zu entfliehen. Gleichzeitig ist Lampedusa mit seinem glitzernden türkisblauem Wasser, der Stille und der zauberhaften Landschaft ein Urlaubsparadies. Der Dokumentarfilm fängt den Alltag der Einwohner ein, der zwischen diesen Extremen zur Zerreißprobe wird. Einwohner und Besucher beschreiben die Situation auf der Insel, mitunter offen und direkt, mitunter andeutungsweise.
Der Film ist eine Reise ins Innere von Lampedusa und eine Einladung, sich dem Inselalltag zwischen Dolce Vita, traditionellem Fischfang, tödlichem Schiffbruch und überfüllten Flüchtlingslagern zu nähern. Es ist eine Reise auf eine traumhafte und militarisierte Insel, auf der sich tragisches ereignet.

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Bild aus Film Familiar Memories
Mainzer Kurzfilmwoche Best-of-Festivals – Shorts & Videos im CinéMayence vom 25. bis 31. Mai 2017

Kurzfilme sind aufregend, innovativ, unterhaltsam und immer wieder für eine Überraschung gut. Allein in Deutschland entstehen jährlich mehr als 1.000 Kurzfilme. Die wenigsten erreichen jedoch jemals eine Kinoleinwand. Um die besten von ihnen zu sehen, müsste man auf viele Festivals im In- und Ausland fahren. Das CinéMayence dreht dieses Verhältnis einfach um und holt die besten Filme der andernorts gezeigten Filme einfach nach Mainz.

Wir zeigen die Gewinner des Deutschen Kurzfilmpreises, eine Auswahl von Filmen aus den Wettbewerben der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen und die Oscar-Preisträger 2017 in der Kategorie Animationsfilm. Als Special zeigen wir dieses Jahr Kurzspielfilme aus Venezuela.
Alle Programme außer Best-of Venezuela werden einmal wiederholt.
Details zu den einzelnen Filmen gibt es hier: http://www.cinemayence.de/best-of-festival/index.html

Programmübersicht

Bild aus Film Une Tete Do 25. Mai 20:30 Uhr (Wdh. Mo, 29. Mai)
Oscar® Shorts Animation
Nominierungen und Gewinner 2017, 8 Filme
Wir zeigen die Nominierungen und Gewinner der Academy Awards 2017 in der Sektion Animationsfilm. Zu dem unterhaltsamen Programm gehören auch anderswo weltweit erfolgreichsten Trickfilme des Jahres – wie Blind Vaysha von Theodore Ushev (CAN), Une Tête disparait von Franck Dion (F) und Once upon a Line von Alicja Jasina (USA). Außerdem Borrowed Time von Andrew Coats (USA), Pearl von Patrick Osborne (USA), Asteria von Alexandre Arpentinier (F) und die erste Animation des Graphic Novelist Robert Valley Pear Cider and Cigarettes (CAN/UK).
Und selbstverständlich ist auch der 'Winner' zu sehen: Oscar-Preisträger 2017 Piper von Alan Barillaro – eine Computeranimation über einen kleinen Vogel von Pixar aus dem Hause Disney.




Bild aus Film Cipka (Pussy) Fr 26. Mai 20:30 Uhr (Wdh. Di, 30. Mai)
Best of Oberhausen
9 internationale Spiel-, Dokumentar-, Künstlerfilme und Musikvideos
Auf dem Programm stehen neun Kurzfilme und Preisträger aus den Wettbewerben der Internationalen Kurzfilmtage. Darunter Animationen, Künstlerfilme, ein Dokumentarfilm, ein deutscher Experimentalfilm, ein deutsch-türkischer Spielfilm und der Musikvideo-Publikumsgewinner.

Gezeigt werden: der Hauptpreis The Day before the End von Lav Diaz (Philippinen), der Beste Deutsche Beitrag She whose Blood is clotting in my Underwear von Vika Kirchenbauer. Der MuVi-Online-Publikumspreis Boogieman (Olli Schulz) mit Matthias Brandt.

