Kino CinéMayence - Programm




Bild aus Film Worlds apart Do, 2. – Mi, 8. März 20:30 Uhr
Neues griechisches Kino / Athen / Grenzenlose Liebe
Worlds Apart (Enas allos Kosmos)
Spielfilm von Christoforos Papakaliatis, GR 2015, 103 Min, griech-englOmdtUT
D: J.K. Simmons, Maria Kavoyianni, Christopher Papakaliatis, Andra Osvárt, Tawfeek Barhom, Niki Vakali u.a.; Musik: Gadjo Dilo
Ausgehend von der Legende um Eros & Psyche entspinnen sich drei Liebesgeschichten zwischen griechischen und ausländischen Staatsangehörigen, die sich in einem Griechenland entfaltet, das sich schnell ändert. Drei Generationen von Griechen suchen Liebe in schwierigen Zeiten und drei ausländische Generationen finden die Liebe im krisengeschüttelten Athen.

Eine junge Studentin aus Athen verliebt sich in einen Flüchtling aus Syrien, was ihr rechtskonservativer Vater auf keinen Fall erfahren darf. Ein Familienvater in der Beziehungskrise tauscht sein Antidepressivum gegen eine leidenschaftliche Affäre mit einer schwedischen Personalmanagerin ein – ohne zu wissen, dass sein Name auf ihrer roten Liste steht. Und ein deutscher Geschichtsprofessor in Pension verguckt sich vor dem Supermarkt in eine griechische Hausfrau. Obwohl sie sich kaum verständigen können, sprechen sie die gleiche Sprache ...

Die drei Paare widerstehen im Kampf mit einer harten Realität durch eine mögliche Liebe über alle Grenzen hinweg – trotz verschiedener Kulturen, Generationen und Perspektiven.

mehr...→




Bild aus Film El Soborno Do, 9. – Di, 14. März 20:30 Uhr
Cinespañol / Kolumbien
Der Hochmut des Himmels (El soborno del cielo)
Spielfilm von Lisandro Duque Naranjo, Kolumbien/Mex 2016, 90 Min., OmU
Darsteller: Germán Jaramillo, Guillermo García, Wilderman García, Santiago Londoño u.a.
Eine Stadt in der kolumbianischen Provinz. Das Leben läuft ruhig vor sich hin, bis der Selbstmord von Aimer Zapata alles durcheinander bringt. Der neue strenge Priester verweigert dem Selbstmörder ein katholisches Begräbnis. Die Familie des Verstorbenen fordert jedoch die Kirche heraus, indem sie Aimer trotzdem auf dem katholischen Friedhof bestattet. Wütend verweigert der Priester von nun an jegliche Sakramente bis der Leichnam auf den säkularen Friedhof umgebettet wird. Für die streng gläubigen, gottesfürchtigen Bewohner ist das natürlich eine Katastrophe. Kinder ohne Taufe, keine Hochzeiten mehr, Sterbende ohne die letzte Salbung ... dem Priester geling es, einen Keil zwischen die Bevölkerung zu treiben.

Von den Nachbarn bedrängt, verdoppelt die Familie ihren Einsatz: Sie werden ihren Leichnam dann umbetten, wenn auch alle anderen Familien ihre Selbstmörder umbetten. Davon gibt es nicht wenige, doch sie werden streng geheim gehalten. Und so drohen jetzt alle diese Geheimnisse ans Licht der Öffentlichkeit zu geraten...
Finales de los años sesenta. Una ciudad de provincias. La vida transcurre plácidamente hasta que el suicidio de Aimer Zapata viene a perturbarlo todo. El nuevo párroco, muy intransigente, se niega a darle católica sepultura a un suicida. La familia del difunto, muy religiosa, desafía la autoridad del cura y entierra a Aimer en el camposanto.
Furioso, el párroco deja de administrar sacramento alguno mientras no cambien el cadáver de sitio. Niños sin bautizar, bodas que han de retrasarse, moribundos que fallecen sin recibir la extremaunción…
Presionada por los vecinos, la familia del suicida redobla la apuesta: mudarán el cadáver si todos los demás familiares de suicidas también trasladan los suyos. Que no son pocos, aunque se hayan mantenido como un secreto a voces. Pero ahora todos esos secretos van a salir a la luz pública, amenazando la convivencia…
Una comedia negra sobre la intransigencia religiosa. La nueva película del maestro Lisandro Duque Naranjo.

