Studiokino der AG Stadtkino e.V. im Schönborner
Hof (Institut Français)

Nachrichten
Letzte Aktualisierung: 24. Juli 2010 - Jüngste Nachrichten oben!
Vorankündigung: Der SWR präsentiert im CinéMayence herausragende Schriftstellerporträts
Der Südwestrundfunk veranstaltet am 27. August zum zweiten Mal in Mainz eine Literaturnacht. In mehreren Gebäuden am Schillerplatz gibt es ein attraktives Angebot mit meist kostenlosen Veranstaltungen. Im Mittelpunkt steht ein Spiegelzelt vor dem Osteiner Hof, in dem „Literatur im Foyer“-Sendungen aufgezeichnet werden.
Im CinéMayence zeigt der SWR sechs herausragende Schriftstellerporträts: Egal ob als Schriftsteller, Dramatiker, Theaterregisseur oder Maler, sie haben das Geistesleben im Nachkriegsdeutschland geprägt, die Menschen wachgerüttelt, provoziert, Denkanstöße geliefert. Ihre Kunst ist der Kunst gewidmet und doch ihrer Künstlichkeit enthoben. Sie steht in einem politisch-gesellschaftlichen Diskurs, der alle Menschen betrifft: Elias Canetti, Walter Jens, Peter Handke, Heiner Müller, Claus Peymann und Peter Weiss.
Die Filme werden im stündlichen Wechsel ab 18 Uhr gezeigt.
Das komplette Programm der SWR-Literaturnacht finden Sie im Internet unter: http://www.SWR.de/literaturnacht
22.07.2010 || Sonderveranstaltung mit "Endstation der Sehnsüchte" ausverkauft
Mitten in den Ferien und in unserer Programmpause war die Vorstellung des Dokumentarfilms "Endstation der Sehnsüchte" mit anschließender Diskussion ausverkauft.
Der Film zeigt das Leben dreier deutsch-koreanischer Ehepaare, die sich in einem sogenannten Deutschen Dorf in Korea niedergelassen haben und dort ihren Lebensabend verbringen (siehe auch: http://sung-hyung.de). Unter den Porträtierten – wie sich herausstellte – auch ein Paar aus Mainz!
Eingeladen hatte das Institut für Europäische Geschichte im Rahmen einer Tagung zum Thema "Begegnung mit dem Fremden". Dank dieser Kooperation war es möglich für die anschließende Podiumsdiskussion nicht nur die Regisseurin des Films, Sung-Hyung Cho, sondern auch noch Fachleute aus dem Bereich Film und Migrationsforschung bzw. Koreanistik einzuladen: als Kennerin (und Fan) des Films nahm die Filmwissenschaftlerin und Filmkritikerin Heike Kühn (Frankfurt, links im Bild) teil. Als Experte für Migration und Koreanistik beteiligte sich Prof. Ölschleger von der Universität Bonn (Bild: Mitte). Die Diskussion leitete Frau Dr. Braun (rechts) vom IEG Mainz.
Insbesondere die weit über das Filmhandwerkliche hinausgehenden Statements der in Deutschland lebenden koreanischen Regisseurin Sung-Hyung Cho (Bild: 2. v.l.) zur Problematik der interkulturellen Begegnung und der Migration in ein – für einen der Ehepartner – fremdes Land, waren sehr aufschlußreich.
02.07.2010 || ARTE-Redakteurin stellte "Karambolage" vor
Trotz Fußball-WM und Hitzewelle war die letzte Veranstaltung in unserer Kultursommer-Reihe "Über Grenzen" gut besucht.
Maija-Lene Rettig war extra aus Paris angereist, um das ebenso populäre wie intelligente Fernseh-Magazin über deutsch-französische Unterschiede, vorzustellen. Anhand von Ausschnitten vergangener Sendungen vermittelte sie einen Eindruck von der inhaltlichen und formalen Gestaltung des Magazins und erläuterte die Konzeption des Formats.
Im Anschluß an die Präsentation gab es eine Diskussion mit den Besuchern der Veranstaltung. Dabei stellte sich heraus, daß die meisten Anwesenden die Sendung kannten.
Übrigens: "Karambolage" ist jeden Sonntag um 20.00 Uhr auf ARTE zu sehen!
Link zum Karambolage-Blog: http://blogs.arte.tv/Karambolage-de/
23.06.2010 || Japan-Woche endet mit Kurzfilmwettbewerb
Die erste Japan-Woche in Mainz, die vom 17. bis 23. Juni im Residenz&Prinzess Filmtheater und im CinéMayence stattfand, war ein schöner Erfolg!
Die Japan-Woche endete am Mittwoch, 23. Juni mit einem deutsch-japanischen Kurzfilm-Wettbewerb. Das Publikum fungierte als Jury. Die meisten Stimmen und damit den ersten Preis, erhielt das Filmemacher-Porträt "Kiyoshi Kurosawa" von Mario Hirasaka (Bild-Mitte).
Die zweitmeisten Stimmen erhielt die Kurzdokumentation "Der König der Statisten" von Michael Schwarz, Mainz (Bild: links). Die Preise wurden von Yumi Machiguchi (Bild: rechts) überreicht.
17.06.2010 || Japan-Woche im Residenz&Prinzess Filmtheater und im CinéMayence
Die Japan-Woche wurde am 17. Juni im Residenz&Prinzess Filmtheater mit der Vorpremiere des Anime-Films "Ponyo" von Hayao Miyazaki eröffnet.
Am nächsten Tag folgte die Eröffnung im CinéMayence mit einer Ausstellung und einem Kurzfilmprogramm (Bild: Wolfgang Döllerer, Theaterleiter Residenz&Prinzess; Yumi Machiguchi, Kuratorin).
Im Verlauf der Woche wurden in beiden Kinos Filme aus und über Japan gezeigt. Das Residenz&Prinzess Filmtheater bot eine Retrospektive der Filme des japanischen Anime-Meisters Hayao Miyazaki. Im CinéMayence wurden Kurzfilme aller Genre und Gattungen vorgestellt.
Zum Rahmenprogramm gehörten auch eine Kunstausstellung, eine Lesung und zwei Kunstaktionen: die japanische Künstlerin Mami Chihara fotografierte Väter und Mütter mit ihren Kindern. Yumi Machiguchi zeichnete Kalligrafien direkt auf die Haut von Teilnehmer/innen an der Aktion (s. Foto rechts)
Das Programm ist online unter: Japan-Woche Mainz 2010
29.05.2010 || Regisseur Olivier Assayas kommt am 1. Juni
Olivier Assayas, einer der bedeutendsten französischen Regisseure der jüngeren Generation, kommt anläßlich der Deutschland-Premiere seines Film L'HEURE D'ÉTÉ am 1. Juni ins CinéMayence.
Olivier Assayas (*1955 in Paris) ist Regisseur, Drehbuchautor und langjähriger Redakteur für Les Cahiers du cinéma. Er ist der Sohn des Regisseurs Jacques Rémy. 1998 heiratete er die Filmschauspielerin Maggie Cheung, die in seinem Film »Irma Vep« die Hauptrolle spielt.
Olivier Assayas gilt als einer der einflußreichsten Regisseure der neuen Generation französischer Filmemacher. Er setzt sich insbesondere mit dem Erbe der Novelle Vague auseinander und plädiert für einen Neuanfang des französischen Kinos jenseits von Hollywood. Anregungen sucht er insbesondere im asiatischen Kino. Zu seinen Freunden und Vorbildern gehört u.a. der taiwanesische Regisseur Hou Hsiao-Hsien.
L’Heure d’été ist sein 22. Film als Regisseur.
Weitere Informationen auf unserer Programmseite
29.05.2010 || Zwischen 300 bis 400 Besucher in der Museumsnacht
Während der Museumsnacht kamen zwischen 300 bis 400 Besucher, um sich das Programmangebot des CinéMayence wahrzunehmen.
