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JUNI

Das war die Japan-Woche Mainz 2010
Das war unser Kultursommer-Programm "Über Grenzen"

JULI

+++ Sommerpause +++

Endstation der Sehnsuechte Do, 22. Juli 19:00 h
Film und Diskussion „Begegnung mit dem Fremden“ / Regisseurin anwesend
»Endstation der Sehnsüchte (Home from home)«
Dokumentarfilm von Sung-Hyung Cho, D/Korea 2009, 35mm 1:1,85, 95 Min.

Anschließend Diskussion mit der Regisseurin Sung-Hyung Cho, der Filmkritikerin Heike Kühn (epdFilm) und und Hans Dieter Ölschleger (Bonn).
Im Rahmen einer Tagung zum Thema „Begegnung mit dem Fremden“ des Instituts für Europäische Geschichte Mainz.

FILMINHALT: Armin, Ludwig und Willi heißen die drei Helden, die aus Liebe zu ihren Frauen noch einmal mutig ein großes - vielleicht ihr letztes - Abenteuer starten. Im besten Rentenalter wollen sie im fernsten Osten, der Heimat ihrer Frauen, den verdienten Lebensabend verbringen. Sie verstehen zwar kaum ein Wort und die Sitten und Gebräuche der Einheimischen sind gewöhnungsbedürftig, dafür tragen ihre Altersruhesitze im „Deitschen Dorf“ rote Ziegeldächer und zeichnen sich durch makellos weiße Fachwerkwände hinterm Gartenzaun aus.

Die drei koreanischen Frauen der Männer kehren nach über dreißig Jahren zurück in ein Land, das nicht mehr ihres ist. Sie haben in den Siebziger Jahren alles zurückgelassen, um als Gastarbeiterinnen nach Deutschland zu gehen. Sie haben sich in dem neuen Land integriert und sich doch immer nach dem alten gesehnt.

Endstation der Sehnsuechte Jetzt haben sie ihren Traum wahr gemacht und ihre deutschen Ehemänner mitgenommen nach Dogil Maeul, das „Deutsche Dorf“, das eigens für Leute wie sie errichtet wurde und zur Touristenattraktion geworden. Denn das Dorf in der malerischen Bucht mit den roten Ziegeldächern und den sauberen Vorgärten ist tatsächlich deutscher als deutsch - mit Vollkornbrot und Bockwürsten. Eine skurrile Kulisse, in der Touristen durch ihre Vorgärten trampeln und die Ehemänner als „Langnasen-Opas“ belachen, bis die Polizei eingreift.

HINTERGRUND: Nach ihrem preisgekrönten Debütfilm und Publikumsliebling „Full Metal Village“ (Max-Ophüls-Preis, Hessischer Filmpreis u.a.), der in der deutschen Provinz spielte, geht Regisseurin Sung-Hyung Cho in ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE in Südkorea auf Heimatsuche. Mit Humor und Einfühlungsvermögen erkundet sie die Untiefen eines kulturellen Balanceakts - zwischen neuer und alter Heimat, Buddhas und Gartenzwergen, koreanischen Ehefrauen und deutschen Ehemännern - und die Sehnsucht jedes Einzelnen nach Zugehörigkeit. Endstation der Sehnsuechte
Der Film zeigt dabei nicht nur die gemischten Gefühle der koreanischen Rückkehrerinnen, sondern auch die der deutschen Partner. Die für ihre Frauen mit über 60 noch einmal den Aufbruch in ein fremdes Land wagen und ganz eigene oft komisch anmutende Strategien entwickeln, um in der Fremde zu überleben. Mit diesem kulturellen Spagat vertraut, dokumentiert die in Südkorea geborene und mit 20 Jahren nach Deutschland ausgewanderte Regisseurin Sung-Hyung Cho berührend und sensibel das Leben der drei Ehepaare.

Internetseite der Regisseurin: http://sung-hyung.de/
URL des Instituts für Europäische Geschichte: http://www.ieg-mainz.de/

+++ Sommerpause +++
AUGUST

SWR Literaturnacht Fr, 27. August, ab 18.00 h
SWR-Literaturnacht
Der SWR präsentiert im CinéMayence herausragende Schriftstellerporträts


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