mehr...→




Bild aus Film In this World Mi, 15. März 19:00 Uhr
Fluchtursachen bekämpfen / Diskussion und Film
In This World (Auf der Welt)
Spielfilm von Michael Winterbottom, UK 2002, 86 Min.
D: Jamal Udin Torab, Enayatullah u.a.
Der Film wird nach der Diskussion gezeigt

Eine Million afghanische Flüchtlinge leben in Peshawar, der pakistanischen Stadt hinter der Grenze. Viele kamen hierher als die Amerikaner anfingen ihr Land zu bombardieren. Michael Winterbottoms Film, halbdokumentarisch mit der DigiCam an Originalschauplätzen gedreht, erzählt die Geschichte zweier dieser Flüchtlinge: Jamal, der jüngere der Beiden, ist Waise und in einem Flüchtlingslager untergebracht. Sein Vetter Enayat arbeitet am Marktstand seines Vaters. Damit er es besser hat im Leben, soll Enayat nach England geschickt werden. Dank seiner Überredungskünste und englischen Sprachkenntnisse darf Jamal ihn nach Europa begleiten . . .
Preise: Goldener Bär, Internationale Filmfestspiele Berlin 2003 Friedenspreis der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlinale 2003 Preis der Ökumenischen Jury, Berlinale 2003
Filmseite des Verleihs: http://www.arsenalfilm.de/itw/
Über die Diskussion
»Krieg, Verfolgung, Terror, Dürren, Hunger und Armut - die Gründe für die Flucht von Millionen von Menschen sind vielfältig. Nur ein Bruchteil der Flüchtlinge hat dabei Europa als Ziel.
Trotzdem ist das politische Handeln in Europa und Deutschlands eng verbunden mit den Gründen und den Umständen von Flucht und Vertreibung in den Herkunftsländern.
Wir wollen an diesem Abend beleuchten, wie die Außen- und Wirtschaftspolitik Europas und die Klimapolitik die Lage in den Herkunftsstaaten von Flüchtlingen verschlimmern. Was sind zentrale Fluchtursachen und welche Lösungsansätze gibt es? Welchen Einfluss haben wir als Europäer?
Wie ist die Lage in den jeweiligen Ländern und wie können wir diese beurteilen, wenn es auch um die Frage von Rückführungen geht?«

Auf dem Podium:
Anne Spiegel (Integrationsministerin RLP)
Gerhard Trabert (Arzt, Armut und Gesundheit)
Daniel Köbler, MdL (Integrationspolitischer Sprecher)
Tabea Rößner MdB (Moderation)
Eintritt frei!



Bild aus Film Hope for All Do, 16. – So 19. März 20:30 Uhr
Lifestyle / Transition / Vegane Ernährung
Hope for All
Dokumentarfilm von Nina Messinger, A 2016. 100 Min.
Mit: Jane Goodall, Caldwell B. Esselstyn, Colin Campbell, Vandana Shiva u.a.
Um „groß und stark“ zu werden, so heißt es, muss man Fleisch, Eier und Milchprodukte essen. Mit dieser Botschaft sind wir alle aufgewachsen. Die Industrienationen dieser Welt befinden sich allerdings in einer Gesundheitskrise – Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, extremes Übergewicht oder Diabetes nehmen immer weiter zu. Die Ursache liegt ganz nahe, nämlich auch auf unseren Tellern: Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der typisch westlichen Ernährungsweise und vielen Zivilisationskrankheiten. Gleichzeitig hat pflanzliches und ausgewogenes Essen eine überraschend positive Wirkung auf den Menschen. Denn was unsere Ernährung betrifft, ist weniger oft mehr. Aber nicht nur unsere eigene Gesundheit steht hier zur Debatte, sondern auch die nachhaltige Nahrungsversorgung der Weltbevölkerung und die Zukunft unserer Erde.