Von 18 Uhr bis 23 Uhr begann jeweils im Stundentakt ein besonderes Programm, darunter internationale Kurzfilme und Informationsangebote zum Kommunalen Kino und seine Partnerschaften in der Stadt.
Engpässe gab es insbesondere am frühen Abend bei der Führung durch das Kino und der Besichtigung des Vorführraums. Und die Kurzfilm-Spätvorstellung war so stark nachgefragt, daß leider nicht Alle hereingelassen werden konnten.
Insgesamt lag das Haus, Institut Français, unter den Teilnehmern an der Museumsnacht, die ein festes Programm anboten, damit in der Spitzengruppe. Ein schöner Erfolg ...!
24.05.2010 || Volles Haus für Ismael Khatib
Ismael Khatib, der Protagonist des Films »Das Herz von Jenin« beantwortete am Pfingstmontag im CinéMayence Fragen zum Film und berichtete über seine Projekte in Jenin. Trotz des sonnigen Wetters war das Haus voll, um den Film zu sehen und natürlich um Ismael Khatib selbst zu hören.
Besonders berührend war, als Ismael Khatib von den fortbestehenden Beziehungen zu den israelischen Kindern erzählte, die mit Organen seines erschossenen Sohnes leben.
Das derzeitige Hauptanliegen des ehemaligen Automechaniker und jetzigen Laienpädagogen und Friedensaktivisten ist jedoch der Ausbau eines Kinder- und Jugendzentrums im Flüchtlingslager Jenin (Westjordanland), aus dem er selbst stammt. Das Jugendzentrum gibt Kindern einen sicheren Ort, an dem sie spielen und lernen können.
Außerdem berichtete Khatib, daß ein anderes Projekt - die Renovierung des "Cinema Jenin" - nun Erfolge zeigt. Das alte Kino soll im August wiedereröffnet werden.
Info zum Cinema Jenin: www.cinemajenin.org
15.05.2010 || Neu im Programm: Ismael Khatib kommt!
Erinnern Sie sich an die Geschichte des palästinensischen Vaters, der mit dem Herz seines Sohnes, der von israelischen Kugeln getroffen wurde, als Organspende ein israelisches Mädchen rettet? Der Film heißt »Das Herz von Jenin« und wir zeigen ihn an Pfingstmontag um 17:30 Uhr. Denn, und das ist der Anlaß, der palästinensische Vater Ismael Khatib ist in Mainz und wird im CinéMayence von seinen damaligen Erlebnissen und seinen aktuellen Projekten zur Förderung des palästinensisch-israelischen Friedens erzählen!
URL: www.cinemayence.de/programm.html#24
15.05.2010 || Partner-Veranstaltungstip
Mittwoch, 19.5. 12-14 Uhr Infobox / Campus
A propos de l’interculturalité dans le cinéma tunisien :
La figure du juif et ses multiples réceptions.
Prof. Abdelhamid Larguèche (Université de Tunis-Manouba)
En partant de l’image du juif dans le cinéma tunisien, nous tenterons de montrer la difficile acceptation de l’Autre par un public qui fut longtemps habitué à un cinéma de type identitaire où l’Atre est souvent inscrit dans une position d’adversité et de différence.
A partir d’une expérience faite avec des étudiants du cinéma qui filment le cimetière juif de Tunis, une autre façon de recevoir l’autre eut s’instaurer, en montrant que cet autre n’est qu’une partie de nous mêmes.
Le court métrage documentaire : « Le Borgel, un lieu et des mémoires » sera présenté et commenté à la lumière de cette problématique.
URL: www.zis.uni-mainz.de/1123.php
24.04.2010 || Best of FH Mainz: grosser Erfolg!
Am dritten Tag der Kurzfilmwoche "Best-of-Festival – shorts & videos" war das CinéMayence restlos ausverkauft.
Und: Obwohl das Programm bereits um 20 Uhr mit einem Empfang im Salon des Institut Français begann – es gab Wein vom Weingut Alex Schmitt – und erst nach Mitternacht endete, blieben die sensationell ausdauernden Zuschauer fast alle bis zum Ende dabei (und die Helfer in der Vorführkabine auch :-).
Die Beteiligten beschlossen noch am selben Abend diese Veranstaltung mit neuen Filmen im nächsten Jahr zu wiederholen.
URL: www.cinemayence.de/best-of-festival/100424FH-Mainz.html/
17.04.2010 || Best-of-Festival-Programm mit FH-Filmen komplett
Ab heute steht auch das Programm der FH Mainz im Rahmen der Kurzfilmwoche "Best-of-Festival – shorts & videos" online.
Das umfangreiche Programm mit 25 kurzen und kürzesten Filmen wurde unter großem Aufwand von Prof. Sylvie Pagé mit Hilfe von Vanouch Balian von der Fachschaft Zeitbasierte Medien zusammengestellt.
Das Programm "Best of FH Mainz" wird am Samstag, 24. April gezeigt und von
Prof. Anja Stöffler und Prof. Sylvie Pagé moderiert.
URL: www.cinemayence.de/best-of-festival/
29.01.2010 || ZDF-Redaktion 37° feiert Jubiläum
Vor 15 Jahren wurde die ZDF-Redaktion und Sendereihe 37° gegründet. Drei Redaktionen taten sich zusammen, »um an der Schnittstelle von Kultur, Religion und Gesellschaft ein Stück Kontrastfernsehen zu schaffen, in dem es ausschließlich um Menschen geht; um das was sie trennt und verbindet, um ihre Lebenslinien, Lebenskrisen, Lebensentscheidungen, um die Grundbefindlichkeiten des Daseins gewissermaßen« (Selbstdarstellung).
Aus diesem Anlaß feierten die Redaktion und ihre Leitung am 29. Januar im CinéMayence und im Salon des Institut Français zusammen mit Autoren und Autorinnen der Sendereihe.
URL: 37°
Bild (Yumi Machiguchi): Redaktionsleiter Peter Arens begrüßt die Gäste
3.1.2010 || Neu auf unseren Internetseiten: Cinéfête 10
Das 10. französische Filmfestival für junge Leute geht durch ganz Deutschland auf Tournée
In Mainz findet Cinéfête vom Do, den 27. Mai bis Mi, den 2. Juni 2010
Weitere Informationen: siehe Cinéfête.html
30.10.2009 || Kommunales Kino erhält Filmtheaterpreis
Während in Mainz der Leiter des CinéMayence einen informativen Vortrag über Kommunale Kinos und die eigene Arbeit hielt (s. Bild), zeichnete Michael Ebling, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur in Simmern das CinéMayence mit einem der Filmtheaterpreise des Landes aus.
Für ein anspruchsvolles Filmprogramm im Jahr 2008 erhielt das CinéMayence die Auszeichnung in Verbindung mit einem sehr willkommenen Scheck in Höhe von 4.000 Euro.
29.10.2009 || Volles Haus bei Vortrag mit Film
Das man auch mit einem fesselnden Vortrag einen Kinosaal füllen kann, bewies Dr. Gerd Becker. Eingeladen vom Zentrum für interkulturelle Studien (ZIS) an der Uni Mainz referierte er über seine Forschungsarbeit über die kulturellen Auswirkungen des Tourismus im Maghreb. Allerdings hatte er auch einen (Kurz-)Film dabei: "L'Art du Désert" von Ariane Bethusy-Huc thematisierte das Wechselspiel zwischen Einheimischen und Touristen in Marokko.
Wohl auch für manchen Besucher überraschend war die Information, daß es in Marokko eigentlich überhaupt keine Tuareg, die als "blaue Männer" im Mittelpunkt des touristischen Interesses stehen, gibt. Daß aber das 'Theater' der marokkanischen Araber, die Tuaregs spielen, den Erwartungen der Touristen und dem Selbstbewußtsein der verkannten Marokkanern keinen Abbruch tut, sondern Teil einer akzeptierten Wirklichkeitskonstruktion ist, war eine der Hauptthesen von Dr. Becker.
