Kino CinéMayence - Programm
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Folgemonat | Download: Programmflyer April 2018 (PDF) | Link: CinéMayence bei facebook
CinéMayence Live: Filmemacher zu Gast





Bild aus Sameblod Do 5. – Mi 11. April 20:30 Uhr
Frauen / Schweden / Sámi Film
Das Mädchen aus dem Norden (Sameblod)
Spielfilm von Amanda Kernell, S/N/DK 2016, 110 Min., samisch+schwedOmU
mit Cecilia Sparrok, Erika Sparrok, Maj Doris Rimpi u.a.
Im Schweden der 1930er-Jahre besucht die angehende Rentierzüchterin Elle Marja mit ihrer Schwester die Internatsschule in Lappland. Sie stammt aus einer Familie von Sámi Rentierzüchtern, deren Lebensweise von der schwedischen Mehrheitsgesellschaft abgelehnt wird. Fernab von ihrer Familie bemüht Elle Marja sich im Internat um Anpassung und die Anerkennung ihrer Lehrerin in der Hoffnung, so ihrem Traum von einem freien Leben näher zu kommen. Als an der Schule erniedrigende, rassen-biologische Untersuchungen durchgeführt werden, entscheidet sie sich für einen radikalen Schritt: Das intelligente, willensstarke und rebellische Mädchen bricht mit ihrer Familie und macht sich auf den Weg nach Uppsala, um als Schwedin akzeptiert zu werden und eines neues, unabhängiges Leben zu führen. Erst viel später kehrt sie wieder zurück.

Bild aus Sameblod Das subtil inszenierte Drama handelt vom Ringen um Identität, den Gefahren der Selbstverleugnung, aber auch von Rassismus und tiefverwurzelten Vorurteilen. Der mit langem Atem und großer Sorgfalt entwickelte Spielfilm ist ebenso unterhaltsam wie tiefgründig.

Der Film wurde mit vielen Laiendarstellern vor Ort in der Provinz Västerbotten und auf der norwegischen Seite des Gebiets der Sámi in Lappland sowie in Uppsala gedreht.

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Bild aus Freiheit Do 12. – Mi 18. April 20:30 Uhr
Frauen / Neuer deutscher Film /
Freiheit
Spielfilm von Jan Speckenbach, D/SL 2017, 100 Min.
mit Johanna Wokalek, Hans-Jochen Wagner u.a.
Inspiriert von Henrik Ibsens Dramaheldin Nora erzählt Jan Speckenbach von einer Frau, die aus bürgerlichen Verhältnissen ausbrechen will – und von ihrem Mann, der mit den Kindern zurückbleibt. Dabei denkt er Ibsens Idee weiter und erzählt in Parallelmontagen weiter, wo Ibsen aufhörte – sowohl aus der Perspektive der Frau als auch des Mannes.

• Nora und Philip essen mit ihren zwei Kindern. Nora geht zur Tür hinaus, verlässt ihren Mann Philip und die beiden Kinder ohne ein Wort der Erklärung. Eine unbändige Kraft treibt sie an: Sie will wieder spüren, dass sie lebt.
• Nach kurzem Aufenthalt in Wien fährt Nora per Autostop nach Bratislava. Dort macht sie Bekanntschaft mit der jungen Slowakin Etela und ihrem Mann Tamás, der Nora einen Job in einem Hotel vermittelt. Nora lernt ihre zwei kleinen Söhne kennen und begleitet Etela zu ihrer Arbeit als Sexperformerin. Beim Blick in den Spiegel dieser Familie wird Nora bewusst, dass sie immer noch durch ihre Erinnerungen mit ihrer Familie verbunden ist.
• Während sie einen neuen Weg sucht, bleibt Philip zurück und muss Kinder, Arbeit und Alltag weiter am Laufen halten, in absoluter Ungewissheit, wann und ob seine Frau überhaupt noch einmal zurückkehren wird. Noras Suche nach Freiheit ist für ihn eine Fessel.
• In einer Fernsehsendung ruft Philip die Zuschauer zur Mithilfe bei der Suche nach seiner verschwundenen Frau Nora auf. Er verlässt das Studio in Begleitung von Monika. Er folgt weiterhin seinem Beruf als Anwalt. Sein Alltag als allein erziehender Vater und nicht zuletzt eine Liebesaffäre mit Monika, die er seinen Kindern verheimlicht. Noras unerklärtes Verschwinden schwebt über seinem Leben wie ein Damoklesschwert.

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Bild aus Licht Do 19. – Mi 25. April 20:30 Uhr
Österreich / Frauen / Aufklärung
Licht (Mademoiselle Paradis)
Spielfilm von Barbara Albert, A/D 2017, 97 Min. mit Maria Dragus, Devid Striesow, Lukas Miko, Katja Kolm, Maresi Riegner u.a.
Buch: Kathrin Resetarits; Prod: Nikolaus Geyrhalter / Looks
Die österreichische Regisseurin Barbara Albert lässt eine blinde Pianistin das Licht entdecken – und in der Dunkelheit einen Freiraum finden.

Wien 1777. Die früh erblindete 18jährige Maria Theresia "Resi" Paradis ist als Klavier- Wunderkind in der Wiener Gesellschaft bekannt. Nach zahllosen medizinischen Fehlbehandlungen wird sie von ihren ehrgeizigen Eltern dem wegen seiner neuartigen Methoden umstrittenen Arzt Franz Anton Mesmer anvertraut. Langsam beginnt Resi in dem offenen Haus der Mesmers, zwischen Rokoko und Aufklärung, im Kreise wundersamer Patienten und dem Stubenmädchen Agnes, das erste Mal in ihrem Leben Freiheit zu spüren. Als Resi in Folge der Behandlung erste Bilder wahrzunehmen beginnt, bemerkt sie mit Schrecken, dass ihre musikalische Virtuosität verloren geht...