Die österreichische Autorin und Filmemacherin Nina Messinger begibt sich auf eine Spurensuche in Deutschland, Österreich, England, Indien, der Schweiz und den USA. Sie trifft unter anderem führende Ernährungswissenschaftler, Mediziner und Umweltexperten und zeigt, dass eine pflanzliche Ernährung unsere Gesundheit fördert und auch jenseits des aktuellen Vegan-Trends wesentlich zur Sicherung unseres gesamten Lebensraumes beiträgt.

mehr...→




Bild aus Film Wild Plants Mo, 20. – Mi, 22. März 20:30 Uhr
Lifestyle / Transition / Urban Gardening
Wild Plants
Dokumentarfilm von Nicolas Humbert, CH/D 2016, 108 Min, OmU
Wild Plants sind Gewächse, die sich auf brachem Land ansiedeln, scheinbar unbewohnbares Terrain in Besitz nehmen und neue Lebensräume schaffen. Wild Plants sind aber auch Menschen, die ihre eigenen Utopien entwerfen und zu Impulsgebern für andere werden.

An vielen verstreuten Orten auf der Welt leben Menschen und wachsen Projekte, in denen sich botanischer und biographischer Wildwuchs miteinander verbinden.

In seinem Film begibt sich Nicolas Humbert auf eine Spurensuche, die ihn zu einigen ausgewählten Projekten und Menschen führt: Zu den ‚Urban Gardeners’ im zusammengebrochenen Detroit, zu dem indianischen Philosophen Milo Yellow Hair auf der Reservation von Pine Ridge, zu Maurice Maggi, der seit vielen Jahren die Stadt Zürich mit seinen wilden Pflanzungen verändert und zu der innovativen Landbau-Kooperative der ‚Jardins de Cocagne’ in Genf.
»Wild Plants, ein kleines dokumentarisches Kunststück, das einmal mehr formal einzigartig ist und auch inhaltlich neue Wege weist« (Münchner Feuilleton)

mehr...→




Bild aus Film BARAKAH Do, 23. – Mi, 29. März 20:30 Uhr
Neues arabisches Kino / Grenzenlose Liebe
Barakah meets Barakah (Barakah yoqabil Barakah)
Spielfilm von Mahmoud Sabbagh, Saudi-Arabien 2016, 88 Min, OmU
D: Hisham Fageeh, Fatima Al Banawi; Musik: Zeid Hamdan, Maii Waleed Yassin
In der saudischen Hafenstadt Dschidda soll Barakah (Hisham Fageeh) als Ordnungsbeamter dafür sorgen, dass das öffentliche Leben nach dem islamischen Recht verläuft. Dies tut er immer freundlich aber ohne religiösen Eifer, viel lieber spielt er in einer Laientheatergruppe Hamlet. Seine Rolle ist die der Ophelia, Proben und Aufführungen mit Frauen sind verboten. Als er ein illegales Fotoshooting unterbinden soll, verliebt er sich auf den ersten Blick in Bibi (Fatima AlBanawi), die für das Label ihrer Adoptivmutter ‚Heavenly Hips‘ modelt, aber viel berühmter als gesellschaftskritische Vloggerin und IT-Girl ist. Nur wie soll er sie näher kennenlernen, in einem Land, das jeder Form von 'dating' feindlich gegenübersteht?