21.10.2009 || Abschluss des Filmfestival "Über Macht"
Einen beinahe lauschigen, gemütlichen Abschluss gab es am Ende des Filmfestivals bei knisterndem Kaminfeuer. Wie es sich für ein Lichtspieltheater gehört war das überdimensionale Feuer natürlich nicht echt, sondern eine Projektion.
Offiziell fiel dieser Abend im Monatsprogramm des Kino aus, weil nach dem Ende des Filmfestivals die Digitalkino-Anlage wieder abgebaut werden musste. An den zwölf Abenden zuvor standen nämlich die Filmprojektoren still und wurden die Festivalfilme digital projeziert.
Für Technikinteressierte: es handelte sich um eine Projektion in 4K-Auflösung, was dem internationalen Standard für State-of-the-Art Digitalprojektionen entspricht. Hierfür war nicht nur ein spezieller Projektor ausgeliehen worden, sondern auch ein Filmserver auf dem sämtliche Filme des Festivals als Datei abgelegt waren.
Bis auf ein paar Anfangsschwierigkeiten mit einem benutzerunfreundlichen Touchscreen-Interface (s. Bild) hat alles überraschend gut geklappt.
'Schwerer' war der Auf- und Abbau: Server und Projektor wogen zusammen 75kg!
15.10.2009 || Halbzeit beim Filmfestival "Über Macht"
Mit jedem weiteren Tag des Filmfestival "Über Macht" kamen mehr und mehr Zuschauer. Entsprechend gut besucht war auch die Vorstellung des Films "Le Monde selon Monsanto" etwa zur Halbzeit des Festivals.
In dem Dokumentarfilm verfolgt die französische Filmemacherin Marie Monique Robin die Spuren der Unkrautvernichtungsmittel und des gentechnisch veränderten Saatguts der amerikanischen Firma Monsanto. Sie zeigte wie die Wechselbeziehungen zwischen manipuliertem Saatgut und passenden Pflanzenschutzmitteln einerseits den (finanziellen) Erfolg des Unternehmens, andererseits aber auch die völlige Abhängigkeit der Landwirte von den Monsanto-Produkten bewirken – mit zum Teil drastischen Folgen.
Filmpartner der Veranstaltung war ATTAC Mainz, deren Vertreter eine interessante und spannende Diskussion zum Thema führten (s.a. Bild).
09.10.2009 || Filmfestival "Über Macht" eröffnet
Mit einem informellen Empfang für die Kooperationspartner wurde am 9. Oktober das von der Aktion Mensch organisierte Filmfestival "Über Macht" eröffnet.
Im Rahmen des Festivals werden bei täglich wechselndem Programm Filme zu Fragen wie Macht, Kontrolle und Selbstbestimmung im öffentlichen wie im privaten Leben gezeigt. Bis auf einen Essayfilm, der inszenierte und dokumentarische Aufnahmen verbindet (»Strange Culture« mit Tilda Swinton) handelt es um Dokumentarfilme, die je ein anderes Thema beleuchten.
Zu den Besonderheiten der Veranstaltung gehören Informationsmöglichkeiten und Gespräche für und mit den Zuschauern, die zusätzlich zur Filmvorführung angeboten werden. Zu fast jedem Film konnte ein lokaler sogenannter Filmpartner gewonnen werden. Bei diesen handelt es sich ausnahmslos um Nicht-Regierungsorganisationen, die selbst entscheiden in welcher Form – sei es mit einem Infostand oder einer Diskussion nach dem Film – sie sich an das Publikum wenden.
Filmpartner des Eröffnungsfilms »Citizen Havel« war der Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie".
Weitere Informationen zu den Filmen und den Partnern:
http://www.cinemayence.de/ueber-macht.html
30.09.2009 || Lange Nacht des politischen Kurzfilms wieder großer Erfolg
Die seit Jahren populäre Veranstaltung war auch dieses Jahr wieder ausverkauft. Bis spät in die Nacht beurteilten eine Fachjury und das Publikum unabhängig voneinander neue internationale Kurzfilme zu politischen Themen.
In der Pause gab es im Salon des Institut Français Gelegenheit bei einem Getränk und einem Brezel über die Filme zu sprechen (s. Bild).
Das Ergebnis der Voten von Fachjury und Publikum haben wir auf folgender Seite veröffentlicht:
http://www.cinemayence.de/kurzfilmnacht09.html
17.09.2009 || Edgar Reitz Making-of Welturaufführung im CinéMayence
Im Rahmen der Edgar Reitz Filmwoche wird am Donnerstag, 24.9. im CinéMayence, was nirgendwo erwähnt wird, eine Dokumentation über die digitale Restaurierung des Frühwerks des Regisseurs gezeigt. Das 20-minütige Making-of, produziert von Reitz' Sohn Christian, wird selbst im digitalen Format vorgeführt. Speziell zu diesem Anlaß wird im CinéMayence eine Full-HD-Videoprojektion eingerichtet.
Wenig bekannt dürfte auch sein, daß zwei der restaurierten Filme, CADILLAC und DAS GOLDENE DING, in den 70er Jahren in Mainz zu sehen waren und zwar im Filmclub Orfeo in der Emmerich-Josef-Str. 13, wo später die Mainzer Kammerspiele ihr Domizil hatten (über dem Red Cat Club, damals die Szenekneipe Orfeo). Vorführer von mindestens einer der Vorstellungen - und deshalb ist dies überliefert - war übrigens der heutige Kinoleiter des CinéMayence, Reinhard Wolf!
Die frühen Filme von Edgar Reitz, wie auch Film anderer Regisseure des damals Neuen Deutschen Kinos, wurden in ihrer Entstehungszeit oft nicht in kommerziellen Kinos, sondern nur in nicht-gewerblichen kulturellen Kinos (wie eben in Mainz im Filmclub Orfeo) gezeigt.
10.09.2009 || Filmfestival "Über Macht" – machen Sie mit!
„Über Macht“ ist eine Veranstaltung der Aktion Mensch und ihrer Kooperationspartner im Rahmen der Gesellschafter-Initiative der Aktion Mensch.
Das Festival findet vom 9. bis 20. Oktober im Kommunalen Kino CinéMayence statt.
12 Dokumentarfilme regen zum Nachdenken an über die Macht, ihre Kontrolle, über nötige und unnötige Regeln und die besten Wege zu mehr Selbstbestimmung. Rund 30 bundesweite und mehr als 1.000 regionale Verbände und Organisationen der Zivilgesellschaft sind beteiligt, die in den 120 Städten Publikumsdiskussionen und Filmgespräche zu jeder Vorführung organisieren.
An dem Filmfestival beteiligen sich Verbände und Organisationen der Zivilgesellschaft, die Publikumsdiskussionen und Filmgespräche organisieren. Damit will das Festival die Vernetzung zivilgesellschaftlicher Initiativen und das Engagement von Ehrenamtlern fördern.
Das Festival wird in Mainz von der Arbeitsgemeinschaft Stadtkino e.V. koordiniert. Wenn Sie selbst einer Organisation oder Verband angehören, Sind Sie herzlich eingeladen mitzumachen. Nehmen Sie Kontakt mit den Koordinatoren auf!
Bundesweite Festivalseite: www.ueber-macht.de
04.09.2009 || Erfolgreiche SWR-Literaturnacht
Am Freitag, 4. September präsentierte der SWR im CinéMayence, anläßlich der SWR-Literaturnacht auf dem Schillerplatz, sechs herausragende Schriftstellerporträts.