Mit ihrem Spielfilm LICHT erzählt Barbara Albert (DIE LEBENDEN, FALLEN, BÖSE ZELLEN) eine Parabel über die Macht der Musik zur Zeit Mozarts in Wien und den Beginn des Zeitalters der Aufklärung. Aufwendig inszeniert und mit großem Einfühlungsvermögen beschreibt das Historiendrama die Suche nach der eigenen Identität zwischen Lichtblicken und Schattenseiten, zwischen Schein und Sein, zwischen Sehen und Gesehen werden.
Die schicksalhafte Geschichte basiert auf dem Bestseller „Am Anfang war die Nacht Musik“ von Alissa Walser.

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GREEN Liebesaffäre Do 26. April – Mi 2. Mai 20:30 Uhr
Ökolügen / Greenwashing
Die grüne Lüge
Dokumentarfilm von Werner Boote, A 2017, 97 Min, OmU
Mit: Kathrin Hartmann, Noam Chomsky, Raj Patel, Sônia Guajajara u.v.a.
Drehorte: Wien, Sumatra, Bali, Texas, Austin, Louisiana, Boston, Essen, Mato Grosso da Sul.
Sind wir alle wirklich Konsum-SuperheldInnen, die es in der Hand haben, die Welt zu retten, wenn wir uns dafür entscheiden, die richtigen Produkte zu kaufen?

Unsere Supermärkte sind voll mit Produkten, die so, wie sie hergestellt werden, gar nicht existieren dürften. Den Preis dafür zahlen wir – auch wenn er nicht auf der Rechnung steht.

GREEN Liebesaffäre Umweltschonende Elektroautos, nachhaltig produzierte Lebensmittel, faire Produktion. Wenn wir den Konzernen Glauben schenken, können wir mit Kaufentscheidungen die Welt retten. Aber das ist eine populäre und gefährliche Lüge. Gemeinsam mit der Greenwashing-Expertin Kathrin Hartmann zeigt Werner Boote („Plastic Planet“, „Alles unter Kontrolle“) in seinem neuen Dokumentarfilm, wie wir uns dagegen wehren können.

Vom österreichischen Supermarkt reisen Werner Boote und Kathrin Hartmann nach Indonesien, Brasilien, in die USA und nach Deutschland. Sie besuchen dort Orte, die von der Zerstörungsgewalt hinter dem Greenwashing zeugen. Sie sprechen mit Menschen, die sich gegen die Lügen und ihre Folgen wehren und solche, die behaupten, nie gelogen zu haben. Und wenn auf einmal sämtliche Konzernbosse den Begriff „Nachhaltigkeit“ in den Mund nehmen, dann wird davon nicht die Umwelt sauber, sondern höchstens das Wort schmutzig.

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GREEN LIE
Arc Film Festival Mainz

Das arc filmfestival findet vom 25. bis 28. April in der Neuen Golden-Ross-Kaserne und an anderen Orten statt. Ziel ist es, ein kommunikatives Forum für filminteressierte Zuschauer und professionelle Filmemacher zu schaffen.

Programm des Arc Filmfestivals im CinéMayence:

Donnerstag 26. April 16:00 Uhr anges
Freedom and Rebellion
Quand les anges sourient ou le conte du chauve rebelle
(Wenn die Engel lächeln oder die Geschichte des kahlköpfigen Rebellen)
Spielfilm von Hicham Elladdaqi
Marokko 2016, 20 Min. OmenglUT
Der junge Ayoub, der von Geburt an keine Haare hat, träumt vom fliegen. Nachdem seine Adoptivmutter stirbt, kommt er in ein Waisenhaus und wird ein großer Rebell.
blind
In the Land of Blind
Spielfilm von Keyun Chen
Taiwan 2016, 23 Min, OmenglUT
Nach der Veröffentlichung seines ersten Buches gelingt es Bo-Yang nicht mehr, etwas Gutes zu Papier zu bringen. Der Erwartungsdruck lähmt ihn, aber dann erreicht ihn ein mysteriöses Paket mit einem Manuskript.

Sparta
Sparta
Spielfilm von Noemi Nicola
Belgien 2016, 26 Min., OmenglUT
anwesend: Noemie Nicolas (Regie)
Eine Mutter reist mit ihren beiden Kindern durch eine verwüstete Gegend und träumt davon, das Meer zu erreichen. Während die beiden Kinder tapfer an der Hoffnung festhalten, wird die Mutter von Verzweifung aufgefressen.



Sparta
Freitag 27. April 16:00 Uhr
Feature 2: Spain
Marisa in the Woods
Spielfilm von Antonio Morales
Spanisch 2017, 82 Min., OmenglUT
anwesend: Antonio Morales (Buch, Regie), Jon Arróspide (Produktion)
Für die Bühnenautorin Marisa scheint nichts mehr nach ihren Vorstellungen zu laufen. Um ihrer eigenen Angst zu ent iehen, vertieft sie sich in das Beziehungsdrama ihrer Freundin Mina, bis sie sich ihren eigenen Sorgen stellen muss.



Sparta Samstag 28. April 16:00 Uhr
Feature 3: Russia
Korotkie Vodny
(Short Waves/Kurzwelle)
Spielfilm von Mikhail Dovzhenko
Russland 2017, 80 Min, OmenglUT
anwesend: Mikhail Dovzhenko (Regie)
Die Kompilation von fünf Kurzfilme zeigt uns, welche Bedeutungen das Radio in unserem Leben einnehmen kann. Es dient als Mittel zur Beeinflussung der Massen, als Hilfe Gefühle auszudrücken und dient in schwierigen sozialen Situationen als Bewährungsprobe.