Würde man eine Umfrage unter Filmexperten starten, welches Land ihrer Einschätzung nach derzeit das am wenigsten geeignete ist, eine sehr lustige und echt abgefahrene Romantic Comedy anzusiedeln: Saudi-Arabien hätte beste Chancen, die Top-Position einzunehmen. Falsch geraten – nichts weniger beweist BARAKAH MEETS BARAKAH.

mehr...→




Bild aus Film TANNA Do, 30. März – Mi, 5. April 20:30 Uhr
Kino der Südsee / Grenzenlose Liebe
Tanna – Eine verbotene Liebe (Tanna)
Spielfilm von Martin Butler, Bentley Dean, Australien 2015, 104 Min, OmU
D: Mungau Dain, Marie Wawa, Marceline Rofit
Im Dorf der Yakel auf der Südsee-Insel leben die Menschen in Symbiose mit der Natur. Aber nicht alles ist so friedlich, wie es scheint. Die benachbarten Imedin haben schon wieder einen Yakel angegriffen und schwer verletzt. Zu viel der Gewalt für die Ältesten. Sie wollen Frieden schliessen und versprechen die schöne Wawa dem Sohn des Imedin-Chefs. Nun ist Wawa allerdings unsterblich verliebt in Dain, und dieser auch in sie. Noch wird ihr süßes Geheimnis neidvoll gehütet durch den üppigen Regenwald und nur Selim, die Schelmische, weiss um die unsichtbaren Bande, die ihre grosse Schwester mit dem Enkel des Häuptlings verbinden. Als Wawa durch ein Initiationsritual zur Frau wird, soll sie zu den Imedin ziehen, doch Dain und Wawa wollen sich um keinen Preis voneinander trennen und fliehen durch die Wälder in die Höhen des Funken speienden Vulkans.

Eine klassische Geschichte, die an Romeo und Julia erinnert, aber auf einem wahren Ereignis beruht, das die Stämme dazu bewogen hat, ihr strengen Sitten um die arrangierte Ehe zu lockern.

mehr...→




Bild aus Film I M NOT YOUR NEGRO Do, 6. – Mi, 12. April 20:30 Uhr
USA / Doku / James Baldwin
I am not your Negro
Essay von Raoul Peck, USA/F/B 2017, 93 Min, englOmU; mit James Baldwin, Samuel L. Jackson, Malcom X, Martin Luther King Jr., Lorraine Hansberry u.a.
Im Juni 1979 beginnt der bedeutende US-Autor James Baldwin seinen letzten, unvollendet gebliebenen Text Remember This House. Mit persönlichen Erinnerungen an seine drei ermordeten Freunde Malcolm X, Medgar Evers und Martin Luther King und Reflexionen der eigenen, schmerzhaften Lebenserfahrung als Schwarzer schreibt er die Geschichte Amerikas neu.

Raoul Peck inszeniert die 30 unveröffentlichten Manuskriptseiten mit einer fulminanten Collage von Archivfotos, Filmausschnitten und Nachrichten-Clips: die Boykottinitiativen und den Widerstand gegen die Rassentrennung, die Unsichtbarkeit von Schwarzen in den Kinomythen Hollywoods, afroamerikanische Proteste gegen weiße Polizeigewalt bis in die jüngste Gegenwart, Baldwins kompliziertes Verhältnis zur Black-Power-Bewegung, den paranoiden Blick eines FBI-Berichts auf dessen Homosexualität. Ein prägnanter und verstörender Essay über die bis heute vom Mainstream weitgehend ausgeblendete Wirklichkeit schwarzer Amerikaner.
Welche desaströsen Mechanismen bedingen den amerikanischen Rassismus? Hat sich das Land seitdem gewandelt?.

mehr...→



Vorschau:
20. - 26. April: Was hat uns bloß so ruiniert , Lifestyle-Komödie, A 2015
27. - 30. April: Frank Zappa – Eat the Question, Musik-Dok, D/F 2016