Ab 18 Uhr begann zu jeder vollen Stunde Filme über: Carl Zuckmayer, Gruppe 47, Martin Walser, Hans Magnus Enzensberger, Hubert Fichte und, last not least, ein Porträt des ehemaligen Mainzer Stadtschreiber Hanns-Josef Ortheil.
Trotz des nicht gerade einladenden Wetters waren die Veranstaltungen rund um den Schillerplatz sehr gut besucht. Die Atmosphäre im Institut Français und CinéMayence glich einem Tag der offenen Tür ... ein nicht abreißender Strom neugieriger Mainzer war bis nach Mitternacht unterwegs!
Hier das Programm im Überblick:www.SWR.de/literaturnacht
12.08.2009 || Hessen hat es/macht es besser: Umbau des Filmmuseums in Frankfurt
Das Deutsche Filmmuseum am Frankfurter Schaumainkai wird bis zum Frühjahr 2011 baulich komplett erneuert und erhält eine neue Dauerausstellung. Architektonisch entsteht dabei ein neuer Bau hinter der historischen Fassade, die wiederhergestellt wird. Die Arbeiten beginnen noch in diesem Herbst und dauern insgesamt 18 Monate. Finanziert wird die Erneuerung von Stadt, Land und Bund.
Kleiner Wermutstropfen: Während des Umbaus bleibt das Museum geschlossen. Die Dauerausstellung schließt im Oktober und das Kommunale Kino im November.
Juni - Juli 2009 || Kultursommer Rheinland-Pfalz auch im CinéMayence
Zum Motto des diesjährigen Kultursommers Rheinland-Pfalz „Cool Britannia“ zeigte das Kommunale Kino CinéMayence eine Reihe britischer Filme. Unter dem Veranstaltungstitel „Great British Films“ kommen in abwechslungsreicher Folge sowohl berühmte Klassiker als auch neue Filme auf die Leinwand, die jeweils typische Elemente von ‚Britishness’ im Film repräsentieren. Alle Filme wurden im englischen Original – meist mit deutschen Untertiteln – gezeigt.
Zu den Highlights gehörte das Programm „Animate!“ mit den herausragendsten, künstlerischen Animationsfilmen des Landes. Dieses Programm wurde exklusiv für uns kuratiert von Gary Thomas (ehemaliger Leiter der Filmabteilung beim Arts Council of England, jetzt: Animate Projects, London).
Das Kultursommer-Programm im Archiv:kuso.html
17.06.2009 || Filmemacherin Marjane Satrapi klagt Wahlbetrug an – ihr Film »Persepolis« Anfang Juli im CinéMayence
(Brüssel) Die in Frankreich lebende iranische Comic-Zeichnerin und Filmemacherin Marjane Satrapi hat gemeinsam mit ihrem Regisseur-Kollegen Mohsen Makhmalbaf auf einer Pressekonferenz im Europäischen Parlament die internationale Gemeinschaft aufgerufen die Wahl im Iran nicht anzuerkennen.
Die Verfilmung von Satrapis autobiografisch inspirierten Comic, der Animationsfilm »Persepolis«, wird am 2. und 3. Juli im CinéMayence gezeigt.
Bericht über die Pressekonferenz von lepoint.fr
Ausschnitt der Pressekonferenz von EUX.TV auf YouTube
Interview mit Marjane Satrapi über ihren Film (Cannes 2007): ARTE.TV
08.06.2009 || Stern-Stunden der Satire: Kulturstaatsminister Neumann reagiert auf Kritik an der kulturellen Reichweite des Konjunkturpakets II und blickt dabei (unwissentlich) auf das CinéMayence
Am Rande der Enthüllung von zwei neuen „Sternen der Satire“auf dem Romano-Guardini-Platz (für Mainzer: die ehemalige Rasenfläche zwischen Proviantamt und Schönborner Hof) für Loriot und Emil Steinberger wurde Kulturstaatsminister Bernd Neumann in einem Fernsehinterview zur Förderung kultureller Einrichtungen im Rahmen des Konjunkturpakets II befragt. Hintergrund waren Reaktionen auf die Verwendung von 100 Mio Euro aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung, die für kulturelle Einrichtungen abgezweigt wurden. Hiermit werden überwiegend große Institutionen gefördert (Berliner Festspielhaus, Martin-Gropius-Bau, Akademie der Künste, Deutsches Filminstitut etc.), während es den kleineren Institutionen nichtzuletzt infolge der Wirtschaftskrise an den Kragen geht.
Im Interview mit Kulturstaatsminister Neumann in Mainz war im Hintergrund das Proviantmagazin zu sehen, während der Minister in die Kamera in Richtung CinéMayence sprach. Vermutlich wußte er nicht - bzw. hat ihm niemand erzählt – daß das Gebäude hinter ihm ein Prestige-Großprojekt der Wohnbau Mainz ist, die wegen Spekulationen mit Derivaten am Rande des finanziellen Abgrunds steht, noch, daß er auf das am geringsten geförderte Kommunale Kino Deutschlands blickte, während er zum Thema sprach.
Der Fall CinéMayence ist dem Kulturstaatsminister und seiner Filmabteilung zwar bekannt, der Ort jedoch nicht. Da wir erst nachträglich durch die Fernsehberichterstattung auf das Ereignis aufmerksam gemacht wurden, konnten wir ihn auch nicht persönlich darauf hinweisen in welche Kulisse (eine Art ‚potemkinscher Dörfer’) er in dieser Haupt- und Staatsaktion des Landes Rheinland-Pfalz und der Stadt Mainz eingeladen war.
Indessen steht zu befürchten, daß der Träger des CinéMayence, die AG Stadtkino e.V. von einer Mittelkürzung infolge des Wohnbau-Debakels erneut in Schwierigkeiten gestürzt wird. Ein Antrag auf Mittel aus dem Konjunkturpaket für Reparaturen und Renovierungen des CinéMayence vom Februar 2009 (s. unten Meldung vom 9.2.) wurde nicht behandelt, da die Mittel bereits vor der Verabschiedung des Konjunkturpakets andersweilig verteilt waren :-(
So wird Satire zur Politik und Politik zur Satire ...
Quelle: der Beitrag erschien am 8.6.09 in der Sendung Kulturzeit auf 3sat. (rww)
07.06.2009 || Chris Marker und Monsieur Chat in Second Life
Die französische Filmemacher-Legende Chris Marker, der "in real life" Kameras scheut und selten öffentlich auftritt, tummelt sich neuerdings in der virtuellen Welt von Second Life. Der inzwischen 87jährige beschäftigt sich schon seit längerem mit "web cinéma". Ausschlaggebend für seine virtuelle Präsenz auf der 3D-Plattform Second Life war eine Zusammenarbeit mit Thoma Vuille (Monsieur Chat) und die gemeinsame Vorliebe für Katzen.
Thoma Vuille stellte im Mai 2007 im CinéMayence den damals neuesten Film von Chris Marker, »Chats perchées«, vor. Außerdem zeigte das CinéMayence Kurzfilme von Chris Marker – u.a. den legendären Film »La Jetée«.
Nach diesem Besuch wurde Thoma Vuille vom Institut français zu einem Kunstprojekt eingeladen, in dessen Folge die Comic-Figur Monsieur Chat auch auf Mainzer Straßen (und Leinwänden) auftauchte, die jetzt auch in Second Life eine Hauptrolle spielt.
Chris Markers großes Interesse an innovativen Kinoformen dokumentierten wir im CinéMayence bereits 1998 mit einer Präsentation seiner interaktiven CD-ROM IMMEMORY.
Link zum "web cinema" von Chris Marker auf Second Life
08.05.2009 || Filmklasse Mainz zeigte neue Arbeiten im Rahmen des Best-of-Festival "Shorts&Videos"
Prof. Harald Schleicher von der Akademie für Bildende Künste stellte am 8. Mai fünfzehn Filme seiner Studentinnen und Studenten in der Filmklasse Mainz vor.