Außerdem der poetische Spielfilm Journey des chinesischen Künstlers Zhao Xiaowei. Der Dokumentarfilm Initiation über Rituale in den Bergen von Lesotho des südafrikanischen Künstlers Teboho Edkins. Familiar Memories von Pol Merchan – ein Found-Footage-Film aus Home Movies. Der schwedische Spielfilm Snö (Schnee) des bekannten Autors Richard Dinter. Der deutsch-türkische Film Cosmorama über Istanbul von Eren Aksu und der weltweit preisgekrönte, freche Zeichentrickfilm Cipka (Pussy) von Renata Gsiorowska (PL).
Auswahl und Moderation: Reinhard W. Wolf (Kurator bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen)
Am Fr, 27. mit / am Di, 30. ohne Moderation
Details zu den einzelnen Filmen gibt es hier: http://www.cinemayence.de/best-of-festival/index.html
Print Source: http://www.kurzfilmtage.de/



Bild aus Film La Noche Sa 27. Mai 20:30 Uhr
Best of Venezuela
4 preisgekrönte Kurzspielfilme, OmenglUT
In Kooperation mit dem Generalkonsulat der Bolivarischen Republik Venezuela in Frankfurt und dem Filminstitut CNAC.
El (Er) von Lídice Abreu – ein modernes Märchen über ein indigenes Mädchen.
La noche anuncia la aurora von Gerard Uzcatequi – ein poetischer Spielfilm über eine Frau, die alleine am Flussdelta des Catatumbo lebt.
Soja von Gabriel Lacruz über eine Mutter auf dem Weg in den Anden, die mit zwei Söhnen ihren Mann verlässt.
La casa del abuelo von Mariela Cardozo über die magische Beziehung eines Jungen zu seinem verstorbenen Großvater.
Mit Arepas auf Einladung des Konsuls der Bolivarischen Republik Venezuela Jimmy Chediak
Details zu den einzelnen Filmen gibt es hier: http://www.cinemayence.de/best-of-festival/index.html



Poster Kurzfilmpreis So 28. Mai 20:30 Uhr (Wdh. Mi 31. Mai)
Deutscher Kurzfilmpreis
Alle (5) Filmpreise in Gold, D 2015-2016
Wir zeigen: den deutschen Filmpreis in Gold für Animationsfilme: Ein Aus Weg von Hannah Stragholz & Simon Steinhorst (anwesend!) – eine multiperspektivische Doku-Animation.
Den deutschen Filmpreis in Gold in der Kategorie Dokumentarfilm: Kaltes Tal von Johannes Krell – eine Reflexion ohne Worte über Natur als Ressource im Kalktagebau.
Den Filmpreis in Gold für Spielfilme: Homework von Annika Pinske über eine 12jährige, deren Vater in einem Nachtclub arbeitet.
Den Preis in Gold für Experimentalfilme: Ocean Hill Drive von Miriam Gossing und Lina Sieckmann mit mysteriösen Lichtphänomenen in einer amerikanischen Vorstadt.
Und den Sonderpreis für mittellange Filme: Agnosis von Anita Müller – ein transzendentales Rätsel aus den Katakomben von Odessa mit dokumentarischen, fiktiven und animierten Elementen.
Details zu den einzelnen Filmen gibt es hier: http://www.cinemayence.de/best-of-festival/index.html
URL der Filmtour Deutscher Kurzfilmpreis: http://www.kurzfilmtournee.de



Vorschau Juni:
Kultursommer-Programm »Transitions – Wendepunkte«

Bild aus Film MAIDAN In Anlehnung an das Kultursommer-Motto Epochen und Episoden laden wir zu einem abwechslungsreichen Programm über epochale soziale und politische Veränderungen ein, die eine persönliche oder historische Neuorientierung erfordern. Für das kuratierte Programm wurden Filme ausgewählt, die inhaltlich oder in ihrer ästhetischen Form von Wendepunkten erzählen

In der Filmpraxis gibt es den Begriff Plot Point. Ein solcher Wendepunkt ist dadurch gekennzeichnet, dass er das Geschehen unerwartet in eine andere Richtung lenkt. Wie im wirklichen Leben können Wendepunkte verschiedene Wirkungen erzielen: Überraschung, Neugier, Einblick oder eine neue Richtung, die zum Handeln anregt. Hierum soll es in dem Programm gehen.