Zum zweistündigen Programm gehörte auch sein eigener, neuer Film »Celluloidiva« - eine Found-Footage-Arbeit über weibliche Ikonen des Kinos (D 2009, 12 Min).
Siehe unsere Best-of-Programmseite: http://www.cinemayence.de/best-of-festival/
29.04.2009 || Cinéfête 9 - französisches Jugendfilmfestival: 02. - 8. Juli 2009
Der Spielplan und die Anmeldeunterlagen für Lehrer zur Teilnahme an Cinéfête 9 vom 02. - 08.07.2009 ist jetzt erhältlich.
Anmeldeschluss ist der 15. Juni 2009.
Siehe unsere Cinéfête-Infoseite:
www.cinemayence.de/cinefete.html
30.03.2009 || Trailer zu Filmen im Programm online
Auf unserer Programmseite können sich die Besucher unserer Website jetzt nicht nur in Wort und Bild über die Filme im Programm informieren, sondern auch Ausschnitte aus den Filmen anschauen.
Die Trailer zu Erstaufführungen im Monat April erscheinen per Mausklick in einem eigenen Videofenster!
März-April 2009 || Wiesbaden hat es besser: Neues Filmarchiv und neues filmkulturelles Zentrum eröffnet!
In Wiesbaden eröffnete die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in unmittelbarer Nähes des Hauptbahnhofs das Filmhaus Wiesbaden. Das neue Gebäude auf dem ehemaligen Schlachthofgelände bietet künftig filmkulturellen Einrichtungen, Interessenvertretungen aus der Filmwirtschaft sowie Film- und Medienunternehmen ein gemeinsames Dach.
Erst wenige Wochen zuvor konnte das Deutsche Filminstitut (DIF) ebenfalls in Wiesbaden ein neues Filmarchiv eröffnen (siehe: DIF Pressemitteilung).
Zu dem Filmhaus-Komplex gehört auch ein Kino – nunmehr, neben dem Kommunalen Kino "Caligari", das zweite öffentlich geförderte Kulturkino der Landeshauptstadt. Das Murnau-Filmtheater im Filmhaus beginnt sein Programm am 1. April (Tag der Offenen Tür) mit verschiedenen Versionen des Stummfilmklassikers METROPOLIS.
Die Film- und Medienstadt Wiesbaden fördert eine Vielzahl von filmkulturellen Projekten. Dazu gehören Filmfeste wie "exground filmfest", "goEast-Festival des mittel- und osteuropäischen Films", das "FernsehKrimi-Festival", die "Werkstatt für junge Filmer", Filmreihen wie das Programm des Deutschen Filminstituts - DIF e.V., Filme im Schloss und das Open-air-Kino in den Reisinger-Anlagen.
09.02.2009 || Konjunkturprogramm für Kulturinvestitionen oder nur leere Versprechungen?
Ende Januar teilte der Deutsche Kulturrat mit, dass nach Aussagen der kulturpolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Monika Griefahn, auch Kultureinrichtungen Mittel aus dem Konjunkturprogramm erhalten können und forderte diese auf ihren Investitionsbedarf anzumelden. (siehe auch: Deutscher Kulturrat
Eine Woche nach dieser Mitteilung stellte die AG Stadtkino e.V. bei der Stadt Mainz einen Antrag auf Berücksichtigung bei der Vergabe der Mittel aus dem Konjunkturpaket II. Dieser Antrag enthielt eine Liste über dringende Investitionen im CinéMayence – von einfachen Reparatur- und Handwerksarbeiten bis zu einer neuen Bestuhlung – und deren Kosten (Beträge zwischen 400 bis 18.000 Euro).
Nur wenige Tage später erfuhren wir, dass über die Verwendung der Mittel bereits entschieden sei. Die Entscheidung fiel noch bevor das Konjunkturpaket II den Bundesrat passierte, also rechtsgültig wurde! Kultureinrichtungen sind nach unserem Kenntnisstand nicht dabei. Die Möglichkeit einer solchen Förderung wurde uns (und vielen anderen) im Vorfeld erst garnicht mitgeteilt.
Kürzlich, am 13.02.2009 forderte dann auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann: "Länder und Kommunen sollen Konjunkturprogramm für Kulturinvestitionen nutzen" (siehe: www.bundesregierung.de). Geholfen hat auch dies bislang nicht!
Februar - März || Frauenporträts und spanischsprachige Filme
Im Februar und März gibt es - etwas versteckt - zwei Programmschwerpunkte, auf die wir hier aufmerksam machen wollen. Nach einer längeren Pause, die angebotsbedingt war, freuen wir uns jetzt auch wieder spanischsprachige Filme anbieten zu können!
Den Anfang macht »Caótica Ana«, der neue Film des baskischen Filmemachers Julio Medem (29.1.-4.2.). Medem gehört zu den großen Talenten des spanischen Kinos. In seinen bizarr-schönen Filmen geht es immer um die Magie der menschlichen Existenz, die geheimnisvolle Macht des Zufalls und die schicksalsbestimmende Verknüpfung von Lebensläufen durch die Kraft der Liebe. Drei der bislang fünf Spielfilme haben wir bereits im CinéMayence gezeigt – nun stellen wir seinen neuesten Film, »Caótica Ana«, vor und zeigen aus diesem Anlaß danach noch einmal seinen bekanntesten Film: »Lucía y el sexo« (5.-11.2.).
Mit »Maroa« und »El baño del Papa« zeigen wir endlich auch wieder Filme aus Lateinamerika! »El baño del Papa« (frei übersetzt: Das Klo des Papstes) ist eine Oscar-nominierte Komödie aus Uruguay und der fast dokumentarische Spielfilm »Maroa« erzählt nebenbei viel über die Jugendorchester-Bewegung in Venezuela (die schon viel länger erfolgreich existiert als die Initiative von Simon Rattle :-)
Der zweite Programmschwerpunkt, der sich zum Teil mit dem ersten überschneidet, sind Frauenporträts: allen voran der Film »Geliebte Clara« über Clara Schumann und eine nicht nur musikalische Dreicksbeziehung und Ende März mit »Enfin Veuve« ein neuer Film von Isabelle Mergault (»Sie sind ein schöner Mann«), in dem eine Frau in den sogenannten ›besten Jahren‹ einen Neuanfang wagt.
Eine Frau, genauergesagt ein Mädchen, steht auch im Mittelpunkt von »Maroa« und in Julio Medems' Filmen sowieso.
Also, viel Vergnügen mit Ana, Lucia, Clara, Maroa, Anne-Marie ...
5. Februar || Kurzfilmpremiere "Dolce Vita"
In einer öffentlichen Premiere stellte der Mainzer Filmemacher Michael Schwarz gemeinsam mit seinem Team vor vollem Haus den Kurzfilm »Dolce Vita« vor.
Der von der Filmbewertungsstelle mit dem Prädikat »wertvoll« ausgezeichnete experimentelle Dokumentarfilm portraitiert Andrea und Wolfgang, die gemeinsam einen Swingerclub betreiben.
Produziert wurde der 13-minütige Film von Nachtschwärmerfilm, der gemeinsamen Produktionsfirma von Michael Schwarz und Alexander Griesser, die an der Universität Mainz Film studierten.
Link zu Nachtschwärmerfilm
Neujahr 2009 || Neues im neuen Jahr
Psychoanalytiker stellen Filme vor
In Kooperation mit dem Mainzer Psychoanalytischen Institut mpi planen wir einmal im Quartal eine Veranstaltung, in der die Beziehung zwischen Psychologie und Film im Vordergrund steht. Das besondere dieser Veranstaltungen: die Filme werden von Psychoanalytikern ausgewählt und aus ihrer Perspektive kommentiert und psychologisch analysiert! Den Anfang macht Dr. Alf Gerlach mit dem Film "Das Schweigen der Lämmer" am 13. Januar ... die nächste Veranstaltung folgt im Mai.
Ciné-Club
In Kooperation mit dem Institut Français und dem Bureau du Cinéma (Berlin) zeigen wir jeden Monat einmal im Vorabendprogramm einen bedeutenden Film des französischen Kino in Originalfassung. Als erstes stellen wir am 15. Januar "Le cercle rouge" vor – ein Werk, das wie ein Digest alle Themen, Motive, Typen, Personenkonstellationen und Konfigurationen des französischen Unterweltfilms versammelt.
Bitte beachten Sie geänderte Anfangszeiten der Vorstellungen an den betreffenden Tagen!
27. - 30. November 2008 || FILMZ Dokumentarfilmreihe
Von Donnerstag, 27. bis So, 30. November war das FILMZ-Festival des deutschen Films mit seiner Dokumentarfilmreihe im CinéMayence zu Gast. Die 4 Programme bestanden aus kurzen, mittellangen und abendfüllenden Dokumentarfilmen. Zu den meisten Vorstellungen waren Regisseure der Filme angereist und standen für eine Diskussion mit dem Publikum zur Verfügung.
Unter anderem kam der ehemalige Mainzer Filmstudent Servet Ahmet Golbol, um zusammen mit der Produzentin seinen Dokumentarfilm "Zwei halbe Leben sind kein Ganzes" vorzustellen. Der im südlichsten Zipfel der Türkei - der ersten Heimat des Regisseurs - gedrehte Film über biographische Identität handelt von Kindern die behaupten wiedergeboren zu sein, also vor ihrem jetzigen Leben bereits ein anderes geführt zu haben.
Bild: Produzentin Nathalie Arnegger und Regisseur Ahmet Golbol im Gespräch mit den FILMZ-Moderatorinnen.
2. November 2008 || Ausverkauftes Haus für Zeitzeugen
Am 2. November luden der Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie" und "Aktives Museum Spiegelgasse" zu einem Film mit anschließendem Zeitzeugen-Gespräch ein.
Gezeigt wurde die Dokumentation »Der Jude mit dem Hakenkreuz – Eine deutsche Familiengeschichte« (Regie Mathias Haentjes). Der Film erzählt die Geschichte der Wiesbadener Familie Beckhardt und die vielen Wendungen im Schicksal der Familienmitglieder.
Im Anschluss an den Film fand ein sowohl informatives wie spannendes Zeitzeugengespräch mit Kurt Beckhardt und seinem Mainzer Halbbruder Werner Lahr sowie dem Sohn, Neffen und WDR-Redakteur Lorenz Beckhardt, der seine eigene Familiengeschichte für den Film recherchierte, statt.
31. Oktober 2008 || Kulturministerin Ahnen zeichnete Kinos für anspruchsvolles Programm aus
Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, hat heute im Kreml Kulturhaus in Hahnstätten-Zollhaus den mit insgesamt 52.000 Euro dotierten Filmtheater-Programmpreis verliehen. Ihn teilen sich zwölf rheinland-pfälzische Kinos, die im vergangenen Jahr cineastisch anspruchsvolle Filme gezeigt haben. Sieben Kinos erhielten überdies eine Förderung von insgesamt 6.000 Euro für ein ambitioniertes Filmprogramm-Angebot für Kinder.
„Das Land sagt Ihnen, liebe Kinobetreiberinnen und Kinobetreiber, heute Abend ein herzliches Dankeschön. Sie haben den Filmfans in Ihrer jeweiligen Region im vergangenen Jahr unvergessliche Stunden beschert. Im Namen dieses cineastischen Publikums bitte ich Sie, in Ihrem Engagement nicht nachzulassen. Ohne Sie alle wäre Rheinland-Pfalz kulturell ärmer“, sagte Ahnen.
Das CinéMayence erhielt einen mit 4.000 Euro dotierten Preis. Der Trägerverein des CinéMayence, die AG Stadtkino e.V., freut sich sehr über diese Auszeichnung. Um so mehr als das unter Sparzwängen in Not geratene Mainzer Kommunale Kino mit diesem Betrag die Spielzeit um einen Monat im Jahr verlängern kann!
Siehe auch: Kulturministerin Ahnen zeichnete Kinos für anspruchsvolles Filmangebot aus (Kulturland Rheinland-Pfalz).
15. Oktober 2008 || Kino Vino - ein großer Erfolg!
Zur diesjährigen Kino-Vino-Veranstaltung zeigten wir den französischen Spielfilm ENSEMBLE C'EST TOUT mit Audrey Tautou in der Hauptrolle.
Das besondere der Veranstaltung ist jedoch die Weinprobe mit ausgesuchten Weinen der sechs rheinland-pfälzischen Weinanbaugebiete. Die erste Probe war - inklusive einem persönlichen Kino-Vino-Glas - gratis. Viele der Besucher nutzten aber die Gelegenheit zu einem günstigen Preis verschiedene Weine auszuprobieren. Gestärkt wurden sie dabei von einem Fingerfood-Buffet der Mainzer Metzgerei Riechardt. Abgerundet wurde die Weindegustation durch die Klavierbegleitung von Andreas Hertel (Wiesbaden) am Flügel im Salon der Maison de France.
Kino Vino möglich gemacht hat das Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Rheinland-Pfalz (vielen Dank!).
Bereits lange Zeit vor dem Kino-Vino-Abend waren die Karten ausverkauft, so daß wir leider viele spontane Besucher, die nicht reserviert hatten, wegschicken mußten.
Falls wir nächstes Jahr wieder eine Kino-Vino-Veranstaltung durchführen können, werden wir noch stärker daraufhinweisen, daß eine Reservierung/Anmeldung erforderlich ist. Auch beabsichtigen wir ein Kartenkontingent im Vorverkauf den Mitglieder des Förderkreises CinéMayence und allen, die unseren Programm-E-Mail-Newsletter abonniert haben, im Vorverkauf anzubieten - als kleines Dankeschön für treue Zuschauer!
2. Oktober 2008 || Film mit Live-Theater-Vorspiel
Zur ersten Vorführung des Spielfilms »Science of Sleep (Anleitung zum Träumen)« von Michel Gondry (F 2005), der bis zum 8. Oktober im Programm ist, war vor dem Filmbeginn ein Auszug aus dem an den Mainzer Kammerspielen produzierten Stück „Träumen für Fortgeschrittene“ zu erleben.
Gondrys herrlich verschrobene, aberwitzige Liebesgeschichte, bei der die Grenzen von Traum von Realität verwischen, war Inspiration für Tom Peifers Stück "Träumen für Fortgeschrittene", das vom 7. bis 9. Oktober im Theater zu sehen ist.
Siehe: Programm Mainzer Kammerspiele
Tipp: Besucher der Filmvorstellung können die Theateraufführung mit einer Begleitperson zum Preis von "zwei für eine Eintrittskarte" mitnehmen. Fragen Sie an der Kinokasse nach einem Nachweis des Filmbesuchs!
1. Oktober 2008 || Lange Nacht des politischen Kurzfilms
Bis gegen 1 Uhr nachts dauerte dieses Jahr die "Lange Nacht des politischen Kurzfilms". Die Kurzfilme aus den Jahren 2007 bis 2008 wurden in drei Blöcken, unterbrochen von kurzen Pausen zur Stärkung am Buffet im Salon der Maison de France, vorgestellt.
Zehn Filme standen zur Bewertung durch das Publikum und eine Fachjury im Wettbewerb. Außer Wettbewerb stellte der hessische Filmemacher Güclü Yaman seinen Film »Der Test« vor, der zu einer kontroversen Diskussion führte.
Wie in den Jahren zuvor war diese Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem CinéMayence ein voller Erfolg. Bereits vor Beginn war die Veranstaltung durch Reservierungen ausverkauft.
Weitere Informationen zum Programm und die Gewinner siehe kurzfilmnacht08.html.
18. Juni 2008 || Empfang zum FddF-Nachspiel
Mitten in der Fußball-EM lud das CinéMayence zur Programm-Halbzeit des Mainzer Nachspiels des Festivals des deutschen Films (Ludwigshafen) zu einem Empfang in den Salon der Maison de France ein.
Neben Filmemachern und Branchenvertretern sowie zahlreichen Freunden und Förderern des CinéMayence waren auch der Geschäftsführer der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, Edmund Elsen, und der Direktor des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg, Dr. Michael Kötz (rechts im Bild), anwesend.
In der Begrüssung durch Reinhard W. Wolf (links im Bild) wurde der Kulturstiftung für die Unterstützung des "Nachspiels" gedankt, aber auch auf die prekäre Lage von Film- und Kinokultur in Rheinland-Pfalz hingewiesen - ein Thema, das von Dr. Kötz, auf dessen Initiative das Festival des deutschen Films in Ludwigshafen etabliert wurde, aufgegriffen wurde.
Links: Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur / Festival des deutschen Films
15. Juni 2008 || Volker Schlöndorff im CinéMayence
Am Sonntagabend besuchte Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff das CinéMayence. Anlaß war die Präsentation seines neuen Film »Ulzhan - Das vergessene Licht«. Im Anschluß diskutierte Volker Schlöndorff mit dem Mainzer Publikum.
Das lebhafte Gespräch - moderiert von Harald Zander - fand trotz Fußball-EM im ausverkauftem Haus statt. Dabei berichtete Schlöndorff über die Entstehung und die Konzeption des Films, aber auch von den Dreharbeiten in Kasachstan, der Zusammenarbeit mit Jean-Claude Carrière und mit dem Filmteam.
Schlöndorffs Film eröffnete die Veranstaltungsreihe "Festival des deutschen Films - Das Nachspiel", in der fünf Filme aus dem Programm des Ludwigshafener Festivals gezeigt wurden. Volker Schlöndorff kam direkt nach der Vorstellung des Films in Ludwigshafen nach Mainz.
Deutsche Autorenfilme mit individueller Handschrift stehen im Mittelpunkt des erfolgreichen Ludwigshafener Konzepts. Das Nachspiel in Mainz wurde von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur gefördert.
Bild oben (v.l.n.r.): Reinhard W. Wolf (Kinoleiter), Volker Schlöndorff, Harald Zander (Filmkritiker)
Foto: Yumi Machiguchi
5. Juni 2008 || Cinéfête 8 - das französische Filmfestival für junge Leute - erfolgreich beendet
Cinéfête - das von der Französischen Botschaft organisiert wird und unter der Schirmherrschaft der 16 Bildungsminister steht - hat über die Jahre hinweg an vielen Schulen den regelmäßigen Kinobesuch als Teil des Französischunterrichts etabliert.
Mit Cinéfête entdecken Schüler und Schülerinnen, die Filme oft nur in der synchronisierten Fassung kennen, aber auch die kulturelle und ästhetische Vielfalt eines europäischen Kinos, jenseits des Mainstreams!
Kernziel von Cinéfête ist es jedoch, jungen Leuten mit dem französischen Film die französische Sprache und Kultur nahe zu bringen. Das Kino wird zu einem Ort des lebendigen Sprachenunterrichts und der Begegnung mit fremden Kulturen. Dabei ist vor allem Eines nicht zu kurz kommen: die Lust am französischen Film, denn Kino ist Lernort und Erlebnisort!
In Mainz nahmen knapp 1.200 Schüler/innen und Lehrer/innen an der achten Ausgabe des Festivals teil. Wir danken allen Lehrern für ihr Engagement und den Schulleitern, die eine Teilnahme ermöglichten, und freuen uns auf ein Wiedersehen bei der nächsten Ausgabe im Juli 2009.
Das war: Cinéfête 8
1. Juni 2008 || 1 Jahr nach der Krise
Vor einem Jahr mußten wir noch um den Fortbestand des Kommunalen Kinos CinéMayence bangen. Mit breiter öffentlicher Unterstützung ist es gelungen das CinéMayence zu retten. Ende Mai 2007 konnten wir den Spielbetrieb wieder aufnehmen und im Juni erstmals wieder ein Monatsprogramm anbieten.
Allerdings mussten wir eine Kürzung der städtischen Förderung um etwa 30% auf nunmehr 45.000 Euro Jahreszuschuß hinnehmen (das ist weniger als 1/10 des Betrags der Kommunalen Kinos in vergleichbaren Städten zur Verfügung steht). Damit verbunden war die Erwartung, daß die Deckungslücke durch Drittmittel wie Spenden, Sponsoring und Kooperationsprojekten geschlossen werden kann.
Inzwischen ist die finanzielle Lage ein Jahr danach prekär. Im Jahr 2007 hatten wir notgedrungen die ersten fünf Monate geschlossen – also weniger Kosten und auch höhere Spendeneinnahmen wegen der brisanten Situation. Nun haben wir aber 2008 erstmals ein ganzes Kalenderjahr mit reduzierter Förderung zu bewältigen.
Wir stellen fest, daß wir an die Grenzen unserer Ressourcen stoßen und kaum noch Zeit bleibt, um zum Beispiel Projekte für das kommende Jahr zu entwickeln oder Ideen, die geeignet wären unsere Lage zu verbessern, umzusetzen. Sorge macht uns auch der ungedeckte Investitionsbedarf im Kino selbst.
Die Anstrengungen müssen also in 2008 noch verstärkt werden. Hierzu brauchen wir aber Ihre kontinuierliche Unterstützung. Wir sind optimistisch, daß es gelingt! Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Vorschläge haben, sind Sie herzlich willkommen!
29. April 2008 || Feierliche Filmpremiere mit Hein & Oss
Am Dienstag, 29. April, hatte der Dokumentarfilm »Falado - Hein & Oss« von Gabi Heleen Bollinger (Regie) und Gunter Moskau (Kamera, Schnitt) im CinéMayence seine feierliche Premiere.
Ehrengäste der Filmpremiere waren die porträtierten Sänger Hein & Oss selbst. Die Zwillinge aus Pirmasens sind als "Volkssänger", liederbesessene Wandervögel und Weltenfahrer schon zu Lebzeiten eine Legende geworden.
Viele Beteiligte, Freunde und Weggefährten der Sänger und Prominenz aus Kultur und Politik waren aus diesem Anlaß ins CinéMayence gekommen. In einer Ansprache und mit seiner Anwesenheit erwies sogar der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, im überfüllten Kinosaal dem Film und natürlich insbesondere den beiden Sängern die Ehre.
Das Filmporträt zeigt die schillernden Barden in ihrer gelebten Sehnsucht nach Ferne und Heimat, Poesie und Musik. Sie erzählen und singen, wie sie zu dem wurden, was sie sind, geben Einblicke in die faszinierende Welt des Wandervogels und die neue Liederwelt der 1960er und 1970er Jahre.
Weggefährten wie Hannes Wader, Colin Wilkie & Shirley Hart, Joana, Hai & Topsy und Joachim Lischke kommen zu Wort.
Der Dokumentarfilm wurde mit Mitteln der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur gefördert und ist ab sofort auch als DVD erhältlich (Kontakt: gabibollinger(at)aol.com).
18. Januar 2008 || Was wird aus dem Capitol-Kino?
Ab dem 17. Januar hat der Betreiber des Capitol-Kinos in der Neubrunnenstrasse den regulären Spielbetrieb eingestellt. Der Vermieter des Kinos hat deshalb bei uns angefragt, ob die AG Stadtkino e.V. Interesse an einer Übernahme des Kinos habe.
Die AG Stadtkino e.V. hatte bereits im Jahr 2000, nach dem Rückzug der Filmtheaterbetriebe Reiss, Interesse am Capitol geäußert . Damals gab es sowohl mit der Stadt als auch mit dem Land Gespräche über die Finanzierung eines Umbaus und des laufenden Betriebs. Konzipiert wurde ein richtiges Kommunales Kino nach bundesweitem Standard anstelle des provisorischen Kinos CinéMayence.
Heute, in der gegenwärtigen Situation, in der die AG Stadtkino e.V. wegen drastischer Mittelkürzungen sogar Mühe hat den Betrieb des CinéMayence aufrechtzuerhalten, erscheint die kurzfristige Umsetzung eines solchen Ziels illusorisch. Eine Nutzung als zweite Leinwand - neben dem CinéMayence - wäre aber interessant und vielleicht realisierbar. Aber auch für eine solche kleine Lösung sind zusätzliche Mittel für den laufenden Betrieb erforderlich – seien es öffentliche Mittel oder Sponsorengelder.
Mittelfristig würde damit auch die Option auf ein richtiges Kommunales Kino in einem klassischen Filmtheater erhalten bleiben. Außerdem wäre damit der Erhalt des Capitol als solches gesichert, das nun gefährdet ist. Das Haus hat immerhin Mainzer Kinogeschichte geschrieben. In den 30er Jahren erbaut, wurden dort in der Nachkriegszeit (siehe Foto mit zerbombter Fassade, 1945) erstmals in Mainz kulturelle Filmprogramme gezeigt. In den 7oer und 80er Jahren war es das einzige Programmkino in Mainz und erfreute sich großer Beliebtheit. Es ist inzwischen der einzige Kinobau in Mainz und Umgebung, der noch seinen alten Filmpalast-Charakter erhalten hat. Es wäre schade, wenn es umgewidmet oder gar abgerissen werden müsste ...
Januar 2008 || Unabhängiges Kino in Mainzer Partnerstadt Dijon in Schwierigkeiten
Das einzige unabhängige Kino in Dijon, L'Eldorado, ist in Schwierigkeiten. Trotz massiver Kritik und offizieller Abmahnungen wird das Programmkino (Cinéma d'Art et Essai) massiv von der Kinokette Ciné-Alpes bedrängt, die in Dijon ein Multiplex errichtet hat.
Um sich wirtschaftlich und filmpolitisch besser aufzustellen, bemüht sich das Eldorado seit 2007 um eine Vergrößerung. Derzeit bespielt das "Eldo", wie es seine Anhänger nennen, drei Leinwände. Die bauliche Erweiterung ist zuletzt im Oktober 2007 an einem zu höhen Grundstückspreis für ein Gelände, das der Stadt Dijon gehört, gescheitert.
Ab Februar wird das Eldo seinen Service einschränken. Unter anderem entfallen die Vorführungen in der Mittagszeit (unvorstellbar in Deutschland: Filmliebhaber in Frankreich schauen sich in ihrer Mittagspause einen Film an!).
Die Kinomacher beklagen auch eine kulturpolitische Fehlentwicklung nationalen Ausmaßes, die nicht nur in Dijon dazu führt, daß unabhängige Kinos um ihren Bestand fürchten müssen. So mußte unter anderem das Comedia in Lyon schließen.
Zum Hintergrund dieser landesweiten Entwicklung gehört auch eine teilweise Rücknahme der Reformen unter Kulturminister Jacques Lang, die seinerzeit den filmkulturellen Sektor stärkte.
URL: cinema-eldorado.fr
20. Oktober 2007 || Neue Internet-Seite zum Thema Film- und Medienkompetenz
Das CinéMayence bietet zunehmend Veranstaltungen zur Förderung der Medienkompetenz an. Aus diesem Anlass wurde eine spezielle Seite eingerichtet, auf der sich insbesondere Lehrer/innen und Medienpädagogen über entsprechende Angebote informieren können.
Zu den aktuell wichtigsten, zukünftigen Veranstaltungen gehören ein Fortbildungsseminar "FilmKompetenz" (28. - 29. Januar 2008) und Cinéfête 8 (29.5. - 4.6.08).
Link: medienkompetenz.html
Dezember 2006 - Mai 2007 || Zeitweise Schließung des CinéMayence
Informieren Sie sich über die Hintergründe städtischer Kulturpolitik auf unseren Infoseiten Kino-in-Gefahr
Dauerthemen:
Langzeitprojekt: Film et Cinéma in Rheinland-Pfalz
Deutsch-französische Kulturbeziehungen - Gestern und Heute
In einer zweitägigen Tagung wurden die Film- und Kinoaktivitäten der französischen Hochkommission und deren Folgen unter besonderer Berücksichtigung des Mainzer "Bureau du Cinéma" in der Nachkriegszeit thematisiert. Im Verlauf der öffentlichen Tagung erörterten mitwirkende Zeitzeugen, Historiker und Filmwissenschaftler die Begründung einer kulturell orientierten Filmpolitik, die die gesamte westdeutsche Filmkultur beeinflußte.
Die Tagung in Mainz ist Teil eines langfristigen Projekts, das vom CinéMayence initiiert wurde. Neben der historischen Recherche gehörten dazu auch Wiederaufführungen von Filmen aus dem damaligen Programm des Bureau du Cinéma. Wir schauten aber nicht nur zurück, sondern wollen die deutsch-französischen Filmbeziehungen in Zukunft selbst fortsetzen: Durch die Vermittlung französischer Filmkultur - beispielhaft im Dezember durch Filme von zwei Teilnehmern der dt.-frz. Filmtreffen (Alain Resnais und Chris Marker) und natürlich der Aufführung aktueller französischer Filme - wie etwa der neue Film des jungen Regisseurs François Ozon, »Tropfen auf heisse Steine«, den wir in der Woche vor der Tagung vor dem Kinostart zeigten.
In einer Podiumsdiskussion, die am Samstagabend stattfand, berichteten und diskutierten Zeitzeugen und Filmexperten. Auf dem Podium nahmen teil:
Marcel Colin-Reval,
Enno Patalas,
Madeleine Bernstorff und
Peter Gleber.
Es moderierte: Thomas Tode. (Ein weiterer Mitwirkender von damals,
Joseph Rovan, hatte leider kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen.
Die Veranstaltung war eine einmalige Gelegenheit führende Persönlichkeiten der dt.-frz. Filmbeziehungen kennenzulernen und aus erster Hand Informationen zu erhalten. Mehr als 40 Teilnehmer, die z.T. aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren, nahmen diese Chance mit Interesse war.
Die Beiträge vermittelten neue Erkenntnisse über ein bislang nur ungenügend untersuchtes Thema und boten vielfältige Anknüpfungspunkte für eine weitere Forschung an.
Suche nach einem neuen Standort
Am 20.04.1996 hatte der Stadtrat ohne Gegenstimmen und Enthaltungen nach langjährigen Diskussionen und Prüfungen in Arbeitskreisen und Ämtern einstimmig beschlossen, daß die AG Stadtkino e.V. im Proviantamt (ehem. Proviantmagazin, Schillerstraße) auf der Hälfte der Dachgeschoß-Fläche ein neues Kino erhält. Dieser Beschluß wurde bis heute nicht aufgehoben (hat also Rechtsgültigkeit). Dennoch wurde die AG Stadtkino e.V., wie auch andere Nutzer, zum Jahresende 1998 aus der Planung "herausgeworfen".
Die AG Stadtkino e.V. sucht deshalb einen alternativen Standort
Ein solches Objekt müßte folgende Möglichkeiten bieten:
CinéMayence
Studiokino der AG Stadtkino e.V.
im Schönborner Hof (Maison de France)
Schillerstraße 11
55116 Mainz
Kartenreservierungen: Tel. 06131/22 83 68
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